Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Genossenschaft: Rauchmelder werden jährlich überprüft
Vorpommern Grimmen Genossenschaft: Rauchmelder werden jährlich überprüft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 14.11.2017
Im Mai 2016 rettete die Grimmener Feuerwehr einen Mann in der Ossietzkystraße vom Balkon. Auf den konnte er noch flüchten, nachdem ihn ein Rauchmelder geweckt hatte. Quelle: Foto: Raik Mielke
Grimmen

Ein Brand in der Ossietzkystraße hatte am 3. Mai 2016 die Grimmener regelrecht aufgerüttelt. Denn ein 55-jähriger Bewohner war während seines Mittagsschlafs vom Feuer, das sich in seiner Küche aufgrund eines technischen Defektes ausgebreitet hatte, überrascht worden. Der Brandmelder schlug an. Mit letzter Kraft konnte sich der Mann noch auf seinen Balkon retten. Dort befreite ihn die Grimmener Feuerwehr, die inzwischen mit über 20 Leuten und sechs Fahrzeugen angerückt war. Sie übergab den Bewohner dem Notarzt, der seine Einweisung ins Uni-Klinikum nach Greifswald veranlasste. Der Mann hatte großes Glück. Es hätte schlimm für ihn ausgehen können, seine Küche brannte komplett aus. Vier Mietparteien mussten evakuiert werden.

„Wir haben dieses Unglück zum Anlass genommen, alle unsere bewohnten Wohnungen mit Rauchmeldern auszustatten, sagt Ramona Heß, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Grimmen. Im Herbst vergangenen Jahres gab es dazu einen Beschluss der Mitgliederversammlung, anschließend wurde ein Vertrag ausgearbeitet. Die Rauchmelder sollen im Ernstfall Leben retten.

Ramona Heß erklärt, dass diese Geräte natürlich auf dem neuesten technischen Stand sind. Jährlich werden sie nachgesehen und gewartet. Gerade laufe eine solche Aktion ihres Vertragspartners, der Ista Deutschland GmbH, so Heß. Diese rechnet auch die Heizkosten für die Grimmener Wohnungsgenossenschaft aus. Die Kosten für die Rauchmelderwartung werden über die Betriebskosten abgerechnet. Sie sind von den Mietern zu zahlen. Beim Einbau der Rauchmelder sei man den Mieter insofern entgegen gekommen, dass man sich für Mietmelder entschieden hat. Denn so werde ein Gerät kostenfrei ausgetauscht, wenn es defekt ist. Außerdem sei dann auch nicht der Anschaffungspreis zu zahlen.

In Mecklenburg-Vorpommern regelt übrigens die Landesbauordnung den Einsatz von Rauchmeldern. Darin steht, dass mindestens je ein Rauchmelder in Kinderzimmern, Schlafzimmern und Räumen, die als Fluchtweg dienen – meist sind das Flure – eingebaut werden muss. Es darf keine neue Wohnung mehr übergeben werden, die nicht mit Rauchmeldern ausgestattet ist. Für den Einbau und die Betriebsbereitschaft ist der Wohnungsbesitzer verantwortlich.

Jedes Jahr verunglücken in Deutschland rund 500 Menschen tödlich durch Brände. Die meisten in den eigenen vier Wänden. Die große Mehrheit stirbt aber nicht an Verbrennungen, sondern an einer Rauchvergiftung. Deshalb seien Rauchmelder wichtig.

Reinhard Amler

Grimmen GUTEN TAG LIEBE LESER - Hundehalter gesucht

Schreck in aller Frühe. Als unser Leser Horst Henk gestern gegen 6 Uhr nach einer Nachtschicht auf dem Heimweg war, tauchten auf der Bundesstraße 194 in Höhe der ...

14.11.2017

Seit Jahren weist die Landesregierung die Kritik am schlechten Betreuungsschlüssel in MV zurück.

14.11.2017

Ab Januar 2018 soll sich der Elternbeitrag um weitere 50 Euro reduzieren. Mit dieser Ankündigung war die SPD 2016 in den Landtagswahlkampf gegangen.

14.11.2017
Anzeige