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Grimmen Geßner-Ausstellung belebt alte Oberförsterei
Vorpommern Grimmen Geßner-Ausstellung belebt alte Oberförsterei
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00:00 02.06.2017
Ausstellungsmacher Christpher Walther zeigt Schweizer Urlaubern ein Bild von Roland Gessner. Quelle: Foto: Timo Richter
Born

Mit einem naturverbundenen Maler will der Kunsthändler und -auktionator Christopher Walther die alte Oberförsterei mit Leben füllen. Schon die Idee hat zwei Urlauber aus der Schweiz überzeugt. Bilder des Borner Malers Robert Geßner in Jugendstil-Ambiente der einstigen Wohnung Ferdinand von Raesfelds – das verspricht eine spannende Schau zu werden.

Zumal der Ausstellungsmacher bis dato erst rund ein Dutzend Bilder Geßners als Leihgaben zusammengesammelt hat. Walther hofft auf weitere Leihgaben.

„Ein Italiener in Born“ soll die Schau mit Werken des Landschaftsmalers heißen. Christopher Walther bezeichnet Geßner – der Künstler wurde in Venedig geboren – als „schillernde Figur“, die nach 1943 dauerhaft auf den Darß übersiedelte. 30 Jahre lang lebte Robert Geßner in Born. Er brachte sich in das Gemeindeleben ein, war zuletzt eine wichtige Figur in dem Boddendorf. Auf dem Darß hielt Geßner die einzigartige Landschaft auf der Leinwand fest. Zahlreiche Werke entstanden, nachdem infolge eines Bombenangriffs sein Zuhause und Atelier in Berlin mitsamt aller darin befindlichen Werke zerstört wurden.

Auch außerhalb von Ahrenshoop waren Künstler auf dem Darß aktiv. Robert Geßner, Werner Gilles oder Paul Kuhfuß stehen laut Christopher Walther zu unrecht in der zweiten Reihe. Während deren Schaffensphasen waren das sehr gute Maler. Auch Wieck und Perow hatten sich erfolgreiche Maler als Wohn- und Wirkungsstätte auserkoren.

Mit der Geßner-Ausstellung legt Christopher Walther die Latte bewusst hoch, ist er doch vom künstlerischen Schaffen auch außerhalbs Ahrenshoops überzeugt. Mit der Ausstellung will er nicht in Konkurrenz zu dem benachbarten Künstlerort treten. Wohl aber will Christopher Walther die künstlerischen Höhepunkte auf dem Darß besser dokumentieren.

Ein Bild Geßners hat der Ausstellungsmacher als Leihgabe eines Berliners derzeit im Depot. Das Bild zeigt ein Haus auf dem Branden in Born. Ein Dutzend Zusagen für weitere Leihgaben für die Ausstellung liegen eigenen Worten zufolge ebenfalls vor. Der Ausstellungsmacher wirbt um weitere Leihgaben. „Aus den Borner Wohnungen in die Wohnung des einstigen Oberförsters“ hofft er, weitere Geßner-Werke für die maximal drei Monate dauernde Ausstellung zu erhalten. Geplant ist die Eröffnung für Ende Juli Für die Ausstellung sind noch umfangreiche Renovierungsarbeiten in der einstigen Wohnung Ferdinand von Raesfelds erforderlich. Von Raesfeld gilt als Erfinder der modernen Wald- und Wildhege.

Angebote an die Kurverwaltung Born oder per E-Mail an christopherwalther@t-online.de oder an ☎ 0160-98594004.

Timo Richter

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