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Grimmen Gewerkschaft: Bürger sollen zur Landtagswahl gehen
Vorpommern Grimmen Gewerkschaft: Bürger sollen zur Landtagswahl gehen
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00:00 19.07.2016

Viele Bürger hätten die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September dieses Jahres überhaupt „noch nicht auf dem Zettel“.

Das ist die Erfahrung von Birgit Neumann, die gestern mit dem Fitnessmobil des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf dem Markt in Greifswald stand. Als „Passantenfänger“ dienten ein „Riese“ mit dem Schild „Fit zur Wahl“ und niederschwellige Angebote wie ein Wissensquiz am Stand.

Der DGB brachte so seine Forderungen an die neue Regierung nach guter Arbeit, fairen Löhnen, gerechten Lebensverhältnissen und der Ablehnung von Hass, Hetze und Abschottung an Frau und Mann. „Wir geben keine Empfehlung ab“, betont Birgit Neumann. Nur für demokratische Parteien wolle man im Allgemeinen werben. „Es kommen auch Leute, um ihren Frust loszuwerden“, schätzt der der DGB-Regionsvorsitzende Volker Schulz ein. Und Frust sei schon vorhanden bei vielen, die gestern auf dem Marktplatz vorbeischauten. Ein großes Thema ist für das „Billiglohnland MV“ der Mindestlohn.

Nach Greifswald war auch der DGB-Mindestlohnexperte Stefan Körzell gekommen. Er gehört der Kommission an, die gerade die Steigerung des Mindeststundenlohns auf 8,84 Euro festgelegt hat. „Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen“, meint er. „Das entspricht einer Steigerung um vier Prozent.“ In MV würden 147000 Menschen davon profitieren.

Denn an der Küste sei der Niedriglohnsektor sehr groß und in vielen Branchen anzutreffen, viele Betriebe hätten einfach gar keine Tarifbindung.

Allen Arbeitgebern, die über angeblich zu hohe Mindestlöhne klagen, empfahl Körzell Mitglied von Arbeitgeberverbänden zu werden, die mit den Gewerkschaften Tarifverhandlungen führen.

Eckhard Oberdörfer

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