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Grimmen Gibt es in Grimmen keine Narren mehr?
Vorpommern Grimmen Gibt es in Grimmen keine Narren mehr?
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00:00 27.02.2017
Grimmen

Eine coole Bühnendekoration, klasse Kostüme und ein unglaublich witziges Programm – die Bedingungen im Grimmener Stadtkulturhaus „Treffpunkt Europas“ hätten kaum besser sein können.

Dennoch waren sowohl der Seniorenfasching am Nachmittag als auch die große Faschingsparty am Abend von den Besucherzahlen her ein absoluter Flop. Die OSTSEE-ZEITUNG war dabei und wollte von den wenigen Partylustigen wissen, warum ihrer Meinung nach in Grimmen kaum jemand Lust auf eine Faschingsfete hat.

Die bunte Sause hat am Samstagabend gerade erst begonnen, da kommt die Familie Feuerstein mit ihrem beinbetriebenen Fahrzeug in den Saal des Stadtkulturhauses. Eine sehr detailgetreue Kostümierung, die sich Enrico Rahn, Michaela Rahn, Anke Günter und Carmen Pasternack einfallen lassen haben. „Wir haben uns sehr viele Gedanken gemacht und wollten mit Freunden im Partner-Look kommen“, erklärte Enrico Rahn. Dass zu diesem Zeitpunkt gerade mal 30 Leute im großen Saal waren, in dem sich Tage zuvor noch 1000 Besucher beim Auftritt von Kerstin Ott drängten, sorgt bei den eintrudelnden Gäste schon für ein komisches Gefühl. „Ach herrje, da ist ja auf so manche Familienfeier mehr los“, erschreckt sich Tanja Müller.

Nur etwas mehr als 70 Besucher sind es am Ende des Abends – und dies ist mehr als gruselig. Apropos gruselig. Die schaurigsten Kostüme der Feier haben Haiko Sengebusch, Celina und Mandy Bodura, Robert Waterstradt und Jacqueline Erdmann an. „Wir haben uns stundenlang auf die Party vorbereitet und uns sehr gefreut“, sagt Haiko Sengebusch und meinte: „Es ist sehr schade, dass die Grimmener keine Lust auf Fasching haben.“

Diejenigen, die doch an dieser Traditionsveranstaltung teilnehmen, lassen sich dennoch den Spaß nicht nehmen und so wird beim kurzweiligen Programm des Grimmener Carnevalclubs viel gelacht und noch mehr getanzt. „Ehrlich gesagt tun mir die Mitglieder des GCC leid. Sie geben sich immer wieder so viel Mühe und die Zahl der Besucher geht von Jahr zu Jahr zurück. Also am Programm liegt es definitiv nicht“, ist sich Detleff Günter sicher.

„Ende des Monats geht in Grimmen recht wenig, weil bei vielen Leuten das Geld alle ist“, glaubt Besucher Hendrik Franke.

Den Charakter der Veranstaltung an sich vermutet keiner der befragten Gäste als Grund dafür, dass die Besucherzahl nun einen erneuten Negativwert erreicht hat.

Als dann um 23 Uhr plötzlich alle Besucher eine Polonaise durch den Saal starten, nehmen die Narren des GCC dies zum Anlass, um die besten Kostümideen zu küren. Sowohl die „Feuersteins“ als auch das „Grusel-Quartett“ bekommen für ihre Faschings-Outfits einen Präsentkorb. Zweitgenannte versteigerten ihren sofort und überreichten die 35 Euro noch am Sonntag dem Heimattierpark.

Raik Mielke

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