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Grimmen Die Faszination eines großen Hafens auf Rügen
Vorpommern Grimmen Die Faszination eines großen Hafens auf Rügen
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11:44 02.12.2018
Modernste Großtechnik auf Rügen im Hafen von Mukran Quelle: OZ-LB
Rügen

 Drei Pläne für den Bau eines großen Hafens auf Rügen sind gescheitert. Erst die DDR war mit dem 1986 eingeweihten Hafen Mukran für die Fährverbindung nach Memel (Klaipeda) erfolgreich. Darüber berichtet Wolfgang Klietz in der Zeitschrift „Zeitgeschichte regional“.

Demnach forderten preußische Admiräle bereits den Bau mehrer Stützpunkte im ersten schleswig-holsteinischen Krieg gegen Dänemark (1848 bis 1851) für die Marine. Für die Ostsee waren Rügen, Swinemünde und die Danziger Bucht im Gespräch. Gotthilf Hagen präsentierte 1853 für die Insel ein Gutachten. Die Schaabe sollte als Durchfahrt für einen Marinehafen im Großen Jasmunder Bodden durchstochen werden. Dieser Hafen in Breege sollte auch von Post- und Frachtschiffen genutzt werden können, zum Beispiel für eine schnelle Verbindung nach Skandinavien. Zwei Jahre später wurden als Alternative die Banzelvitzer Berge genannt. 1860 begannen Bauarbeiten für einen Hafen in diesem Bereich, was aber auf große technische Schwierigkeiten stieß. 1864 kam das Ende. Kiel wurde 1865 preußischer Kriegshafen.

In der NS-Zeit wurden ab 1937 erneut Pläne für einen Rügenhafen verfolgt. Der Durchstich durch die Schaabe bei Spyker sollte 250 Meter breit sein. Vor 80 Jahren begannen die Bauarbeiten, zwei Jahre später wurden sie eingestellt.

Der dritte Anlauf begann Anfang der 1950er Jahre. Mit klaren Anweisungen aus der Sowjetunion, wie Klietz schreibt. Das Sonderbauvorhaben Glowe startete 1952. Knapp zehn Jahre später sollte der Hafen fertig sein, in dem deutsche und sowjetische Schiffe liegen sollten. Ein gigantisches Projekt mit Werften, Fabriken, Lagern, riesigen U-Boot-Bunkern sowie Wohnstädten. Eine große Zahl von Häftlingen wurde eingesetzt.

Zwei neue Orte für insgesamt 40000 Menschen bei Sargard sollten entstehen, Glowe evakuiert werden. Alles sollte im Geheimen passieren. Aber schon am 15. Juli 1953 kam das Ende. Auch dieses Mal handelte es sich um eine Forderung der UdSSR, so Klietz.

eob

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