Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Glasfaser-Angebot ist kein Werbe-Gag
Vorpommern Grimmen Glasfaser-Angebot ist kein Werbe-Gag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:08 20.12.2017
In Grimmen und Umgebung sollen in den kommenden Monaten Glasfaserkabel verlegt werden. Quelle: Peter Kneffel /dpa
Anzeige
Grimmen

Mit schnellem Internet für alle wird es auch in Grimmen (Vorpommern-Rügen) ernst. „Wir bauen für Sie – Ihr Glasfaseranschluss bis ins Haus“ – eine magentafarbene Mappe ist jetzt in vielen Briefkästen von Hauseigentümern der Stadt und des umliegenden Landkreises gelandet. Wer die vermeintliche Werbung aus Gewohnheit ungelesen in den Papierkorb wirft, kann richtig Pech haben... „Betrifft: Kostenloser Anschluss Ihrer Immobilie an das leistungsstarke Glasfasernetz der Deutschen Telekom“ steht in dem beiliegenden Schreiben, dem auch ein entsprechendes Auftragsformular zum Beantragen des Hausanschlusses angefügt ist. Doch nicht nur das, sondern auch ein amtliches Anschreiben der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügens.

Kostenfeier Anschluss nur in begrenztem Zeitraum

In dem Schreiben wird unter anderem informiert, dass in den Kommunen des Landkreises in den nächsten Monaten Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau vorgenommen werden sollen. Um von den neuen Infrastrukturen profitieren zu können, sei es erforderlich, die nötigen Haus- beziehungsweise Gebäudeanschlüsse einrichten zu lassen. Im Rahmen des Gesamtprojektes biete die Telekom diesen Anschluss für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei an. Hierbei liegt die Betonung auf dem Wörtchen „begrenzt“, denn wer den Anschluss später beantragt, muss zahlen. Auch der Grimmener Marco Jahns hat in seinem Bekanntenkreis erfahren, dass manche das Schreiben von Telekom und Landkreis nicht richtig einordnen können. „Viele Leute können damit nichts anfangen“, berichtet Jahns.

Kein Vertrag über künftige Nutzung des Netzes

Die Empfänger sollten unbedingt auf das Schreiben von Telekom und Landkreis antworten, also den Fragebogen ausfüllen, rät Olaf Manzke. „Man sollte das nicht ignorieren“, sagt der Sprecher der Landkreisverwaltung. Bei dem Schreiben gehe es lediglich um das Erteilen der Genehmigung, dass die Telekom das Glasfaserkabel über das jeweilige Grundstück verlegen darf. Und das kostenlos. Dabei schließe der jeweilige Grundstückseigentümer aber keinen Vertrag mit der Telekom über die künftige Nutzung des Glasfasernetzes. „Die Verträge über die Nutzung werden dann separat abgeschlossen, mit dem Anbieter der eigenen Wahl“, erklärt Olaf Manzke.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen hatte für den Breitbandausbau Förderzusagen über insgesamt 118 Millionen Euro von Bund und Land erhalten. Wer sich das Hightech-Kabel nicht verlegen lasse, der sei nicht zuletzt „ein Stück weit von der künftigen Entwicklung abgeschnitten“, weiß der Sprecher des Landkreises. Wer sich für die Leitung nicht jetzt, sondern erst später entscheide, müsse zahlen: „Wenn der Bautrupp erneut anrücken muss, wird das teuer“, sagt Manzke.

Peter Franke

In Poggendorf (Vorpommern-Rügen) verschafften sich Unbekannte in der Nacht zu Dienstag gewaltsam Zutritt zu mehreren Gebäuden des Forstamtes. Der oder die Täter legten Werkzeug zum Abtransport bereit, verließen wohl aber das Gelände ohne Diebesgut.

19.12.2017

OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ kommt dem Jugendblasorchester zugute

19.12.2017

35-Jähriger schlägt Scheibe am Bahnhof Elmenhorst ein

19.12.2017
Anzeige