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Greifswald blüht auf: Stadtmarketing setzt Zeichen

Greifswald Greifswald blüht auf: Stadtmarketing setzt Zeichen

Unternehmer stiften Geld für Blumenampeln in der Fußgängermeile / Kaskaden und Wildblumen schmücken in Kürze die Stadt / Rathaus sucht weitere Grünpaten

Greifswald. Blumen schaffen gute Laune, vermitteln ein Willkommensgefühl und lassen den Sommer in seinen schönsten Farben erstrahlen. Grund genug für das Greifswalder Stadtmarketing, zu Pfingsten in die Offensive zu gehen: „Greifswald blüht auf“, heißt es seit gestern in der Hansestadt. An 43 Laternen in der Bummelmeile – von der Knopf- bis zur Kapaunenstraße sowie um den Markt und Fischmarkt herum – hängen jetzt Ampeln mit roten Geranien.

„Die Idee brachte ich von einer Tourismusmesse mit“, verrät Anja Mirasch, Geschäftsführerin der Greifswald Marketing GmbH. Um das Vorhaben zu wuppen, sprach sie gezielt in der Innenstadt ansässige Unternehmen, Banken, Kanzleien an. Mit ungeahntem Erfolg. „Nahezu alle fanden das Vorhaben gut, sodass wir statt der ursprünglich geplanten 15 Ampeln nun 45 finanzieren können“, berichtet sie. Zwei konnte Oliver Stöcker von der beauftragten Firma aus Holland gestern noch nicht installieren: Die Statik der Laternenpfähle ließ zu wünschen übrig, muss von der Stadt erst in Ordnung gebracht werden.

Nichtsdestotrotz zeigte sich Frank Embach, Vorsitzender des Vereins Greifswalder Innenstadt, sehr zufrieden angesichts der vielen Farbtupfer in der Fußgängerzone: „Viele unserer Mitglieder fanden den Einfall von Anfang an gut und waren bereit, die Sache zu unterstützen“, sagt er. Rund 200 Euro kostet das Mieten einer Ampel inklusive Pflanzen und sechsmonatiger Pflege, die übrigens von einem Greifswalder Gartenbauunternehmen übernommen wird.

Greifswalds grüner Oberbürgermeister Stefan Fassbinder findet die Kampagne so gut, dass er die Schirmherrschaft übernnahm: „,Greifswald blüht auf’ ist ein wunderbares Motto. Es steht nicht nur für eine attraktive Begrünung, sondern auch für den Geist einer jungen und lebendigen Stadt“, urteilt er und würdigt damit sowohl die Idee des Stadtmarketings als auch das Engagement der Innenstadthändler. Die Blumenampeln im Stadtzentrum sind aber nur der Auftakt der diesjährigen Aktion. „Demnächst starten wir mit den beiden großen Wohnungsunternehmen einen Balkonwettbewerb“, blickt Anja Mirasch voraus.

Darüber hinaus werden nach Pfingsten auch wieder die 2015 von der Hansestadt angeschafften Pflanzkaskaden in Greifswald aufgestellt. „Einige der 15 Blumenständer erhalten neue Standorte“, berichtet Claudia Förste, in der Verwaltung für die öffentlichen Grünanlagen zuständig. Während die Knopfstraße und der Pomeroder Platz keinen bunten Blickfang mehr erhalten, dürfen sich die Wiecker über die Blumen auf dem Dorfplatz und am Hafen freuen. Denn sie hatten sich diese Kaskaden ausdrücklich erwünscht.

Auch die Wildblumenbeete sollen wie in den Vorjahren erblühen: „Die Samen wurden bereits an der Anklamer Straße, in der Lomonossowallee und am Hansering in den Boden gebracht“, sagt Förste. Allein diese Farbtupfer auf etwa 4300 Quadratmetern lässt sich die Stadt rund 1000 Euro kosten. Insgesamt stehen im Haushalt der Stadt um die 130000 Euro für die Pflege der innerstädtischen Grünflächen zur Verfügung. Klingt viel – doch für 147 Hektar ist das eigentlich ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Deshalb setzt die Stadt auch auf ehrenamtliches Engagement und ermuntert Greifswalder, Grünpate zu werden. Aktuell bestehen 16 Pflegevereinbarungen mit der Stadt. Die ersten wurden 2002 geschlossen, die drei jüngsten erst vor kurzem, berichtet Claudia Förste.

Stefan Fassbinder begrüßt es ausdrücklich, dass Greifswalder auf diese Weise Verantwortung übernehmen: „Sie springen dadurch in Lücken, die die Stadt derzeit aus personellen und finanziellen Gründen nicht füllen kann und verschönern damit gleichzeitig ihr Wohnumfeld mit einer individuellen Note“, lobt der OB die Grünpaten. Vielleicht, so seine Hoffnung, entscheiden sich demnächst auch Vereine, Firmen oder Einrichtungen, eine Patenschaft zu übernehmen.

Grünpatenschaft: ☎ 85 36 42 81

Petra Hase

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