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Greifswalder Neurologe wird Chefarzt in Cottbus

Greifswald Greifswalder Neurologe wird Chefarzt in Cottbus

Alexander Dressel machte sich vor allem als Leiter des Multiple-Sklerose-Zentrums überregional einen Namen

Greifswald. Alexander Dressel wird Chefarzt der Neurologischen Klinik des Carl-Thiem-Klinikums in Cottbus. Der 51-Jährige ist derzeit Professor für experimentelle und klinische Neuroimmunologie der Universitätsmedizin. Dressel hat sich als Leiter des Multiple-Sklerose-Zentrums weit über die Grenzen der Universitätsstadt hinaus einen Namen gemacht.

Seit 2007 ist das MS-Zentrum von der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) anerkannt. Die Neurologen arbeiten hier mit Kollegen anderer Fachrichtungen zusammen. Zu den entzündlichen Erkrankungen gehören beispielsweise auch rheumatologische, bakterielle und virale Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung", sagt der Arzt. „Das Carl-Thiem-Klinikum ist ein Maximalversorger und steht wirtschaftlich auf soliden Füßen.“ Die Größe sei mit der Greifswalds vergleichbar. Es gebe in der brandenburgischen Stadt 58 neurologische Betten und weitere 19 für Patienten in der Rehabilitationsphase.

„Andererseits fällt es mir schon schwer, Greifswald zu verlassen“, sagt der Alexander Dressel. „Ich war 15 Jahre hier und habe viele Kooperationen mit Kollegen und anderen Einrichtungen aufgebaut, seit ich als junger Oberarzt vor 15 Jahren nach Greifswald kam.“ Studiert hat Dressel in Hamburg, seine Facharztausbildung absolvierte er in Göttingen. Dazwischen lagen noch zweieinhalb Jahre an der US- amerikanischen Harvard Universität. Die Arbeit in Greifswald habe ihm Spaß gemacht. Neben der sehr öffentlichkeitswirksamen Arbeit für das Multiple-Sklerose-Zentrum hat sich der Arzt auch sehr in der Intensivmedizin engagiert, beispielsweise für Schlaganfall- und Epilepsie-Patienten. „Die laufenden Dissertationen junger Ärzte und Studierender werde ich weiterhin betreuen", sagt Dressel , der als außerplanmäßiger Professor in Greifswald weiter wissenschaftliche Projekte bearbeiten möchte. Die klinische Tätigkeit in Cottbus stehe für ihn in Zukunft im Vordergrund. Seine Frau Birte Schilling und die Töchter Kasia (15) und Inga (12) werden Greifswald zum Schuljahres verlassen. eob

OZ

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