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Grimmen Greifswalder schrieb Weltbestseller
Vorpommern Grimmen Greifswalder schrieb Weltbestseller
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00:00 13.09.2016

Hans Fallada ist gefragt. Was die Auflagen seiner Bücher wie „Kleiner Mann – was nun?“, „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ oder „Der eiserne Gustav“

betrifft, ist er sicher die Nummer 1 unter den Dichtern, deren Wiege in Greifswald stand. Auch sein kurz vor seinem Tod 1947 erschiener Roman „Jeder stirbt für sich allein“, wurde postum ein Weltbestseller. In den letzten Jahren wurden mehrere Werke ungekürzt neu herausgegeben. Fallada, eigentlich Rudolf Ditzen, wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines Landrichters geboren. Der Greifswalder Germanistikprofessor Gunnar Müller-Waldeck ist ein Kenner Falladas, hat Bücher, Aufsätze und Essays über ihn verfasst. Sein neues Buch heißt „Hans Fallada – nach wie vor. Beobachtungen – Erinnerungen – Gespräche – biographische Splitter“. Für Müller-Waldeck ist Falladas Werk lebendig wie seit Jahrzehnten. Es gebe manch sensationslastigen Mythos, den es zu entzaubern gelte.

Beispielsweise seine Rauschgiftsucht. Fallada habe Drogen bewusst für den Schaffensprozess eingesetzt, schätzt Müller-Waldeck ein. So auch bei dem in sehr kurzer Zeit geschriebenen Roman „Jeder stirbt für sich allein“. Fallada war für Müller-Waldeck ein Hinseher, aber kein Moralist. Beim Aufschreiben seiner Beobachtungen bleibe er unbestechlich. Das mache die Stärke seiner Bücher aus. Daran würden die versöhnlichen Schlüsse nichts ändern. „Sie halten den liebgewordenen Helden einen kleinen dünnen Ast der Hoffnung hin – über den Morast der Welt“, sagt der Sprachkünstler Müller-Waldeck.

eob

OZ

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