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Grimmen Grellenberg bekommt neue Straße
Vorpommern Grimmen Grellenberg bekommt neue Straße
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00:00 02.03.2018
Planer Burkhard Wilck (v.l.) und Geschäftsführer Klaus-Peter Muderak von der Ingenieurbüro Voss & Muderack GmbH in Marlow erläutern gemeinsam mit Birgit Rummelhagen aus dem Bauamt der Stadt Grimmen das Straßenbauvorhaben in Grellenberg.

Die gesamte Dorfstraße in Grellenberg soll in diesem Jahr grundlegend saniert und verbreitert werden. Außerdem wird ein einseitiger Gehweg entstehen. Das teilte Birgit Rummelhagen aus dem Bauamt der Stadt Grimmen, zu der der Ortsteil Grellenberg gehört, den etwa 30 erschienenen Einwohnern im Rathaussaal mit.

Straßenbau

376 Meter lang wird die neue Straße in Grellenberg sein. 360000 Euro werden veranschlagt.

Auf 5,50 Meter wird sie ausgebaut, am Ende gibt es eine Wendemöglichkeit.

Hochborde grenzen die Straße beiderseits ein.

1,50 Meter breit wird der einseitige Gehweg werden.

Bereits im Vorjahr war das Stück von der Landesstraße 19, die Richtung Rostock führt, bis zum Ortsrand Grellenbergs grundlegend neu gebaut worden. „Es ist uns gelungen, für das gesamte Vorhaben eine Förderung zu erreichen, die Stadt und Anwohner finanziell entlastet“, sagte Birgit Rummelhagen. Denn die geplante Sanierung sei entsprechend der Straßenausbaubeitragssatzung eine so genannte ausbaubeitragspflichtige Maßnahme, zu der jeder anliegende Eigentümer beisteuern müsse.

Die Baumaßnahme

Klaus-Peter Muderack von der zuständigen Ingenieurbüro Voss & Muderack GmbH in Marlow wusste dann mehr: So wird die Straße von jetzt etwa 3,50 Breite auf 5,50 Breite ausgebaut, beidseitig davon werden Hochborde gesetzt. Linksseitig in das Dorf hinein entsteht ein 1,50 Meter breiter Gehweg, auch in der Buswendeschleife, wo außerdem eine zusätzliche Straßenlampe errichtet wird. Das Regenwasser wird in die Vorflut geleitet. Muderack: „Die Grundstücke werden an diese Entwässerung nicht angeschlossen, aber wir stellen sicher, dass von der Straße kein Wasser auf die Grundstücke läuft.“ 376 Meter wird die Straße lang sein, die direkt am ersten Grundstück des Dorfes beginnt und bis Haus Nummer 13 geht. „Am Ende wird es eine Wendemöglichkeit, beispielsweise für Müllfahrzeuge, geben“, sagte Muderack.

Bauablauf

Einen genauen Zeitplan gebe es noch nicht, sagte Birgit Rummelhagen. Aber die Verwaltung wolle, so schnell es geht, die Maßnahme ausschreiben und, wenn die Fördermittel bestätigt sind, möglichst im Mai beginnen. Eventuell werden die Arbeiten aber auch in die Ferien geschoben, damit der Schulbus reibungslos fahren könne. Zunächst werde die Regenentwässerung gebaut „und zwar im Dorf vom Ende zum Ortseingang“, erläuterte Muderack. 10 bis 15 Meter pro Tag würden die Bauarbeiter schaffen. In dieser Phase könnten die Anwohner mindestens abends per Fahrzeug zu ihren Grundstücken.

Wenn die Hochborde stehen, werde das schwieriger. Mindestens 14 Tage lang – bevor die Schwarzdecke komme – sei die Strecke nicht befahrbar.

Müllentsorgung und Breitband

„Während der Bauphase werden Bauarbeiter die Tonnen an einen Sammelplatz und wieder zurück bringen“, versprach Muderack.

„Es ist uns gelungen, die Breitbandversorgung für Grellenberg vorzuziehen, damit die Glasfaserhausanschlüsse gleichzeitig mit dem Straßenbau erfolgen“, verkündete Birgit Rummelhagen. Wichtig sei es aber, dass alle Aufträge der Grundstückseigner an die Telekom erteilt sind. Hilfe gebe es im Bauamt der Stadt.

Gehweg

Warum der Gehweg denn auf der linken Seite gebaut wird? – fragten die Einwohner. Schließlich gebe es auf der anderen Straßenseite mehr Häuser, merkten sie an. Das habe einerseits mit dem Gefälle für die Entwässerung zu tun. Außerdem würde man einen Unfallschwerpunkt schaffen, wenn der Gehweg an der Einfahrt ins Dorf plötzlich beginne. Und zum dritten seien beispielsweise Schulkinder dann schon auf der richtigen Seite, um zum Bus zu gelangen, erläuterte Muderack.

Fördermittel

Die neue Straße sei zu breit, es bleibe zu wenig Platz vor den Häusern und warum muss ein Gehweg mit festem Hochbord überhaupt sein, war eine weitere Frage. Um die Fördermittel so wie geplant über das Straßenbauamt zu erhalten, müsse eine so genannte Hauptverkehrsstraße gebaut werden. Die angestrebte Straßenbreite und der geplante Fußweg seien die Mindestanforderung. „Wir haben hin und her gerechnet. Wenn wir beispielsweise auf 3,50 Meter, aber ohne Fördermittel ausbauen, wäre die Beteiligung der Anwohner bis zu doppelt so hoch“, erklärte die Bauamtsmitarbeiterin.

Keine Verkehrsberuhigung

Aber so würden die Autos durch den Ort rasen. Könne man das nicht unterbinden? – fragte eine Einwohnerin. In einer Hauptverkehrsstraße sei beim Bau eine Verkehrsberuhigung nicht möglich, erläuterte Rummelhagen. Auch landwirtschaftliche Fahrzeuge würden weiterhin dort unterwegs sein, aber auch die Landwirte seien in die Beitragserhebung involviert.

Kosten

360000 Euro sind derzeit für die Gesamtmaßnahme veranschlagt, informierte sie. 90 000 Euro davon würden insgesamt anteilig entsprechend der Grundstücksgröße auf die Anwohner zukommen.

Reinigung

Für die Reinigung des Gehweges seien künftig die Anwohner verantwortlich, antwortete Birgit Rummelhagen auf Nachfrage. Ebenso für den Winterdienst. In diesem Zusammenhang klärte sie auch, dass die großen Linden am Dorfeingang stehen bleiben. Das sei eine Auflage der Naturschutzbehörde.

Almut Jaekel

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