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Grimmen Grimmen: 106 Arbeitslose mehr
Vorpommern Grimmen Grimmen: 106 Arbeitslose mehr
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00:00 04.01.2018

Trotz voller Gästebetten zum Jahreswechsel ist die Arbeitslosigkeit in Vorpommern-Rügen Ende 2017 deutlich gestiegen. 11973 Frauen und Männer hatten zum Jahresende keinen Job. Das waren 1393 mehr als im Vormonat November. Damit stieg die Arbeitslosigkeit im Einzugsbereich der Arbeitsagentur Stralsund im Dezember zum ersten Mal seit dem Monat März wieder in den zweistelligen Bereich und liegt nun bei 10,6 Prozent.

Auch in Grimmen und Umgebung ist die Arbeitslosigkeit zum Jahresende angestiegen. 106 Frauen und Männer mehr als im November waren im letzten Monat des alten Jahres bei der Agenturgeschäftsstelle der Trebelstadt arbeitslos gemeldet. Insgesamt 1249 Frauen und Männer in der Grimmener Region hatten zum Jahresende keinen Job. Die Quote stieg im Dezember um 0,8 Prozentpunkte und betrug zum Jahresende 9,6 Prozent. Damit lag sie um 0,1 Prozentpunkte unter der Dezemberquote 2016. Da gab es 29 Arbeitlose mehr Für den aktuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit macht Dr. Jürgen Radloff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stralsund, hauptsächlich die geringe Personalnachfrage im Tourismusgewerbe verantwortlich. „Im Dezember verbringen zwar noch viele Urlauber in unserer Region ihre Weihnachtsferien, für eine Auslastung wie in den Sommermonaten reichen die Gästezahlen allerdings üblicherweise nicht mehr aus. Daher sind Entlassungen im Hotel- und Gastronomiegewerbe zu dieser Jahreszeit auch zu erwarten gewesen", sagt er.

Trotz guter Auslastung der Gästebetten zu Weihnachten und über den Jahreswechsel hatten die Berufe des Tourismusbereichs zusammen mit dem Handel im Dezember einen Anteil an der Steigerung der Arbeitslosenzahlen von deutlich mehr als einem Drittel. Das spiegelt sich in der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in den touristischen Hochburgen wie Rügen und Fischland-Darß wieder. Auf Rügen wurden für Dezember 796 Arbeitslose mehr im Vergleich zum November regisitriert. In der Agentur-Geschäftsstelle Ribnitz-Damgarten sind es 336 Arbeitlose mehr.

Jürgen Radloff prognostiziert einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten. „Die höchsten Zahlen erwarten wir in unserer Region üblicherweise im Januar oder Februar. Gerade für den nächsten Monat rechne ich daher noch einmal mit einer deutlichen Zunahme der Beschäftigungslosigkeit", sagt er.

Für das gesamte Jahr 2017 zieht die Arbeitsagentur eine positive Bilanz. Im Jahresdurchschnitt waren 11194 Männer und Frauen im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Das sind 1634 weniger als im Durchschnitt 2016. Die Arbeitslosenquote lag im alten Jahr über alle Monate gerechnet bei 9,9 Prozent. Das gab es seit der Wende noch nie.

ub

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