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Grimmen Hanseradio übernimmt lokalen Sender
Vorpommern Grimmen Hanseradio übernimmt lokalen Sender
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05:00 06.11.2018
Stephan Pundt von Hanseradio übernimmt Grimmen TV. Quelle: Carolin Riemer
Grimmen

Der Lokalsender Grimmen TV steht kurz vor der Wiederbelebung. Nachdem Gründer Frank Schlundt die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, blieb der Bildschirm auf Kanal 36 monatelang schwarz. Doch dann schlug Stephan Pundt eines Morgens die OSTSEE-ZEITUNG auf und erfuhr von dem Aus des Senders. „Ich wollte nicht, dass so ein wichtiges Angebot für den Ort einfach stirbt“, sagt der 45-jährige Wirtschaftsingenieur. Und so traf er sich mit Frank Schlundt und schmiedete zusammen mit ihm und dem Verein einen Plan.

Stephan Pundt kommt vom Fach und kennt sich in der Branche aus. Seit mehreren Jahren betreibt er zusammen mit sieben, zum Teil fest angestellten Kollegen, den lokalen Radiosender Hanseradio mit drei verschiedenen Sende-Streams. Im Internet gewinnt er zurzeit täglich bis zu 13 000 Hörer –vom Jugendlichen bis zum kulturinteressierten Erwachsenen. Rund um die Uhr liefert der Sender Musik und lokale Nachrichten aus dem gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen. „Vom Konzert über Lesungen, bis hin zu unseren regelmäßigen Besuchen in der Stralsunder Bürgerschaft, wir sind bunt und abwechslungsreich“, sagt Pundt.

Eines habe er in den vergangenen Jahren aber festgestellt: Auf Bildnachrichten reagieren die Menschen häufiger, als auf gesprochene Worte. Da kam es dem Radiomann sehr gelegen, dass Grimmen TV einen neuen Betreiber suchte. „Wir wollten uns sowieso in diese Richtung entwickeln und das Angebot von Hanseradio durch einen lokalen Fernsehsender ergänzen.“

Von Schlundt zu Pundt heißt es nun also. Der neue Betreiber besitzt zwei Fernsehstudios in einem Forsthaus in Lendershagen bei Velgast. Nun gehört nicht nur der Sender ihm, sondern was viel wichtiger ist, ihm gehört nun auch die Sendefrequenz. Die TV-Frequenz werde von der Landesmedienanstalt in Schwerin gefördert und gilt für den kompletten Landkreis. „Allein für diese Frequenz hätten wir sonst monatlich 4000 Euro zahlen müssen. Dass wir Grimmen TV übernehmen konnten, ist eine absolute Gewinnsituation für uns.“

Noch in diesem Jahr sollen die ersten Sendungen über den Bildschirm flimmern. Die Inhalte sollen sich dann nicht nur auf Grimmen beschränken, sondern den kompletten Landkreis einbeziehen. Lesungen, Konzerte und Stadtvertretersitzungen stehen auf dem Programm. Im Gegensatz zu früher soll es mehrmals pro Tag moderierte Nachrichten geben. „Konzerte oder Theateraufführungen aus Putbus oder von der Vorpommerschen Landesbühne möchten wir in voller Länge aufnehmen und sie den Zuschauern abends präsentieren. Zwischendurch gibt es dann immer wieder Zusammenschnitte und kommentierte Nachrichten.“

Der Grimmener Stadtkanal von Peter Wienke bekommt ebenfalls wieder eine Möglichkeit, Beiträge zu zeigen. „Er ist unser Mann vor Ort. Es wäre Unsinn, wenn wir ihn nicht einbeziehen.“ In Pundts Team arbeiten die meisten von Zuhause. Im Forsthaus Lendershagen werden die Beiträge dann zusammen geschnitten und in der Sendestelle gespeichert. Mit schnellem Internet wäre die Arbeit oft einfacher. „Dann könnte ich sogar noch mehr Menschen einstellen. Der Sender trägt sich.“ Mehrere Werbepartner, wie die Telekom, Ikea oder Vodafone, konnte er gewinnen. Über lokale Händler und Anbieter würde er sich freuen. „Wir arbeiten auch gut mit Tourismuszentralen zusammen. Auf den Seiten steht ein Link zu unserem Sender und die Touristen informieren sich so über die Region.“ Das klappt mittlerweile so gut, dass mehr Urlauber als Einheimische zu Pundts Hörern gehören.

Carolin Riemer

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