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Grimmener CDU stellt sich hinter Merkel

Stralsund/Grimmen Grimmener CDU stellt sich hinter Merkel

Flüchtlingspolitik ist auch in Süderholz, Sundhagen und Elmenhorst momentan das Thema Nummer eins

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Gruppenbild mit Kanzlerin: V.l.: Gisela Klonowski, Rentnerin, Irene Schulz, Büroleiterin, Dirk Ewert, Kreisgeschäftsführer der CDU Vorpommern-Rügen, Fred Gladrow, Chef der Elektroinstallation Grimmen GmbH (EIG) und Stadtvertreter, Frank Borstel, Inhaber mehrerer Brillenhäuser in Grimmen, Demmin, Stralsund und Greifswald, Angela Merkel, Lutz Herzberg, Stadtvertreter, Frank Simanowski, Chef einer Malerfirma und Stadtvertreter, Dr. Jaques Darman, Augenarzt in Grimmen sowie Walter Scholz, 2. Stellve

Quelle: Fotos: Reinhard Amler

Stralsund. „Ich finde es sehr gut, dass Angela Merkel klar gesagt hat, dass sich Flüchtlinge in unserem Land an unsere Gesetze zu halten haben“, sagt Gabriele Dörner, stellvertretende Bürgermeisterin von Sundhagen Freitagabend auf dem Neujahrsempfang der Bundeskanzlerin in Stralsund. „Ich glaube, das bewegt unsere Menschen zurzeit zutiefst.“ Alexander Benkert, Bürgermeister von Süderholz stimmt ihr zu. Elmenhorsts Bürgermeister Rudi Wendorf fügt noch hinzu, dass die Integration der Menschen momentan wohl das größte Problem ist, das es zu bewältigen gilt. Eben weil die Menschen, die zu uns kommen, anderen Religionen entstammen und andere Lebensrhythmen gewohnt sind. Darum sei viel Erklärungsarbeit vonnöten.

Wie Sundhagen hat Elmenhorst bislang noch keine Flüchtlinge aufgenommen. „Wir müssen aber ständig damit rechnen, welche zugewiesen zu bekommen“, erklärt Dörner. 75 sollen es für die Großgemeinde Sundhagen sein. So lautet der Schlüssel der Zuteilung. „Wir wissen bloß nicht, wo wir sie unterbringen sollen. Denn wir haben keine gemeindeeigenen Wohnungen“, schiebt Dörner hinterher. Bis vor kurzem gab es noch den Plan, 60 Asylbewerber im Hotel Borgwarthof in Oberhinrichshagen unterzubringen, aber der Vertrag mit dem Pächter kam nicht zustande. Ähnlich geht es Elmenhorst. „Wir haben noch Zwei-Raum-Wohnungen in unserem Neubaublock frei. „Das ist aber das Einzige, ansonsten sind wir in den Neubauten gut belegt“, so Wendorf.

Süderholz, dessen Bürgermeister Alexander Benkert ebenfalls beim Neujahrsempfang zu Gast ist, beherbergt seit einiger Zeit 20 Flüchtlinge. „Sie wohnen alle im Ortsteil Kandelin“, erklärt Benkert.

Aber auch für ihn ist das Problem damit nicht ausgestanden, denn wichtig sei, jetzt Wohnraum zu organisieren für jene Leute, die ihre Anerkennung als Flüchtling haben. Daran hapere es ja momentan ja allerorten.

Angela Merkel hat in ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang zwar erklärt, dass alle Maßnahmen ergriffen werden sollen, die Flüchtlingszahlen, nicht nur nachhaltig, sondern auch spürbar zu reduzieren.

Daneben betonte sie aber auch die große Aufgabe der Integration, die vor uns steht.

„Ich bewundere diese Frau immer wieder aufs Neue, sagt Gisela Klonowski aus Grimmen. „Morgens war sie noch zum Wirtschaftsgipfel in München, jetzt ist sie in Stralsund. Wer weiß wo sie morgen wieder ist“, so die Rentnerin. „Ich finde, dass sie in ihrer Rede, die gesamte Fluchtproblematik sehr gut erläutert hat. Vor allem auch die Fluchtursachen“, ergänzt Irene Schulz aus Grimmen. Das sei schon alles sehr komplizierte Politik, weil viele Interessenslagen zu berücksichtigen sind.

Beide Grimmener Frauen sind seit Jahren Stammgäste auf Merkels Neujahrsempfang. Ihnen ist deshalb aufgefallen, dass die Stimmung etwas gedrückter ist. Nicht so ausgelassen, wie sonst. „Auch der Beifall für die Kanzlerin fiel etwas kürzer aus“, empfinden es die Frauen. In der Tat, Angela Merkel wirkt angespannt. Möglicherweise auch wegen der „Merkel muss weg“-Rufe, mit denen sie auf dem Stralsunder Markt von etwa 100 AfD-Leuten empfangen wurde. Dennoch nimmt sich die Kanzlerin viel Zeit für Gespräche und kommt jedem Fotowunsch nach.

„Ich bin sehr beeindruckt“, sagt Grimmens neuer Augenarzt Dr. Jaques Darman, den Angela Merkel sogar persönlich begrüßt, als sie an den zwei langen Tischen der Grimmener vorbeikommt. „Sie wusste sogar, wer ich bin“, zeigt sich der Doktor, der einst aus Kamerun in die DDR kam, überrascht. Darman war das erste Mal beim Neujahrsempfang. Merkel kommt sofort auch der Bitte für ein Gruppenfoto mit der stark vertretenen Grimmener Abordnung nach.

Allen Anwesenden sichert sie zu, trotz der großen Herausforderungen, die in diesem Jahr, auf sie warten, ihre Arbeit im Wahlkreis nicht vernachlässigen zu wollen. Neben dem Flüchtlingsthema spricht sie auch die Breitbandversorgung an, die momentan ganz oben auf der Agenda von Landrat Ralf Drescher steht. „Ich beglückwünsche den Landkreis dazu, dass er sehr zielstrebig alle Förderanträge gestellt hat", betont Merkel. Breitbandversorgung sei von größter Bedeutung, sowohl für Telemedizin, den Tourismusstandort und natürlich für den Mittelstand, erklärt die Kanzlerin. Die Stadt Grimmen hatte erst letzte Woche 50 000 Euro für den Breitbandausbau fürs Gewerbegebiet am Stadtwald von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erhalten.

 



Reinhard Amler

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