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Grimmener Gymnasiastin schlemmt drei Monate in Frankreich

Grimmen/Paris Grimmener Gymnasiastin schlemmt drei Monate in Frankreich

Nele Ziesemer (14) war als Austauschschülerin in einem fremden Land und sammelte dort viele neue Erfahrungen.

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Nele Ziesemer mit einem Selfie. Im Hintergrund das Wahrzeichen schlecht hin: der Eiffelturm.

Quelle: Nele Ziesemer

Grimmen. Während der Schulzeit ins Ausland zu gehen, ist doch eine mutige Sache. Viele würden sich diesen Schritt sicher nicht zutrauen.

Doch Nele Ziesemer aus Kirchdorf hat diesen Schritt gewagt und drei Monate in Frankreich verbracht. „Obwohl ich am Anfang sehr starkes Heimweh hatte, was ich gar nicht erwartet hätte, wurde es immer weniger. Und irgendwann war es ganz weg“, beschreibt die Gymnasiastin und sagt: „Jetzt vermisse ich es sogar in Frankreich zu sein. Besonders meine Freunde, die ich dort kennengelernt habe, fehlen mir sehr.“ Aber ein Wiedersehen ist bereits geplant: „In den Sommerferien kommt mich eine Freundin aus Frankreich besuchen. Sie kommt extra mit ihren Eltern mit dem Auto nach Deutschland."

Als Nele nach Frankreich kam, kannte sie schon ihre ihre Austauschschülerin Céline, die letztes Jahr für drei Monate hier in Grimmen zur Schule ging und bei der 14-Jährigen gewohnt hatte. „Die Schulen hier und die in Frankreich sind sehr verschieden“, erzählt Nele. „In Frankreich war um das Schulgelände ein hoher Zaun und wir hatten eine Zeitkarte auf der stand,wann wir das Schulgelände jeden Tag verlassen durften“, beschreibt die Austauschschülerin. Was für sie zudem sehr gewöhnungsbedürftig war: „Wir durften kein Trinken mit in die Schule nehmen. Es gibt Trinkbrunnen aus dem Wasser sprudelt, was man mit dem Mund auffangen muss.“

Außerdem gilt an der Schule striktes Handyverbot. Komisch für die Grimmenerin war zudem, dass die Klassen sich vor jeder Stunde aufstellen mussten und vom Lehrer abgeholt wurden. In Frankreich ist ja ein wärmeres Klima und die Essgewohnheiten sind dort auch ganz anders als hier. „Morgens gabs nur Cornflakes und Baguette aber mittags dafür fast immer fünf Gänge“, sagt Nele Ziesemer. Als erstes Salat oder Suppe und danach kam der Hauptgang. Anschließend folgte der Nachtisch. Aber es gab noch mehr: Käse, Baguette und Obst durften zum Mittagessen nicht fehlen“, sagt die Gymnasiastin aus Grimmen. Diese Mahlzeiten wurden immer frisch gekocht in der Schule. Abends das gleiche nochmal, aber erst spät zwischen 21 bis 22 Uhr, so dass man dann gesättigt ins Bett ging. Wer zwischendurch Hunger hat, isst Cornflakes oder Toast mit Nutella.

„In den Herbstferien war ich mit meiner Austauschschülerin Cèline in Paris, meine Gastfamilie wohnt ja in Le Chanét nahe Angoulême. Und so haben wir einen Ausflug in die Großstadt gemacht. Wir haben bei Celines Cousine eine Woche übernachtet und viele Sachen unternommen. „Ich war am Triumphbogen und am Eifelturm“, beschreibt Nele Ziesemer und sagt: „Vom Notre Damme konnten wir ganz Paris sehen.

Es war wunderschön. Außerdem haben wir eine Schiffsfahrt auf der Seine gemacht und waren in Disneyland. Das waren tolle Ferien in Paris“, erzählt sie lächelnd. „Wenn ich etwas aus Frankreich mitgebracht habe, dann ist es neues Selbstbewusstsein, weil ich viel selbstständiger geworden bin.“ Zudem ist sie deutlich besser in Französisch geworden. „Dort habe ich mich sehr gut eingelebt und mit meinen Freunden vergingen die letzten Woche wie Tage. Es war so traurig mich von ihnen zu verabschieden“, sagt sie.

„Ich möchte irgendwann auf jeden Fall wieder mal Frankreich besuchen.Doch es ist auch schön wieder in Deutschland bei meiner Familie und meinen Freunden zu sein“, gibt Nele zu.

Es wird so viel gegessen. Zum Mittag gab es täglich fünf Gänge.“Nele Ziesemer (14) vom Grimmener Gymnasium

 



Katharina Lüth

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