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Grimmen Grimmener retten siebenjähriges Kind
Vorpommern Grimmen Grimmener retten siebenjähriges Kind
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00:00 16.07.2013
Die Grimmener DLRG-Mitglieder kümmern sich zurzeit um die Sicherheit der Badegäste am Zingster Strand.
Grimmen

Als Rettungsschwimmerin Britta Kirschke der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft am Montagvormittag um 10.35 Uhr an den völlig unterspülten Buhnen des Ostseebades in Zingst ankommt, kämpft ein siebenjähriger Badegast hier gerade um sein Leben. „Der Junge war total erschöpft und klammerte sich mit letzter Kraft an eine Buhne“, erklärt Oliver Habel, Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Grimmen, zur Situation.

Lediglich dem schnellen Eingreifen der Lebensretter ist es zu verdanken, dass der Urlauber aus Hamburg diesen Tag „nur“ mit Schürfwunden, einer leichten Unterkühlung und mit einem gehörigen Schock in Erinnerung behalten wird.

Gegen 10.35 Uhr bemerkt eine Rettungsschwimmerin auf dem Nebenturm 10, dass sich ein Kind an den Buhnen in Seenot befindet. „Ich hatte das Kind bereits im Auge und ein ungutes Gefühl. Wenige Sekunden später musste ich eingreifen“, erklärt Britta Kirschke. Die junge Retterin geht sofort ins Wasser und kämpft sich gegen die starke Strömung zu dem Kind vor. Am Hauptturm geht nach der Alarmierung fast zeitgleich ein Motorrettungsboot sowie zwei Rettungsschwimmer mit Notfallausstattung ins Wasser.

Bereits 60 Sekunden später erreicht die Frau der DLRG das sieben Jahre alte Kind. Der Junge ist zu diesem Zeitpunkt zwar bei Bewusstsein, aber völlig erschöpft.

Die ausgebildete Retterin schleppt den Jungen aus dem Wasser. Wiederum eine Minute später treffen die weiteren Retter am Einsatzort ein. Rettungsassistenten übernehmen die Untersuchung des Jungen. Er hat sich an den Holzbuhnen, am ganzen Körper verteilt, mehrere Schnittwunden zugezogen. „Die Rettung hat super geklappt und das ganze Team hat in diesem Fall wirklich Schlimmeres verhindert“, ist Oliver Habel zufrieden.

Momentan besetzen 19 Rettungsschwimmer aus Grimmen die Türme im Ostseebad Zingst. Am gestrigen Montagmorgen hatten sich die Retter sehr frühzeitig dafür entschieden, die „Gelbe Fahne“ zu hissen.

Lautsprecherdurchsagen wiesen darauf hin, dass es ein Badeverbot für Nichtschwimmer und Kinder gibt. Im Falle des siebenjährigen Hamburgers wurden diese Wahnhinweise wohl ignoriert und die Situation vollkommen unterschätzt. „Die starke Strömung hat die Holzbuhnen unterspült. Die Eltern haben die Situation nicht richtig eingeschätzt und somit nicht wahrgenommen, dass ihr Junge hier zu ertrinken drohte“, erklärt Oliver Habel.

Aktive Ortsgruppe
Mehr als 120 Mitglieder hat die Ortsgruppe Grimmen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) gegenwärtig. Gegründet wurde sie im Jahr 1998, damals gab es zwölf Gründungsmitglieder.


Neben der Absicherung des Zingster Ostseebades sichert die Ortsgruppe die beiden Schwimmbäder in Kirch Baggendorf und Franzburg ab. Parallel laufen außerdem Erste-Hilfe-Kurse sowie die sanitätsdienstliche Überwachung dutzender Veranstaltungen.

Raik Mielke

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