Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Grimmener und Stralsunder Teams dank Mannschaftsgeist an der Ligaspitze
Vorpommern Grimmen Grimmener und Stralsunder Teams dank Mannschaftsgeist an der Ligaspitze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:33 29.11.2018
So eine Jubeltraube bildeten die Stralsunder Handballer in dieser Saison bereist zwölf Mal. Morgen soll in Spandau der Abschluss der Hinrunde ebenso zelebriert werden. Dann wäre die punktverlustfreie Halbserie perfekt. Quelle: FOTO: SÖren Carl
Stralsund/Grimmen

Zwei kleine Flecken beschmutzen die Bilanz der Kreisoberliga-Fußballer des Grimmener SV. Nach 13 Spielen stehen elf Siegen ein Unentschieden und eine Niederlage gegenüber. Dennoch thront der GSV II auf dem Sonnendeck der neunten Fußballliga, hat den Herbstmeistertitel schon vor zwei Wochen beim Aufsteiger in Binz klargemacht. Ärgster Konkurrent SV Kandelin ist der Verbandsliga-Reserve punktgleich auf den Fersen.

Allerdings haben die Grimmener das deutlich bessere Torverhältnis, haben 15 Tore mehr geschossen, fünf weniger kassiert als der SVK. Die Kandeliner sorgten übrigens für einen Fleck auf der GSV-Weste: In der Trebelstadt gewann der Tabellenzweite Ende August mit 2:0. Der andere Makel entstand Mitte Oktober gegen die BSG ScanHaus Marlow (2:2). Seitdem ballert sich der GSV von Sieg zu Sieg. Dass der GSV II auf einer Erfolgswelle durch die Hinrunde reitet, liegt auch am Torjäger vom Dienst Nico Wehlitz. Der 27-Jährige ist mit 19 Saisontore der beste Kreisoberliga-Schütze in MV – dabei hat er seit 203-Ligaminuten Ladehemmungen.

Herr Wehlitz, was ist das Erfolgsrezept der Grimmener Reserve?

Nico Wehlitz: Unser Teamgeist ist enorm ausgeprägt. Jeder haut sich für den Anderen rein. Das passt einfach zwischenmenschlich. So einen Zusammenhalt hatten wir seit Jahren nicht mehr. Zudem sind wir in diesem Jahr extrem auswärtsstark.

Welche Impulse konnte der neue Trainer Marcel Max setzen?

Er ist dicht am Team dran, wir kennen uns auch außerhalb des Platzes gut. Marcel bringt uns durch seine Erfahrung als Verbandsligaspieler viel bei. Zudem gehen wir in jedes Spiel, um es von Beginn an zu dominieren. Wir brauchen uns vor keiner Mannschaft der Liga verstecken!

Welche Schlüsselmomente hat Ihr Team in der Hinrunde durchlebt

Ich denke, schon das erste Spiel gegen Niepars (4:3, Anm. d. Red.) war richtungsweisend. Wir hatten 4:0 geführt, sind stehend K.O. und bringen es doch noch durch. Früher hätten wir solche Partien verloren. Dann waren die beiden Spiele, in denen wir neun Tore geschossen hatten (9:2 gegen 1860 Stralsund III und 9:0 gegen SV Gingst, Anm. d. Red.) wichtig für die Offensive.

Wie hat sich die Liga im Vergleich zur vergangenen Saison verändert?

Die vergangenen Saison haben wir gebraucht, um uns nach der Ligareform zu akklimatisieren. Wir sind ja quasi in die Liga reingerutscht. Jetzt wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wir den Staffelsieg mit Kandelin ausmachen. Wir hatten noch Sagard und Marlow auf dem Zettel.

Wie bewerten Sie Ihren Beitrag am derzeitigen Erfolg?

Mal die Tore beiseite geschoben, bin ich „nur“ der elfte Mann. Ich bin ja auch abhängig von den zehn, die hinter mir spielen. Ich versuche neben Kapitän Jano Block immer mehr Verantwortung zu übernehmen.

Handballer bauen auf stabile Defensive

Noch besser als der Grimmener SV II, der am Sonnabend gegen Niepars in die Rückrunde startet, ist eine Mannschaft durch den Herbst spaziert, die auf einem ganz anderen Gebiet kämpft. Im Gegensatz zum Amateurfußball im Grimmen, schickt sich der Stralsunder HV an, den semiprofessionellen Handball am Sund in neue Sphären zu heben. Die Truppe von Neu-Trainer Steffen Fischer kann beim Duell in Spandau (Sa, 19.30 Uhr) die perfekte Oberliga-Hinrunde eintüten. Die Männer des SHV haben sich bislang in der Fremde keine Blöße gegeben und zwischenzeitlich ihren Gegnern Handball-Lehrstunden erteilt. Spitzenteam haben sie regelmäßig mit über zehn Toren Vorsprung aus der heimischen Vogelsanghalle gefegt. Doch Geschäftsführer Markus Dau warnt vor verfrühten Drittligagefühlen.

Ihr steht vor einer perfekten Hinrunde, wer oder was kann euch jetzt noch stoppen?

Markus Dau: In der Hinrunde natürlich Spandau und wir selber. In der Rückrunde gibt es noch eine Menge möglicher Stolpersteine. Wir haben durch Spielverlegungen nur fünf Heimspiele und auswärts sind die Spiele bekanntermaßen immer schwerer zu gewinnen.

Was macht euer Siegergen in dieser Saison aus?

Wir spielen eine sehr gute Abwehr und haben zwei starke Torhüter dahinter – das ist unsere Grundlage. Ansonsten sind wir mannschaftlich eine geschlossene Truppe und verteilen die Last auf ganz viele Schultern. Dadurch sind wir schwer auszurechnen.

Was hat der Neu-Trainer Steffen Fischer zur Entwicklung des Teams beigetragen?

Ich glaube, dass er die Jungs auf jedes Spiel sehr gut vorbereitet und die Mannschaft versteht, was er will. Er das Spiel in der Offensive und in der Defensive in vielen Belangen noch einmal weiterentwickelt.

Ist die Oberliga Ostsee-Spree schwächer geworden, oder seid ihr einfach zu stark?

Das ist eine Mischung aus Beidem. Zum einen haben wir einen Schritt nach vorn gemacht. Zum Anderen ist es aber auch so, dass die Top-Mannschaften, außer Usedom, schon überraschend viele Punkte gelassen haben. Da haben wir bisher auch Glück gehabt. Aber wir haben mit Platz zwei auch in der letzten Saison nicht schlecht gespielt.

Wo sehen Sie Ihren Beitrag zur bisherigen Leistung der Mannschaft?

Ich glaube, dass ich dem neuen Trainer eine gute Mannschaft zusammengestellt habe. Und den Trainer habe ich auch verpflichtet, ich glaube, dass mir da ein wirklich guter Griff gelungen ist.

Niklas Kunkel und Horst Schreiber

Adventszeit ist Plätzchenzeit. Und wir suchen auch in diesem Jahr wieder die leckersten Kekse unserer Leser.

29.11.2018

Am Freitag soll die Straße im kleinen Wohngebiet am Grimmener Tierpark die Schwarzdecke erhalten.

29.11.2018

Aufgrund des Neubaus des Feuerwehrgebäudes ist in Brandshagen ein Stück Gehweg für mehrere Monate verschwunden.

29.11.2018