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Grimmen Grimmens Jäger erlegen 328 Stück Rot- und Damwild
Vorpommern Grimmen Grimmens Jäger erlegen 328 Stück Rot- und Damwild
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00:01 04.04.2016

Immer wieder brachten Weidgenossen am Freitagabend ihre Trophäen des am 31. März zu Ende gegangenen Jagdjahres ins Landkulturhaus Leyerhof. Denn dort fand einen Tag später die Jahresmitgliederversammlung der Hegegemeinschaft Rot-und Damwild Grimmen statt. Mit den Signalen „Begegnung“ und „Frisch auf zur Jagd“ der Jagdhornbläsergruppe des Hegeringes Bremerhagen wurde sie eröffnet.

Peter Latendorf gab zu den einzelnen Trophäen umfangreiche Informationen. Quelle: Walter Scholz

„Wir haben eine große Palette recht starker Trophäen, aber leider darunter auch viel Fallwild“, zog Peter Latendorf, Revierförster im Ruhestand und Vorsitzender der Hegegemeinschaft eine Bilanz.

Seit 1994 gibt es die Hegegemeinschaft. Entstanden war sie damals aus dem Altkreis Grimmen. Ihr Bereich geht heute von Brandshagen bis zum nördlichen Teil Greifswalds über 54 000 Hektar. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, des Jagdjahres“, betonte Latendorf. 232 Stück Rotwild wurden erlegt und damit 98 Prozent des Planes erfüllt. Bei Damwild waren es 96 Stück. Das sind 86 Prozent. Dabei sah es im November 2015 noch gar nicht so gut aus.

Latendorf betonte, dass die Entwicklung dahin geht, dass es auch in den nächsten Jahren starke Stücke geben wird. Südlich der Autobahn A 20 hätten die Bestände sogar zugenommen, betonte er. Nördlich der A 20 seien sie geringer geworden.

„Immer wieder betonen wir, dass Trophäen schon zu den Vorstandssitzungen abgegeben werden sollen, damit wir nicht erst am Vorabend unserer Versammlung eine Nachtschicht einlegen müssen, um sie zu bewerten“, kritisierte Latendorf. Es waren aber wiederum auch nicht alle Trophäen auf der Versammlung vorgestellt. Zu jeder machte der Chef seine Bemerkungen . „Es ist sehr bedauerlich, dass es sowohl beim Rot- als auch beim Damwild wiederum zehn Prozent Fallwild gibt“, sagte Latendorf. Ursachen dafür seien immer wieder Verkehrsunfälle, bei denen Wild ums Leben kommt, aber auch Kämpfe, bei denen Hirsche mit anderen forkeln. Sehr bedauerlich sei es, wenn es sich dabei um besonders starke Tiere handelt.

Im Bereich Horst, Jeeser und Kirchdorf gibt es sehr viel Damwild, meinte Latendorf. Hier seien es oft Züge auf der Bahnstrecke Greifswald-Stralsund, mit denen die Tiere zusammen stoßen.

„Die Hege und Pflege unseres Wildes und der Natur ist und bleibt unser höchstes Gut“, betonte der Vorsitzende .

Mit einer Goldmedaille wurde ein ungerader 22-Ender des Weidgenossen Knosp im Revier Grammendorf gewürdigt. Immerhin erreichte die Trophäe in der Bewertung eine Punktzahl von 232,74.. „Wir haben den Hirsch über einen längeren Zeitraum beobachtet. Es sei immer wieder ein Erlebnis, solch ein Tier zu sehen. Ich habe ihn des öfteren fotografiert", erzählte Bodo Frommholz begeistert. Er hatte Volker Knops bei der Jagd begleitet.

Mit einer weiteren Goldmedaille und 216,48 Punkten wurde ein Fundhirsch aus dem Revier Abtshagen bewertet. Silbermedaillen gab es für Hirsche der Weidgenossen Köpke (199,31 Punkte/Revier Klevenow), einen Fundhirsch (189,45 Punkte/Revier Borgstedt), sowie Hirsche der Weidgenossen Schröder (200,35/Revier Poggendorf), Dose (190,99/Revier Langenfelde), Loeper (193,99) und Stöver (195,43/beide Revier Rodde).

Sowohl Sonnabend als auch gestern schauten sich viele Bürger im Landkulturhaus die ausgestellten Trophäen an. Walter Scholz

OZ

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