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Grimmen Große Pläne für den Fangelturm
Vorpommern Grimmen Große Pläne für den Fangelturm
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12:54 06.10.2018
Alexander von Pachelbel und Sohn Bernd vor dem Fangelturm in Nehringen. Quelle: Raik Mielke
Nehringen

Mühselig, aber zugleich voller Energie steigt Alexander von Pachelbel den grasbewachsenen Hügel zum Nehringer Fangelturm hinauf. Er ist glücklich, denn jetzt geht es richtig los mit der Sanierung des Nehringer Wahrzeichens. „Die ersten Sicherungsmaßnahmen am Turm, dessen Mauerkrone gefährlich bröckelte, sind abgeschlossen“, sagt Pachelbel, der sich für den Erhalt und die Sanierung des Fangelturms einsetzt.

Krone wurde erfolgreich gesichert

Ein Rückblick: Vor einigen Tagen rollt ein großer Kran der Grimmener Firma „Kran Lange“ in Nehringen an. „Es war ein ziemlich großes Vorhaben. Wir mussten mittels einer Gondel an jeden Zentimeter des historischen Bauwerks gelangen“, erklärt Alexander von Pachelbel. Mit wir meint der Nehringer Senior, dessen Vorfahren 1780 die Gutsanlage in Nehringen errichtet haben, Experten aus den unterschiedlichen Bereichen. „Wir hatten Fachkundige aus den Bereichen des Naturschutzes, der Bauhistorie und Bausachkundige für den Burgenbau im Mittelalter vor Ort“, sagt er. Diese nahmen acht Tage lang im wahrsten Sinne des Wortes jeden Zentimeter unter die Lupe. Denn Alexander von Pachelbel hat Großes vor mit dem Anfang des 14. Jahrhunderts errichteten Bauwerk. „Uns wurde bestätigt, dass dies der einzig verbliebene Turm seiner Art in der ganzen Region ist. Darum hat er für die Geschichte unserer Region einen großen Stellenwert“, erklärt er.

Aussichtsplattform für Besucher

Der Plan sieht vor, dass der Nehringer Fangelturm saniert, für Besucher komplett begehbar und mit einer Aussichtsplattform ausgestattet wird“, erklärt der Nehringer. Doch dies ist kein Projekt, welches schnell umzusetzen ist. „Dessen sind wir uns bewusst“, sagt Alexander von Pachelbel und freut sich umso mehr, dass die Grundvoraussetzungen nun geschaffen werden konnten. „Es ging in diesem ersten Schritt darum, die Krone zu sichern. Diese war stark bewachsen und beinahe bei jedem Sturm kamen Steine runter. Jetzt wurden die losen Steine gesichert und die Krone so abgedeckt, dass sie vor der Witterung geschützt ist“, beschreibt er ausführlich. Zudem kartierten die Sachverständigen der einzelnen Arbeitsbereiche alles, was sie vorfanden. „Es gilt, von dem Turm zu lernen und Fakten zu sammeln, die dann später sehr wichtig sein werden, um Förderanträge zu stellen und zu rechtfertigen“, sagt Alexander von Pachelbel. So ging es auch darum, zu erfahren, welche Tierarten inzwischen im Mauerwerk beheimatet sind. In den nächsten Wochen erwartet der engagierte Nehringer nun einen ausführlichen Abschlussbericht. „Mit diesem können wir dann 2019 so richtig loslegen. Der Bericht wird darlegen, wie wertvoll der Fangelturm aus den unterschiedlichsten Gesichtspunkten ist und welch großen Wert seine Erhaltung und die Sanierung haben“, so Pachelbel weiter.

Raik Mielke

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