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Grimmen Großes Wiedersehen nach 27 Jahren
Vorpommern Grimmen Großes Wiedersehen nach 27 Jahren
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00:00 17.07.2017
1991 wurde die Konsum Großbäckerei in Grimmen geschlossen. Jetzt gab es ein großes Wiedersehen ehemaliger Mitarbeiter. Quelle: Foto: Anja Krüger

Mit über 200 Mitarbeitern war die Konsum-Großbäckerei am Kaschower Damm einst einer der größten Betriebe in Grimmen. Im Frühjahr 1991 wurde sie geschlossen. Jetzt gab es das erste Wiedersehen einstiger Mitarbeiter. 80 Frauen und Männer fanden sich im großen Festzelt an der Waldschenke ein, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und natürlich zusammen zu feiern.

„Bei uns im Betrieb war der Zusammenhalt schon immer groß“, erzählt Rosemarie Ristau, eine der Organisatoren. Deshalb freute sich sich auch, dass sich so viele ihrer damaligen Kollegen eingefunden hatten, auch aus der Lüneburger Heide oder Spreewald-Nähe angereist waren.

Vor einem Jahr erst sei bei einer gemeinsamen Kaffeerunde im kleinen Kreis, die Idee von einem großen Wiedersehen geboren. Und da brauchte es nicht einmal großer Aufrufe oder Suchaktionen. „Die Meisten, die heute hier sind, haben durch Mundpropaganda von diesem Treffen erfahren“, erzählt die heute 64-Jährige, die 1967 als Lehrling in dem Betrieb anfing und später selbst junge Leute ausbildete. Schön finde sie es, dass aus allen der einstigen Abteilungen Mitarbeiter gekommen seien – der Techniker, der Konditorei, der Bäckerei, dem Versand bis hin zur Chefetage.

Letzter Leiter des Betriebes war Paul Hückstädt. „Der Hausmeister, der Heizer und ich waren die letzten Mitarbeiter“, erzählt der 73-Jährige. Bis zum Jahresende 1991. Seine letzte Amtshandlung?

„Alles abschließen“, antwortet er. Die letzten Monate sei es seine Aufgabe gewesen, alles abzuwickeln, beispielsweise die damals hochmodernen Maschinen zu verkaufen. „An erster Stelle gingen sie an den örtlichen Handel“, erzählt Hückstädt. Er sei dann zurück in die Branche gegangen, in der er gelernt hat, der Automobilbranche und gründete später das Autohaus Hückstädt, dessen Geschäfte er heute gemeinsam mit seinem Sohn Ulf führt. Und so haben viele der einstigen Mitarbeiter sich neu orientiert, sich in den verschiedensten Bereichen selbstständig gemacht oder Arbeit gefunden. „Aber manch einem hat die Schließung der Großbäckerei und damit den Verlust des Jobs damals auch erstmal den Boden unter den Füßen weggerissen“, erzählt Hückstädt. An diesem Abend aber war das fast nebensächlich

Anja Krüger

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