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Gründung im Ersten Weltkrieg

Greifswald Gründung im Ersten Weltkrieg

Pommersche Künstlerbund entstand in Stettin als Ausstellungs- und Verkaufsvereinigung

Greifswald. Die Wiege des Pommerschen Künstlerbundes stand in Stettin. 1913 wurde an der Hakenterrasse der Odermetropole der Neubau des Museums eröfnet. Hier fanden regelmäßig Ausstellungen statt, schreibt der Kunstgeschichtsprofessor Bernfried Lichtnau in der Festschrift. Der Pommersche Künstlerbund entstand am 26. August 1916. Vorsitzender wurde der populäre Bildhauer Ludwig Manzel. Die 14 Mitglieder verstanden sich als Ausstellungs- und Verkaufsvereinigung und wollten jährlich mindestens eine Ausstellung ihrer Mitglieder durchführen. Es war im Kern ein berufsständischer Verein bildendender Künstler, so Lichtnau. Bedingung für die Mitgliedschaft war ein länger währendes Wirken in oder die Herkunft aus der Provinz Pommern. Laut Lichtnau kamen die meisten Mitglieder aus dem Großraum Stettin. Sehr viele waren Gymnasiallehrer oder an der Stettinger Kunstgewerbeschule tätig. Hinterpommern und Neuvorpommern, also auch Rügen, Greifswald und Stralsund, seien relativ schwach vertreten gewesen. Allerdings nennt Lichtnau ausdrücklich die Hiddensee-Malerin Elisabeth Büchsel und die Demminerin Ilse Heyden-Linden als wichtige Künstlerinnen. Der in Tribsees geborene „pommersche Altmeister der atmosphärisch lebendigen Pleinair-Malerei, Louis Douzette (1834-1924)“ sei bis zu seinem Tode aktives Mitglied gewesen.

Weitere Vereinigungen entstanden. Als unmittelbarer Konkurrent wurde 1922 die Ausstellungsvereinigung Pommerscher Künstler gegründet. Wie Lichtnau schreibt, war diese sehr aktiv. Bis 1944 kam sie auf 38, der Pommersche Künsterbund auf 37 Ausstellungen. Als außerordentlich innovative, der zeitgenössischen Moderne verpflichtete Einrichtung überwiegend jüngerer Künstler nennt Lichtnau die 1930 gegründete Vereinigung „das neue pommern“, die sich auf Druck der Nationalsozialisten 1933 selbst auflösen musste.

Der Pommersche Künstlerbund bestand in der NS-Zeit weiter. 1943 erreichte er mit 112 die größte Mitgliederzahl seiner Geschichte. Traditionsgebundene künstlerische Strömungen konnten nach 1933 unbehelligt weiter existieren, schätzt Lichtnau ein.

1944 beendete das Museum seine Ausstellungstätigkeit. Im März/April 1945 stellte auch der Künstlerbund seine Tätigkeit ein. Aufgelöst wurde er nicht. Die weitere Geschichte beleuchtet die OZ in einem späteren Beitrag. eob

OZ

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