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Grundschule Süderholz platzt aus den Nähten

Kandelin Grundschule Süderholz platzt aus den Nähten

Leiterin Sigrid Drescher appelliert an die Gemeindevertreter

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Gedrängel in der Pause an der Garderobe: Zum Unterrichtsschluss geht dann fast nichts mehr, weil dann auch noch die Mappen auf den Fluren deponiert werden müssen.

Quelle: Anja Krüger

Kandelin. Jede Menge Gedrängel gibt es, wenn es an der Süderholzer Grundschule zur Hofpause klingelt. Jede freie Minute möchten die knapp 120 Mädchen und Jungen gern an der frischen Luft verbringen. Doch erstmal müssen Schuhe gewechselt und Jacke angezogen werden. Und da fängt das Platzproblem der kleinen Süderholzer Schule an. Schlimmer noch ist es zum Unterrichtsende, denn dann müssen auch noch auf den eh schon zu engen Fluren die Schultaschen einen Platz finden – nicht erlaubt, aber nicht anders machbar.

Uns fehlen definitiv zwei Klassenräume.“Sigrid Drescher, Leiterin Grundschule Süderholz

Die Platznot der Grundschule Süderholz beschäftigt Schulleiterin Sigrid Drescher, Lehrer und seit Juli auch verschiedene Ausschüsse der Süderholzer Gemeinde – jüngst den Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Soziales (JSK).

Acht Klassenräume hat das Schulgebäude, zwei weitere – ein Werkenraum und ein Musikraum – befinden sich im Nebengebäude und werden auch vom Familiensozialprojekt-Hort genutzt. Ein Klassenraum im Hauptgebäude wird als Computerkabinett genutzt, ein weiterer als Lehrerzimmer. Eine kleine Bibliothek und ein Materiallager, damit ist das Platzangebot ausgeschöpft. „Noch sind wir nicht in allen Klassenstufen zweizügig, aber spätestens im Schuljahr 2018/2019 wird es so sein. Das steht anhand der Geburtenzahlen fest“, blickt die Schulleiterin voraus. Anfang Juli machte sie zunächst dem Bauausschuss dies deutlich, forderte die Mitglieder und den anwesenden Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) und Bauamtsleiter Siegmund Kunath auf, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, bevor das Problem noch größer ist als jetzt (die OZ berichtete).

Eine Lösung haben alle Beteiligten noch nicht, das wurde auf der jüngsten JSK-Ausschusssitzung deutlich. Seitens der Schule wurde sich Gedanken gemacht, welche Platzsparmöglichkeiten vorhanden sind.

Unterschiedliche Lösungsansätze haben sich Leitung und Kollegium genauer angeschaut, wie zum Beispiel das erst vor zwei Jahren neu ausgestattete und vernetzte Computerkabinett beispielsweise gegen mobile Laptop-Wagen einzutauschen. Auch das prall gefüllte Materiallager auszuräumen und als Unterrichtsraum zu nutzen, wurde wieder verworfen. Denn dann wäre die Frage, wohin mit den Materialien, beziehungsweise, den ersten Gedanken betreffend, mit den Laptop-Wagen? Dafür gab es zwar kurzzeitig eine Idee, nämlich diese auf den Fluren in Schränken zu deponieren, aber das gehe aus brand- und sicherheitstechnischen Gründen nicht. Damit reifte immer mehr der Wunsch der Schulmitarbeiter nach zusätzlichen Räumen, geschaffen beispielsweise durch eine sogenannte Containerbauweise.

Die JSK-Ausschussvorsitzende Maike Lass versprach schließlich bei der kommenden Gemeindevertretersitzung anzuregen, dass die Mitglieder den Beschluss fassen, die Verwaltung damit zu beauftragen, diesem Wunsch entsprechend eine Kostenaufstellung zu erarbeiten. „Aber zunächst müssen wir ein Konzept haben“, wand Siegmund Kunath ein. Das bedeutet, dass die Verwaltung wissen müsse, welche Art von Räumen sich die Schule wünsche. Denn unterschiedliche Anforderungen würden zum Beispiel an einen Klassenraum als an einen Lagerraum gestellt werden.

Darauf hatte Sigrid Drescher eine Antwort parat. „Zwei Klassenräume, einen größeren und einen kleineren – damit wäre uns schon geholfen“, meinte sie und hofft nun, für Schüler und Kollegen, dass in Sachen Platzproblem eine Lösung gefunden wird.

Gemeindevertretersitzung Süderholz: heute, 19 Uhr, Gemeindeverwaltung in Poggendorf

Anja Krüger

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