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Gymnasiasten reisen in die Schreckenszeit

Grimmen Gymnasiasten reisen in die Schreckenszeit

60 Schülerinnen und Schüler fahren in das Konzentrationslager nach Auschwitz

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OZ-Reporter Raik Mielke im Gespräch mit Paul Aust, Madeleine Becker, Katharina Lüth und Lisa Martens (v.l.n.r.)

Quelle: Susanne Fandrich

Grimmen. Unter dem Motto „Für die Zukunft zurück in die Vergangenheit“ reisen in der kommenden Woche 60 Gymnasiasten für ein einwöchiges Seminar nach Auschwitz. „Wir haben in diesem Jahr viel über den Zweiten Weltkrieg und damit verbunden auch die furchtbare Geschichte der Konzentrationslager erfahren“, erklärte Schülerin Lisa Martens. Fünf Tage lang haben die Gymnasiasten nun Gelegenheit, diesen historischen Ort aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden und sich intensiv mit dem Schreckenskapitel der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen.

„Wir haben uns auf die Reise vorbereitet, aber wissen dennoch nicht, wie es wird“, betonte Madeleine Becker und beschrieb: „Ich glaube, man weiß vorher einfach nicht, wie dieser besondere Ort auf uns wirken wird. Wir sind uns aber einig, dass es für uns so oder so eine sehr wertvolle Reise sein wird.“

Vor Ort werden die Grimmener Schüler an zahlreichen Workshops teilnehmen. So geht es unter anderem um den Slogan „Arbeit macht frei“, die Belegschaft des Konzentrationslagers, die jüdischen Opfer und die SS-Täterinnen und Täter. „Es wird auch Reflexionen geben, so dass die Schüler sich sofort über das Erlebte austauschen können“, erklärt Schulsozialarbeiterin Susanne Fandrich, welche die Projektwoche begleitet. Diese sehr kostenintensive Workshops werden den Grimmener Schülern zu einem sehr geringen Preis ermöglicht. „Dadurch, dass die Fahrt sowohl durch die Bethe-Stiftung, als auch durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur intensiv gefördert wird, bezahlen unsere Schüler nur 60 Euro“, erklärt Lehrer Jürgen Klebowski und hofft, dass diese Reise zu einer Tradition wird „Es ist der erste Jahrgang, der an diesem Projekt teilnimmt. Wir erhoffen uns sehr viel davon und würden es dann auch gerne weiterführen“, betont der Gymnasiallehrer.

„Ich glaube es wird eine Reise mit vielen Emotionen. Aber es ist wichtig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um annähernd zu verstehen, was da abgelaufen ist“, brachte es Schüler Paul Aust auf den Punkt.

Besonders gespannt sind die 60 Gymnasiasten auch auf den Ausflug zur Emaillefabrik von Oskar Schindler nach Krakau und die Treffen mit anderen Gruppen.

rm

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