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Grimmen Gymnasium bietet vielseitigen Schulalltag
Vorpommern Grimmen Gymnasium bietet vielseitigen Schulalltag
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11:10 02.02.2018
OZ-Mitarbeiter Raik Mielke gibt im Rahmen der Ganztagsschule einen Foto-Kurs. Teilnehmer sind Tim Neuhaus (liegend), Paula Fleischmann und Fabian Riedel. Quelle: Foto: Anja Krüger
Grimmen

„Das Besondere des Gymnasiums liegt darin, nicht vordergründig das Besondere anzustreben, denn das Besondere kann manchmal Vielfalt verdrängen“, sagt Norbert Kasch, Schulleiter des Grimmener Gymnasiums. In einem Gymnasium im Flächenland Vorpommern-Rügen ist Vielfalt der Schlüssel dazu, das Lernen und Leben für Jugendliche anspruchsvoll und interessant zu gestalten und den Faktor „größere Stadt“ mit all ihren Möglichkeiten etwas auszugleichen. Am Gymnasium erfreuen sich die Schüler an einer breit gefächerten Auswahl an Fremdsprachen und Naturwissenschaften.

Förderangebote und Arbeitsgemeinschaften – neben dem Unterricht ist immer etwas los

Der Schulnavigator

Jede Woche stellen wir eine weiterführende Schule aus dem Altkreis Grimmen und Alternativen aus Stralsund und Greifswald vor.

Vorgestellt haben wir bereits unter anderem die Regionalschule „Robert Koch“ in Grimmen und die Regionalschule in Reinberg.

Modernes Haus mit viel Platz

Seit Februar 1995 lernen alle Klassen des Grimmener Gymnasiums – derzeit sind es 18 – in dem Komplex mit modernen Fachräumen und einer Schulbibliothek im Anemonenweg in Grimmen. Ein großer Schulhof mit Grünfläche bietet Gelegenheit zum Durchatmen in den Pausen. Eine Drei-Felder-Sporthalle und ein Außensportplatz mit Tartanbahn gehören ebenso dazu.

Neben dem Pflichtfach Englisch werden ab Klasse 7 Französisch, Latein, Russisch und Spanisch als zweite Fremdsprache angeboten, sowie Schwedisch im Wahlpflichtunterricht. Die Einrichtung eines zusätzlichen siebten Hauptfaches in der Oberstufe, wahlweise Informatik oder eine dritte Naturwissenschaft, ermöglicht auch auf diesem Gebiet eine gute Auswahl als Basis für ein späteres Studium.

Klassenmusizieren und andere interessante Wahlpflichtkurse, vielfältige Projekte und Wettbewerbe bereichern das Schulleben, ebenso die Skifahrt der Klasse 9, Studienfahrten in Klasse 12 oder die alle zwei Jahre stattfindende Sprachreise nach England. Ein besonderes Projekt am Ende eines jeden Schuljahres ist die Bildhauerwoche in Hohenwieden, wo Gymnasiasten gemeinsam mit Bewohnern der SOS-Dorfgemeinschaft, Künstlern und Lehrern wunderbare Skulpturen erschaffen. Im Schulwettbewerb um die aktivste Klasse, ins Leben gerufen durch die Arbeitsgruppe „Gesunde Schule“, können Schüler einen zusätzlichen Wandertag gewinnen, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Carla Alff.

Seit Schuljahresbeginn ist die Bildungseinrichtung eine gebundene Ganztagsschule und bietet damit auch außerhalb des Unterrichtes reichlich Abwechslung im Schulalltag. Ein Angebot ist die Foto-Arbeitsgemeinschaft. Raik Mielke, Mitarbeiter der OSTSEE-ZEITUNG, geht jeden Mittwoch auf Motivsuche mit Schülern und bringt ihnen das Einmaleins des Fotografierens bei. Und weil auch die Perspektive stimmen muss, fängt Tim Neuhaus (14) auf dem Bauch liegend die Motive ein. Der junge Mann aus Groß Behnkenhagen ist seit 2016 am Grimmener Gymnasium. „Der Schultag ist ziemlich lang.

Interessante Angebote stehen aber reichlich zur Auswahl“, erzählt er. So können die Schüler sportliche Angebote wahrnehmen oder sie sprechen plattdeutsch, lernen trommeln, arbeiten in der Lernküche oder beschäftigen sich mit Senioren im Kursana-Domizil. „Das Lernen macht hier mehr Spaß“, wirft die 13-jährige Paula Fleischmann ein. Die Grimmenerin findet die Lehrer toll. „Der Unterricht ist mit den meisten locker“, sagt sie. Den Übergang von der Regionalschule zum Gymnasium habe sie sich schwieriger vorgestellt. Dem stimmt Fabian Riedel (13) zu. Er finde es toll, dass Handys nicht grundsätzlich verboten sind an der Schule. „Teilweise arbeiten wir sogar im Unterricht damit“, erzählt er. Und noch ein ganz großes Plus habe das Grimmener Gymnasium. „Hier kann ich selbst entscheiden, ob ich in der Pause auf den Hof gehe. Insgesamt ist das Schulleben hier viel selbstbestimmter“, sagt Fabian Riedel.

Den Schulleiter freut diese Einschätzung, zielen er und seine Kollegium doch genau darauf ab. „Die Endlösung in Sachen Ganztagsschule ist der derzeitige Stand aber noch nicht“, sagt er. Ganz viele Ideen gebe es. „Jedes Jahr wird eine Teilevaluation erstellt“, berichtet Kasch. Eigens für die Ganztagsschule wurde eine Steuergruppe gebildet, die sich mit dem auferlegten Vier-Jahres-Plan beschäftigt. Denn Ziel sei „die Verzahnung der Angebote mit dem allgemeinen Unterricht“, berichtet Kasch. In einigen Fällen sei dies schon gelungen.

Leicht sei es nicht gewesen, das Konzept „Ganztagsschule“ umzusetzen, berichten Carla Alff und Norbert Kasch, da circa 70 Prozent der derzeitigen 405 Schüler von außerhalb mit dem Bus zur Schule kommen. „Der Verkehrsgesellschaft VR, besonders Ingo Kube als Koordinator, ist es zu verdanken, dass der Busfahrplan so gestaltet wurde, dass die Schüler nach dem Unterricht nicht noch ewig warten müssen, bis sie nach Hause fahren können“, sagt der Schulleiter.

Welche Türen den Gymnasiasten mit dem Abitur offen stehen, erfahren sie unter anderem im Fach Studienorientierung, in den Betriebspraktika in Klasse 10 und 11 und bei der einmal im Jahr stattfindenden Hochschulmesse. „Einmal im Monat ist zudem ein Mitarbeiter des Berufsinformationszentrums Stralsund in unserem Haus und bietet individuelle Sprechstunden an“, berichtet Carla Alf. „Die Motivation der Jugendlichen, einen hohen Bildungsabschluss wie das Abitur zu erlangen, ist auch in unserem Umfeld wieder größer geworden. Damit ist oft die Hoffnung verbunden, sich gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches und zufriedenes Berufsleben zu verschaffen“, weiß Norbert Kasch.

Schulsozialarbeit ist Bereicherung

Seit mehr als zehn Jahren hat sich die Schulsozialarbeit im Gymnasium etabliert. Die 36-jährige Susanne Fandrich vom Trägerverein Lebensräume Zarrendorf berät und betreut seit über drei Jahren die Schüler, aber auch Eltern und Lehrer. Neben Einzelgesprächen wirkt sie aktiv im Ganztagsgeschehen mit, bietet Präventionsunterricht an, geht in die Klassenleiterstunden und organisiert Projekte.

Gebundene Ganztagsschule

Ob Sport, Kreatives, fachliches Lernen oder gar Angebote von externen Partnern – am Gymnasium ist es gelungen, den Schülern ein breit gefächertes Programm in der Schule anbieten zu können. „Wichtig ist uns aber auch die Verzahnung der Angebote mit dem allgemeinen Unterricht“, sagt Schulleiter Norbert Kasch. In einigen Fällen sei dies schon gelungen.

Geballte Fachkompetenz

In allen Klassenstufen konnte immer fachgerecht unterrichtet werden, berichtet Schulleiter Norbert Kasch. „Es soll nicht überheblich klingen, aber wir setzen auf Fachkompetenz“, sagt er. 39 Lehrer und vier Referendare unterrichten derzeit am Gymnasium. Sein Kollegium sei sehr bestrebt, sich stets fortzubilden, denn „der Lehrer von heute ist nicht der Lehrer von einst.“

Wahl-Essen wird geliefert

Die Mittagsversorgung erfolgt durch den Internationalen Bund aus Stralsund. Eine Alternative zu den beiden warmen Gerichten ist immer ein Salat. Circa 120 Schüler nehmen das Angebot wahr. Es ist geplant, die Küche in der Mensa mit modernen Dampfgarern auszustatten, so dass das Essen auch vor Ort zubereitet werden kann. Seit November 2016 ist der Kiosk wieder in Betrieb.

OZ

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