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Hafen Ladebow: Ausbaggerung ist fast sicher

Greifswald Hafen Ladebow: Ausbaggerung ist fast sicher

Wirtschaftlichkeitsberechnung vor Abschluss / Wenig freie Flächen im Gewerbegebiet

Greifswald. Die versandete Zufahrt zum Hafen Ladebow wird wahrscheinlich im Herbst ausgebaggert. „Unsere Prüfung der Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahme steht vor dem Abschluss“, informierte Wolf Laule vom Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund am Mittwochabend in Ladebow. Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) hatte Behörden- und Firmenvertreter sowie Abgeordnete in den Hafen eingeladen. Laule bezifferte die Wahrscheinlichkeit der Baggerung auf 95 Prozent.

Im September 2015 wurde der zulässige Tiefgang von 5,70 Meter auf fünf Meter herabgesetzt. Für den Pächter seit 2012, die Hafen- und Lagergesellschaft Greifswald (HLG), und ansässige Firmen ist das ein herber Rückschlag bei ihren Bemühungen, den Hafen zu beleben. Ihre Kosten steigen, weil nur noch kleinere Schiffe Ladebow anlaufen können. Ian Petri von der Firma Weserpetrol berichtete, dass 2015 weniger als 60000 Tonnen Heizöl und Diesel angelandet wurden. In guten Jahren waren es 120000 t. Kunden wanderten ab. Weserpetrol betreibt in Ladebow ein Tanklager.

Die Kosten für den Bund, um den Tiefgang wieder auf die 2006 bei der letzten Baggerung erreichten 6,30 Meter zu erhöhen, bezifferte Laule auf 2,7 Millionen Euro. Allerdings werde der Bund nur aktiv, wenn die Stadt das auch versandete Hafenbecken ausbaggert, sagte er. Bausenator Jörg Hochheim (CDU) nannte dafür aktuell Kosten von 600000 Euro brutto. Das Geld müsste die Bürgerschaft bewilligen. Hochheim kann sich vorstellen, dass die große Summe auf 2016 und 2017 aufgeteilt wird. Nach Auskunft von Laule müsste eine Ausbaggerung der Fahrrinne alle fünf bis zehn Jahre erfolgen.

Die HLG-Geschäftsführer Michael Ott (Rostocker Zementumschlag GmbH) und Dirk Ungerland (Beiselen/Agrarhändler) sagten, dass es Pläne für eine Erweiterung der 2015 von Beiselen für zwei Millionen Euro gebauten Düngerhalle gebe. Auch eine Mischanlage für die Herstellung von Dünger sei vorstellbar. „Damit würden hier Arbeitsplätze entstehen“, sagte Ungerland. 2015/16 habe man mit zwei Zügen ausprobiert, inwieweit der Ladebower Bahnanschluss nutzbar sei. Eine Ausbaggerung sei Voraussetzung für alle Investitionen. Im 2014 von der Bürgerschaft beschlossenen B-Plan des Gewerbehafens sind übrigens nur noch wenige Grundstücke frei. Das Areal hinter der Kaikante gehört Beiselen. „Die Stadt hat hier keine Flächen“, so Wirtschaftsförderer Fabian Feldt. Nicht durch Firmen belegte Areale gehören dem Bund, mit dem man zusammenarbeite. „Eine größere Fläche ist noch frei“, so Peter Spitzer von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Ein Grundstück kaufte bereits die Wiecker Segelmacherei Radtke.

Von Eckhard Oberdörfer

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