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Grimmen Hahn: Schulzentrum ist einzige Chance
Vorpommern Grimmen Hahn: Schulzentrum ist einzige Chance
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00:00 06.03.2013
Ein Schulzentrum bietet auch für Grundschüler einen qualitativ besseren Unterricht.“Sabine Wennrich, Ausschussvorsitzende für Kultur, Sport und Vereinsarbeit in der Gemeinde Sundhagen
Brandshagen

70 interessierte Einwohner Sundhagens kamen Montagabend zur Informationsveranstaltung in die Brandshagener Turnhalle, zu der der Bürgermeister eingeladen hatte. Thema: Bau eines Schulzentrums in der Gemeinde Sundhagen. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatten sich die Gemeindevertreter einstimmig auf eine Variante für einen zentralen Standort in Miltzow festgelegt. Die Gründe dafür wollte Hajo Hahn in Begleitung von vier Gemeindevertretern den Bürgern erläutern. Vor allem in Brandshagen hatten sich Eltern gegen die damit verbundene Schließung der Grundschule im Ort ausgesprochen und stark gemacht (die OZ berichtete).

„Dank der Ministerien in Schwerin bietet sich uns als verschuldeter Gemeinde eine einmalige Chance. Es gibt erste Signale, dass sie dieses Zentrum finanzieren“, erläuterte Hajo Hahn. „Wir beobachten seit Jahren, dass wir keine der Schulen mehr füllen können“, sagte Hajo Hahn. Viele Eltern würden ihre Kinder in Schulen nach Stralsund und Greifswald geben, weil sie diese als qualitativ besser ansehen. „Wir müssen mit unseren Schulen wieder konkurrenzfähig werden“, so Hahn. „Technisch gesehen, haben unsere Schulen das Niveau von kurz nach der Wende“, erläuterte Sabine Wennrich (58). Sie ist Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport und Vereinsarbeit in Sundhagen und arbeitete selbst über 30 Jahre als Lehrerin an den Schulen der Gemeinde. „Ich selbst hänge an der Brandshagener Schule“, sagt sie. Jedoch würden sich mit einem neuen Schulzentrum mit den Klassenstufen 1 bis 10 viele Möglichkeiten für die Kinder und Lehrer bieten. Hervorzuheben seien neben der neuesten technischen Ausstattung auch die fachlichen Kompetenzen der Lehrer, von denen auch die Grundschüler profitieren würden. Nicht zu unterschätzen sei die bessere Verkehrsanbindung durch die Bahn. Lehrer und Schüler könnten damit relativ unaufwändig Bildungsangebote in Stralsund und Greifswald nutzen. Auch soziale Aspekte, die für ein Schulzentrum sprechen, erläuterte Sabine Wennrich. „Keine der bestehenden Schulen bietet zum Beispiel die Möglichkeit, behinderte Kinder zu integrieren“, informierte Sabine Wennrich. Des Weiteren könne man bei einer größeren Schülerzahl auch einen Schulsozialarbeiter beschäftigen. Und noch einen wichtigen Grund zählte Sabine Wennrich auf: „Ein Gutachten sagt aus, dass unsere Schulen nicht mehr den heute erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen.“

Bei den genannten Defiziten kam bei den Zuhörern die Frage auf: Würde Schwerin nicht auch die Sanierung der bestehenden Schulen finanziell unterstützen? Das verneinte der Bürgermeister und zitierte aus einem Schreiben aus Schwerin: „Sollte die Wahl auf alle drei Standorte fallen, bitte ich um Mitteilung, welcher Standort geschlossen werden soll.“ Die Gemeinde selbst könne sich keine drei Schulen mehr leisten, informierte Helmut Krüger, Vorsitzender des Finanzausschusses der Gemeinde. „Der Gesamtsanierungsbedarf für diese liegt nach einer Hochrechnung bei circa neun Millionen. Die Gemeinde hat null“, machte er deutlich.

Christian Liesener (31) aus Brandshagen äußerte seine Bedenken in Bezug auf die Schülerbeförderung: „Wäre es nicht kostspieliger, alle Schüler nach Miltzow zu fahren?“ Außerdem seien dann ja wesentlich mehr Busse unterwegs. Wer achte darauf, dass auch die Jüngsten den richtigen nehmen? „59 Prozent der Schüler in Brandshagen kommen bereits jetzt mit dem Schulbus“, sagte Hajo Hahn. „Auch ein Grund, warum diese Schule überhaupt noch besteht.“ Nach Aussage des Landkreises würde die Beförderung zum neuen Schulzentrum günstiger werden.

Anja Bruder

„Inselkünstlerinnen an Land“ ist der Titel einer Ausstellung, die am 7. März um 17 Uhr im Heimatmuseum Grimmen eröffnet wird. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, sechs Künstlerinnen der Insel Rügen für eine Exposition auf dem Festland zu gewinnen“, sagt Katrin Köppen, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Vorpommern-Rügen.

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