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Grimmen Halbe Sachen gibt es bei Anna Rindler nicht
Vorpommern Grimmen Halbe Sachen gibt es bei Anna Rindler nicht
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00:00 19.07.2013
Die meiste Zeit der Ferien verbringt Anna Rindler bei der Ernte auf dem Traktor. Auch Bruder Jan hilft in dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb. Quelle: Anja Bruder
Oberhinrichshagen

Seit sie laufen kann, sitzt die heute 18-jährige Anna Rindler regelmäßig auf einem Pferd. Mit drei Jahren bekam sie das Pony Penelope von ihren Eltern geschenkt.

Seit sie fünf Jahre alt ist, nimmt sie an Wettbewerben und Turnieren teil. Bereits zum zweiten Mal in Folge wurde Anna Rindler nun auf dem 17-jährigen Hengst Rubico Landesmeisterin im Dressurreiten der Jungen Reiter — einer Kategorie der 19 bis 21-jährigen Reiter. In ihrer Altersklasse, den Junioren, wurde die ehrgeizige Sportlerin auf Wilkinson Vizelandesmeisterin.

Anna ist mit den Pferden aufgewachsen. Ihre Eltern, Inga (46) und Lorenz Rindler (51), betreiben in Oberhinrichshagen einen Landwirtschaftsbetrieb. Die Liebe zu den Tieren erbte Anna von ihrer Mutter, die selbst auch an Wettbewerben teilnimmt: „Aber inzwischen muss ich zurückstecken, da wir oft mit Anna zu Turnieren fahren“, sagt Inga Rindler. „Sie ist meine Haustrainerin und fährt mit zu allen Turnieren“, erzählt Anna, die für den Greifswalder ARC Gerdeswalde startet. Mit zehn Jahren nahm Anna Rindler das erste Mal an den Landesmeisterschaften teil, wurde Dritte auf ihrem Pony Penelope. Seitdem ist sie jedes Jahr dabei. Ihr Ehrgeiz brachte sie vor sieben Jahren in den Landeskader Mecklenburg-Vorpommerns.

Der Reitsport verlangt Anna viel ab. Neben den beinahe täglichen Ausritten und Trainingseinheiten mit Mutter Inga Rindler, machen sich Beide einmal pro Woche auf den Weg nach Plaaz bei Güstrow zum 120 Kilometer entfernten Gestüt „Kempke Hof“ — für eine Trainingseinheit. „Bei keinem Hobby lernt man so viel Disziplin wie beim Reiten“, sagt Inga Rindler überzeugt. „Denn neben dem Training müssen die Pferde versorgt und gepflegt, der Stall ausgemistet werden“, erklärt die 46-Jährige. „Und das alles neben der Schule.“

Doch zu viel wurde Anna ihr zeitaufwendiges Hobby nie. „Als sie in der Pubertät war — mit 15 / 16 Jahren, gab es ab und zu kleinere Diskussionen, weil sie lieber mit Freunden weggehen wollte, als sich erstmal um die Pferde zu kümmern. Aber das hat sich schnell gelegt“, verrät Inga Rindler, die sehr stolz auf ihre Tochter ist. Zielstrebig verfolgt Anna neben ihrer sportlichen Karriere auch ihre berufliche Zukunft. „Ich möchte nach dem Abi im nächsten Jahr den gleichen beruflichen Weg einschlagen wie mein Papa“, erzählt die junge Frau. Jetzt in der Ferienzeit hilft sie bei der Ernte.

„So kann ich meinen Papa auch mal unterstützen, denn bei meinem Reitsport unterstützt er mich voll und ganz, natürlich vor allem finanziell“, sagt sie.

Und auch hier macht sie keine halben Sachen. „Sie fängt, wie alle anderen auch, um 7 Uhr an und sitzt bis abends 22 / 23 Uhr auf dem Traktor“, erzählt Inga Rindler. Bevor es aufs Feld geht, werden die Pferde ausgeritten. Zeit für Freunde bleibt da nicht viel. „Aber das macht nichts. Mir ist das wichtig“, versichert die 18-Jährige.

Bei keinem anderen Hobby lernt man so viel Disziplin wie beim Reiten.“Inga Rindler (46), Mutter von Anna Rindler

Anja Bruder

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