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Grimmen Handballer belohnen sich mit Sieg
Vorpommern Grimmen Handballer belohnen sich mit Sieg
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00:36 07.05.2018
Roman Bernhardt erzielte im letzten Spiel drei Treffer für die Gastgeber aus Grimmen.
Grimmen

Sie wollten sich mit einem Erfolg aus der Saison verabschieden. Das ist den MV-Liga- Handballern aus Grimmen gelungen. Das Team feierte im letzten Spiel der Saison einen 33:29-Erfolg gegen die Reserve des Stralsunder HV. Nach dem Duell wurden fünf Aktive verabschiedet: Für Roman Bernhardt, Christian Eggert, Andre Schuhknecht, Danny Keil und Silvio Bentzien war es vorübergehend die letzte Partie in der 1. Mannschaft. So wurde das letzte Heimspiel zu einem besonders emotionalen Moment für die Mannschaft. Nicht nur das Publikum feierte seine Spieler – auch der HSV Grimmen bedankte sich mit kleinen Geschenken für die Verdienste der Männer.

HSV Grimmen sichert sich mit 33:29 gegen den Stralsunder HV II Rang fünf.

In der Endabrechnung sicherte sich die Mannschaft Rang fünf und steht damit auf demselben Platz wie ein Jahr zuvor. „ Bis auf einige Ausnahmen im Abwehrverhalten, haben wir heute eine richtig gute Partie gespielt. Der Druck war auf beiden Seiten raus, und somit entwickelte sich ein rasante Begegnung. Beide Teams nutzen die Möglichkeit, viele junge Spiele einzubauen. Wir sind zufrieden mit dem letzten Auftritt und froh, mit einem positiven Abschluss in die Pause zu gehen“, erklärte Grimmens Coach Lars Kibscholl. Dem konnte Trainerkollege Manuel Abe nur zustimmen.

Die erste Hälfte war lange Zeit eine ausgeglichene, da die Gäste aus Stralsund munter mitspielten und zeitweise die bessere Mannschaft in der Spielanlage waren. Der HSV spielte lange Zeit sehr pomadig und hatte große Probleme gegen die offensive 5:1-Abwehr des SHV. Es waren viele Einzelaktionen, die zum Erfolg führten und für eine 4:2-Führung sorgten. Die Gäste antworteten mit viel Tempo und über die schnelle Mitte. Auch der Rückraum der Gäste machte dem HSV zu schaffen. „Wir standen dem Werfer oft falsch gegenüber und schafften es nicht, die Bälle zu blocken oder den Schützen Kontakt entgegen zu setzen. Es hat etwas gebraucht, um Stabilität reinzubringen“, sagte Manuel Abe.

Die Einheimischen blieben dennoch mit einem Treffer in Front, weil der Gastgeber diesmal auch das nötige Glück auf seiner Seite hatte. Nach 20 Minuten nahm das Spiel des HSV Fahrt auf. Ausgerechnet eine Unterzahlsituation nutzte die Mannschaft, um sich das erste Mal auf fünf Treffer abzusetzen (17:12). „In dieser Phase standen wir hinten richtig gut und schafften tatsächlich drei eigene Treffer, weil wir viel Bewegung im Spiel hatten“, so Kibscholl. Und mit der 18:14-Führung wechselten beide Teams die Seiten und viele hofften weiter auf ein temporeiches Spiel.

Doch es waren nur die Gäste vom Sund, die nach der Pause mit viel Schwung kamen und gleich auf 17:18 verkürzten. „Da waren wir wohl noch in der Kabine“, haderte Abe. Doch Kevin Mainitz, auf den sich der HSV wieder verlassen konnte, brachte Ruhe in die Partie. Er sorgte auch für die nötige Sicherheit beim Gastgeber. Der HSV wurde immer stärker und setzte sich auf 22:18 ab. Erneut gingen die Trebelstädter aus einer Unterzahlsituation als Sieger hervor (28:21).

Für die vielen Zuschauer, die sich trotz Stock-Car-Rennen und Sommerwetter in die Halle verirrten, war die Partie eine Viertelstunde vor Schluss wohl durch. Doch plötzlich wurde es noch einmal eng. Der SHV warf alles nach vorn, und der HSV spielte zu ängstlich und machte zu viele Fehler. Sieben Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung nur noch drei Treffer (29:26). Grimmen reagierte mit der Auszeit und danach lief es dann auch wieder besser. In den letzten Minuten ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen.

Eine Minute vor Schluss erhoben sich dann alle von ihren Sitzen, als Roman Bernhardt das letzte Mal das Feld verließ. Am Ende stand der 33:29-Erfolg zu Buche. Somit konnten die Handballer sich gebührend von ihren Fans verabschieden. Gleichzeitig war es ein gelungener Abschluss für die Spieler, die künftig kürzer treten wollen.

HSV Grimmen: Corswandt – Granholm, Pollex 8/1, Pervölz 5, Mainitz 4, Köhler 4, Keil 4, Bernhardt 3, Eggert 2, Schulz 2, Jahns 1, Hildebrandt, Bornemann, Bentzien.

SHV II: Groth, Sinnig – Hoffmann 14/4, Haack 1, Pomorin 6, Härtel 1, Zober 4, Uecker 1, Kaden 1, Glandt, Felkel.

Manuel Müller

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