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Grimmen Handballer versilbern Pokalfight
Vorpommern Grimmen Handballer versilbern Pokalfight
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00:13 10.04.2018
Kevin Mainitz setzt sich im Halbfinale gegen die Abwehr des Stralsunder HV II durch. Quelle: Fotos: Arik Tober

Zum ganz großen Coup hat es für die Handballer des HSV Grimmen am Sonntag nicht gereicht. Im Finale des Landespokals unterlagen die Trebelstädter dem Tabellenführer der MV-Liga, Fortuna Neubrandenburg, mit 25:36. Zuvor zeigten sie im Halbfinale eine starke Leistung und setzten sich mit 34:30 gegen den Stralsunder HV II durch.

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HSV Männer schlagen Stralsunder HV II im Halbfinale, unterliegen aber Neubrandenburg.

Ergebnisse Final Four

Halbfinal-Duelle der Frauen:

Rostocker Handballclub II – Stralsunder HV               33:24

SV Warnemünde – SV Fortuna Neubrandenburg           19:23

Endspiel:

Rostocker Handballclub II – SV Fortuna Neubrandenburg       30:23

Halbfinal-Duelle der Herren:

HSV Grimmen –

Stralsunder HV II         34:30

Güstrower HV – SV Fortuna Neubrandenburg               20:23

Enspiel: HSV Grimmen – SV Fortuna Neubrandenburg         25:36

Ganz kurz blitzte die Enttäuschung über die Final-Niederlage in den Gesichtern der Handballer auf – doch dann überwog die Freude über den tollen zweiten Platz. Zusammen mit ihren Fans feierten die Grimmener ihren Silberrang.

„Wenn unsere Zuschauer im Finale nicht gewesen wären, hätte in der Halle tote Hose geherrscht. Wahnsinn, was sie wieder abgeliefert haben. Von der ersten Begegnung an übertrug sich die Euphorie auf das Team“, freute sich Trainer Manuel Abe.

Dem späteren Turniersieger Neubrandenburg hatten die Grimmener dann aber einfach nichts mehr entgegenzusetzen. „Da müssen wir die Dominanz der Neubrandenburger neidlos anerkennen“, so Coach Abe. Aber er übte auch Kritik: „Meinem Team werfe ich nichts vor. Aber der Pokal verliert von Jahr zu Jahr immer mehr an Reiz“, meinte er.

Zunächst traf Grimmen im Halbfinal-Derby auf den Stralsunder HV II. Es war vielen bewusst, dass sich die Reserve mit Akteuren aus der Oberliga-Mannschaft verstärken würde. Und so waren mit Kai Baresel, Kai Landwehrs und Fynn Tippelt drei Spieler aus der Ersten dabei. Davon eher motiviert, kam der HSV hervorragend in die Begegnung und führte nach acht Minuten mit 6:3.

Stralsund nahm eine Auszeit und steigerte sich im Angriff. Grimmen stand hinten gut, doch verlor die Mannschaft im Angriff den Überblick, schloss zu hastig ab und rannte in die Gegenstöße. Plötzlich führte der SHV mit 11:8. „Da wollte schon wieder jeder die Entscheidung aus dem Stand suchen. Unsere Fehler haben Stralsund erst stark gemacht“, sagt Trainer Lars Kibscholl. Grimmen wachte aber rechtzeitig auf, fand im Angriff zu alter Stärke und drehte die Partie vor der Pause zum 13:12. Mit der Sirene erhielt der HSV noch einen Freiwurf. Martin Pollex verwandelte den direkten Freiwurf zur 14:12 Pausenführung.

Im zweiten Abschnitt ging es weiter spannend zu. Grimmen setzte sich auf vier Tore ab, doch der SHV verkürzte wenig später zum 20:18. Dann begann aus Sicht des HSV die stärkste Phase. Der HSV ließ

hinten nichts mehr zu und setzte sich in wenigen Minuten auf 30:22 ab. „Das war schon geil mit anzusehen. Hinten rackerte das Team unermüdlich und belohnte sich mit vielen einfachen Treffern. Das ist genau unser Spiel“, so Abe.

Die Vorentscheidung war es dennoch nicht. Stralsund ging in den letzten zehn Minuten in eine komplette Manndeckung über. Der HSV hatte zunächst Probleme damit und kassierte drei Treffer in Folge (30:25). Dann machten die Grimmener mit vier weiteren Toren den Deckel zu (34:27, 58. Minute). Die Stralsunder Sportler bemühten sich weiterhin um Tore, kamen aber nur noch auf vier Treffer heran.

Nach dem 30:34 war der Pokal für sie zu Ende.

Die Grimmener trafen im Endspiel – nach dem spannenden Halbfinale zwischen Gastgeber Güstrow und Neubrandenburg – auf den Tabellenführer der MV-Liga. Zu diesem Spiel fanden sich noch mehr Fans aus Grimmen ein. Heimspielatmosphäre pur für den HSV.

Die Trebelstädter erwischten einen Traumstart und führten schnell mit 4:0 und 5:1. Kurz geschüttelt, kam die Fortuna nun besser in die Partie (5:4, 6. Minute). Es entwickelte sich eine spannende, schnelle und intensive Partie. Zwischenzeitlich hatte man nicht das Gefühl, dass beide Teams schon ein Spiel in den Knochen hatten. „Meiner Mannschaft hat man den unbändigen Willen angesehen. Doch irgendwann lassen die Kräfte und die Konzentration nach. Das kann man niemandem verdenken“, sagte Abe. Grimmen fightete und blieb bis zur Halbzeit beim 15:17 dran.

Im zweiten Abschnitt kam Grimmen nur noch selten zum Zuge. Zu oft scheiterte die Sieben an den eigenen Fehlern und an Torhüter Hoefs. „Das war der große Unterschied im zweiten Abschnitt. Wir hatten im Tor keinen mehr, der uns in einer schlechten Phase den Allerwertesten rettete“, meinte Abe.

Fortuna baute den Vorsprung auf 28:21 aus. „Die Mannschaft war einfach platt und musste dem starken Spiel gegen Stralsund Tribut zollen. In der letzten Viertelstunde hatten wir einfach keine Chance mehr“, sagte Kibscholl. Trotzdem jubelten die GSV-Fans mit den Spielern den Gewinn der Silbermedaille.

Manuel Müller

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