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Hansering wird 2018 umgebaut

Greifswald Hansering wird 2018 umgebaut

Stadt und Hafen werden besser verbunden / EU gibt mehr als 3,7 Millionen Euro / Verkehrsprobleme möglich

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Der Hansering soll grüner werden: Zwischen der Kaikante und der Fahrnbahn auf der einen sowie zwischen der Häuserbebauung und der Fahrbahn auf der anderen Seite werden Bäume gepflanzt. Und zwischen die Fahrbahnen kommt auch noch eine Baumreihe.

Quelle: Kai Lachmann

Greifswald. Davon träumt man im Rathaus schon seit vielen Jahren: Der Hansering zwischen der Steinbeckerbrücke und dem Fangenturm bekommt endlich ein neues Gesicht. Die Fahrbahnen werden etwa ab Höhe der Fischstraße voneinander durch eine Art langgezogene und mit vielen Bäumen bepflanzte Verkehrsinsel getrennt. Dafür wird die südliche Fahrspur – also die von Stralsund aus kommend in Richtung Europakreuzung führt – etwa einen Meter weiter an die Häuser verlegt. Der Abschnitt soll auch insgesamt wesentlich grüner werden: Sowohl zur Häuserbebauung als auch an der Seite zur Kaikante sind weitere zahlreiche Baumpflanzungen vorgesehen.

Die vielbefahrene Straße trennt bislang die Stadt vom Museumshafen. „Der Hafen ist aber ein Teil der Stadt“, sagte Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Durch den langen Mittelstreifen werde es einfacher, den Hansering an vielen Stellen zu queren.

Laut Bausenator Jörg Hochheim (CDU) soll der Umbau den ersten Planungen zufolge fünf Millionen Euro kosten. 75 Prozent beziehungsweise 3,75 Millionen Euro davon kommen vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre). Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) überreichte gestern die entsprechende Fördermittelzusage.

Fassbinder und Hochheim nahmen sie gerne entgegen. Hochheim: „Heute ist ein guter Tag für Greifswald.“ Auch Greifswalds Landtagsabgeordneter Egbert Liskow (CDU) freute sich darüber, dass das Projekt nun Fahrt aufnehmen könne.

Pegel betonte: „Die Fördermittel werden nicht für den Straßenbau bewilligt, sondern weil durch das Vorhaben Emissionen verringert werden.“ Damit meinte er sowohl den CO2-Ausstoß

als auch die Lärmreduzierung. Mit anderen Worten: Wegen der schmaleren Straße würden die Autos langsamer fahren „und die neuen Bäume schlucken auch ordentlich was weg“, so der Minister.

Zum Umbau gehört auch, dass zwischen dem Hafen und der Straße der Fußgänger- und Radweg auf bequeme fünf Meter verbreitert wird. Auf der Südseite soll ebenfalls ein breiter Fußweg entstehen. Ob dieser auch für den Fahrradverkehr zugelassen wird oder ob die Radler einen Streifen auf der Straße nutzen müssen, ist noch nicht entschieden.

Die Stadt hat nun bis zum Herbst 2017 Zeit, eine konkrete Planung vorzunehmen und einen regulären Fördermittelantrag zu stellen. „Dann würde es vier bis sechs Monate dauern, bis er geprüft ist“, schätzte Pegel.

Beachte man auch die Dauer der Ausschreibungen könnte womöglich im Herbst 2018 der erste Spatenstich erfolgen. „Wir gehen von bis zu zweieinhalb Jahren Bauzeit aus“, so Hochheim.

Und wie soll der Umbau ablaufen? „Das wird eine Herausforderung“, so Hochheim. An die 15000 Autos fahren täglich auf der Straße. Zum Feierabend ist stadtauswärts oftmals Stop-and-go angesagt.

Viele Möglichkeiten, den Verkehr umzuleiten, gibt es nicht. Der genaue Ablauf müsse zwar noch geplant werden. Aber Hochheim könne sich vorstellen, dass zum Beispiel eine Spur durch die Loefflerstraße umgeleitet wird. „Außerdem müssen wir intelligente Lösungen finden und versuchen, den Durchgangsverkehr über die Umgehungsstraße zu leiten.“

Der zweite Bauabschnitt vom Fangenturm bis zur Europakreuzung hat es nicht mehr in die aktuelle Efre-Förderperiode geschafft. Er bleibt erstmal Zukunftsmusik.

Eingeweiht wurde der Hansering 1975. Die Altstadt sollte vom Auto- und Lkw-Verkehr entlastet werden, der damals durch den Schuhhagen über den Markt und die Lange Straße führte. Die innerörtliche Umgehung befuhren nach der Fertigstellung Pegel zufolge rund 23 000 Fahrzeuge. Seit dem Bau der Umgehungsstraße und der A 20 hat die Zahl abgenommen.

Kai Lachmann

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