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Hegeringleiter: Müssen uns nicht entschuldigen, Jäger zu sein

Reinkenhagen Hegeringleiter: Müssen uns nicht entschuldigen, Jäger zu sein

Jagdgemeinschaft wählt Vorstand und zeigt ihre Ergebnisse

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Ich hätte mir gewünscht, dass Jagdgegner anwesend gewesen wären.Helmut Krüger Bürgermeister Gemeinde Sundhagen

Reinkenhagen. Gemeinsam auftreten müssen die Jäger, um gegen das schlechter werdende Image der Jagd anzugehen, forderte der Leiter des Hegerings Bremerhagen, Lutz Paepke, am Sonnabend während der Hegering-Jahresversammlung in der Reinkenhagener Sporthalle.

 

OZ-Bild

Wir müssen sagen dürfen, dass uns die Jagd Spaß macht.Lutz Paepke Hegeringleiter

Quelle:

Neuer Vorstand

Ein neuer Vorstand wurde bei der Hegeringversammlung gewählt.

Hegeringleiter ist Lutz Paepke.

Zum Vorstand gehören auch Gerhard Jager, Michael Mielke, Uwe Schulz, Ivo Kellenberger.

Nicht mehr angetreten war Lutz Timm.

Verblasen der Strecke

Die Zahlen zum Jagdjahr 2016/17 präsentierte Wildbewirtschafter Peter Latendorf. Verblasen wurde diese Strecke von der Bläsergruppe des Hegeringes.

Gestreckt wurden:

Rotwild: 6

Damwild: 19

Rehwild: 246 (davon allein 90 Böcke)

Sauen: 266

Hasen: 1, getötet bei einem Verkehrsunfall

Raubwild:

Füchse: 110

Marder: 5

Dachse: 11

Marderhunde: 59

„Die Jagdgegner klingeln an unserer Tür,“, sagte er und deshalb sei es wichtig, dass sich alle 53 Mitglieder im Hegering, aber auch alle anderen Jäger öffentlich zur Jagd bekennen – sei es durch ihre spezielle Kleidung, aber auch in Gesprächen und Diskussionen. „Ja, wir verhindern durch das Jagen Wildschäden und ja, wir regulieren auch die Bestände, weil es notwendig ist“, ergänzte Paepke. „Aber wir müssen auch sagen dürfen, dass uns die Jagd Spaß macht und wir dabei unseren Sonntagsbraten schießen“, fügte er an und meint damit, dass sich die Jäger hierzulande nicht ständig dafür entschuldigen sollten, Jäger zu sein.

Kritisch und von vielen Emotionen getragen ging es in seinem Bericht an die Versammlung weiter: Lutz Paepke mahnte an, dass die Jäger von Landwirten und Behörden zwar aufgefordert würden, immer mehr Schwarzwild zu strecken, Anreize dafür aber fehlten. Immerhin würden für die notwendigen Trichinenuntersuchungen Kosten anfallen. In Bayern beispielsweise zahle man deshalb 20 Euro für ein Stück erlegtes Schwarzwild.

„Wie viel Wolf verträgt Deutschland?“, war ein nächstes Problem, das der Hegeringleiter ansprach. Der Wolf habe seine Daseinberechtigung im Land, betonte er. „Aber er gehört ins Jagdrecht“, forderte er gleich im nächsten Satz.

Zufrieden zeigte sich der Hegeringleiter mit der Wildbewirtschaftung im Hegering, zu dem 53 Jäger und 17 Ehrenmitglieder aus den Jagdgemeinschaften Bremerhagen, Brandshagen, Horst, Segebadenhau, Kirchdorf, Miltzow, Behnkendorf und der Forst gehören. Die Abschusszahlen bei Rot-, Dam- und Rehwild seien stabil, allerdings seien sie bei Schwarzwild, Marderhunden und Waschbären deutlich angestiegen. Deutschlandweiter Gewinner sei eindeutig der Waschbär, dessen Population rapide größer wird.

Mit Beginn des noch bis Ende März laufenden Jagdjahres habe es viele Veränderungen gegeben, resümierte Peter Latendorf, der für die Wildbewirtschaftung zuständig ist. Ursache dafür waren zahlreiche Neuverpachtungen. Deshalb sei der Start ins Jagdjahr 2016/17 für einige recht holperig gewesen. Auch Latendorf schaut auf ein erfolgreiches Jagdjahr zurück. Besonders stolz ist er auf die zur Schau gestellte Sammlung von Abnormitäten, die die erfolgreiche Hege der Jäger zeigt. Diese Ausstellungsstücke konnten die Besucher – ebenso wie viele weitere – gestern während der öffentlichen Trophäenschau begutachten.

„Ich hätte mir gewünscht, dass Gegner der Jagd heute anwesend gewesen wären, um zu sehen, mit wie viel Engagement, aber auch mit welchem Verantwortungsgefühl hier gearbeitet wird“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Sundhagen, Helmut Krüger, der zur Veranstaltung eingeladen war. Dann würden sie das Waidwerk besser verstehen, ist er überzeugt. Auch er sieht aber jeden einzelnen Jäger in der Verantwortung. „ Unser Verhalten wird von vielen argwöhnisch betrachtet. Verhalten wir uns stets korrekt“, forderte deshalb auch Peter Latendorf.

Almut Jaekel

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