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Grimmen Helferberuf Feuerwehrmann
Vorpommern Grimmen Helferberuf Feuerwehrmann
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00:00 02.02.2018
Was alles in den Fahrzeugen zum Einsatz mitgenommen wird, interessiert die Kinder besonders.
Grimmen

„Ist der Helm schwer.“ Greta aus der 3. Klasse der Dr.-Theodor-Neubauer-Schule stöhnt unter der Last, als sie den Feuerwehr-Schutzhelm zur Probe aufsetzt.

Erste Berufsorientierung: Grundschüler besuchen die freiwilligen Brandschützer in Grimmen

Gemeinsam mit ihren 20 Mitschülern besucht sie die Freiwillige Feuerwehr Grimmen. Und zusätzlich müssen die Kameraden die Hose mit Schutzplatten zum Kriechen, die schweren Stiefel mit Stahlkappen und -sohlen, Jacke und Schutzhandschuhe anziehen, informiert Werner Karstaedt, Mitglied der Grimmener Brandschützer. „Die haben ganz schön zu schleppen und sollen auch noch schnell sein“, wundern sich die Grundschüler.

Helferberufe stehen im Deutsch- und Sachkundeunterricht der Drittklässler momentan im Mittelpunkt, erzählt die Schülerin Emma Walther. Über die Winterferien sollen die Kinder dazu Plakate anfertigen und ihren Berufswunsch vorstellen. „Ich möchte Tierarzt werden“, verrät Jody Martens. Leony Kretschmer hat sich gerade umentschieden. Eigentlich wollte sie ihr Plakat zum Krankenschwester-Beruf gestalten. „Aber jetzt möchte ich Feuerwehrfrau werden“, hat sie der Besuch bei der Wehr überzeugt. „Vielleicht versuchen es einige ja erst mal in der Jugendfeuerwehr“, schlägt Klassenlehrerin Kerstin Fischer vor. Das sei möglich, wenn sie elf Jahre alt sind, informiert Werner Karstaedt.

Der Feuerwehrmann weiß noch viel mehr zu berichten: Beispielsweise, dass die Schutzkleidung nur eines einzigen Feuerwehrmanns zwischen 1500 und 2000 Euro kostet. Aber die Kleidung sei auch viel besser als noch vor Jahren. Sie halte wesentlich mehr Hitze ab und die Feuerwehrleute könnten länger vor Ort bleiben , um dort zu löschen, zu helfen und zu retten.

Nachdem die Kinder erfahren haben, was die Kameraden vor dem Einsatz anziehen müssen, geht es zur Technik. Und alle sind gespannt. Sie lernen, dass der Verkehrssicherheitsanhänger vor allem auf der Autobahn eingesetzt wird, um den nachfolgenden Verkehr zu informieren. Werner Karstaedt zeigt ihnen das älteste Fahrzeug der Grimmener Wehr – das eigentlich Bundeseigentum ist: ein Fahrzeug vom Katastrophenschutz. Und sie untersuchen das Fahrzeug der Einsatzleitung und ein Tanklöschfahrzeug. Besonders interessant finden die Mädchen und Jungen die Atemschutzgeräte und, dass in einer so kleinen Flasche 1600 Liter Luft zusammengepresst werden können.

Werner Karstaedt gibt den Schülern noch einen Tipp an ihre Eltern mit: Wenn die großen Tore des Gerätehauses der Feuerwehr aufgehen und die Ampel gelb leuchtet, sollten sie mit ihren Autos doch bitte weiterfahren und nicht stehenbleiben. Denn nur so sei die Straße frei und die Feuerwehrleute könnten mit ihren Fahrzeugen schnell zum Einsatz gelangen.

Almut Jaekel

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