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Grimmen Herbert Hillebrand: Wir wollen die GWG kaufen
Vorpommern Grimmen Herbert Hillebrand: Wir wollen die GWG kaufen
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18:52 15.09.2018
Katharina und Vater Herbert Hillebrand in Reinkenhagen. Quelle: Jaekel Almut
Grimmen

Herbert Hillebrand lässt die Katze aus dem Sack: „Ja, die Hillebrand-Gruppe möchte die Wohnungsbaugesellschaft Grimmen kaufen“, sagt der Immobilienunternehmer aus Hennef in Nordrhein-Westfalen. Sollte es dazu kommen, will die Gruppe laut Hillebrand 24,2 Millionen Euro in die Sanierung von Wohnungen und die Verschönerung der Außenanlagen der Wohnblöcke investieren.

Wohnungsverband warnte vor Privatisierung

Die von Grimmens Bürgermeister Benno Rüster (CDU) vorgeschlagene Privatisierung des städtischen Unternehmens schlägt seit Bekanntwerden Ende Juli große Wellen. Mieter fürchten steigende Mieten, die Links-Fraktion der Stadtvertretung um Armin Latendorf, dass die Stadt dann keinen Einfluss mehr auf den sozialen Wohnungsmarkt hat. Sie sammelte Unterschriften, um einen Bürgerentscheid zu bewirken. Und sogar der Verbandsdirektor vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen, der 330 Mitgliedsunternehmen vertritt, mischte sich lautstark in die Diskussion ein. Andreas Breitner aus Hamburg sagte: „Es gibt keine Stadt, die eine solche Veräußerung im Nachhinein nicht bereut. Private Unternehmer haben oft nur den Profit im Sinn, die Stadt keinen Einfluss auf die Mietspiegel mehr.“

Hillebrand weist Vorwürfe strikt zurück

Und genau diese Aussage macht Herbert Hillebrand, gelinde gesagt, wütend. Diese Aussage will er nicht so stehen lassen, wendet sich deshalb an die Öffentlichkeit. Sechs kommunale Wohnungsunternehmen habe die Gruppe in den vergangenen 12 Jahren gekauft, berichtet er – darunter jene der Gemeinde Sundhagen. „Ich habe alle Kommunen gebeten, mir ehrlich ihre Erfahrungen mit der Hillebrand-Gruppe zu schildern“, erzählt er und legt die Antwortschreiben auf den Tisch. Sellin, Altefähr, Dranske, Altenpleen, Dreschwitz und ebenso Sundhagen, alle äußern sich positiv über die Abwicklung, die Zusammenarbeit und letztlich auch über die Entwicklung des einstigen kommunalen Wohnungsbestandes. „Nicht eine Kommune hat ihre Entscheidung bereut“, betont Hillebrand. Überall sei zudem der Leerstand zurückgegangen. Er bedauert sehr, dass die Privatisierung der GWG so negativ aufgefasst wird. Obgleich er die Ängste der Mieter auch verstehen könne, sagt er. „Jedoch zeigen unsere Objekte, dass diese Angst unbegründet ist.“ Mit der Stadt Grimmen habe es gute Gespräche gegeben. Stets habe der Stadt dabei das Wohl der Mieter am Herzen gelegen, beteuert Herbert Hillebrand.

Mieten in sanierten Wohnungen sollen 10 Prozent teurer werden

Dass er, beziehungsweise die Hillebrand-Gruppe, mit der Vermietung von Wohnungen Geld verdienen möchte, daraus macht Hillebrand keinen Hehl. Das jedoch definitiv nicht mit horrenden Mieten. „Ich kann versprechen, dass die Mieten der sanierten Wohnungen höchstens um 10 Prozent steigen“, sagt der 78-Jährige. Saniert werden soll nach und nach, zuerst die leerstehenden Wohnungen. Derzeit seien dies rund 350. Der Mietpreis würde dann ähnlich sein wie bei den 66 Wohnungen, die bereits jetzt in Grimmen von der Wohnungsverwaltung Miltzow GmbH, die zur Hillebrand-Gruppe gehört, vermietet werden. „Die Kaltmiete liegt dort zwischen 5 und 5,50<TH>Euro pro Quadratmeter“, berichtet Hillebrand. Zusätzlich sei geplant, an mehreren Blöcken Fahrstühle anzubringen. „84 Aufzüge sind insgesamt geplant“, informiert er.Deutlich machen möchte er auch die Vorteile für die Stadt und damit für alle Einwohner. „Wenn wir die GWG kaufen, übernehmen wir deren Schulden. Alle Bürgschaften werden abgelöst und auch die Vorfälligkeitszinsen. Und zusätzlich bekommt die Stadt noch 2 Millionen Euro“, berichtet er er offen von seinem Angebot.

Anja Krüger

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