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OZelot Reporter fragen nach: Nerven Eltern und Großeltern in den sozialen Netzwerken?

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„Ich nutze seit fast vier Jahren Facebook. Mir ist auch schon aufgefallen, dass Facebook immer mehr zur Trödelmarktapp wird, das nervt oft.Charline Labrenz (16) aus Grimmen

Grimmen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Jugendliche unbeschwert Bilder der letzten Partynacht auf den Profilen ihrer Freunde posten konnten. Inzwischen haben Eltern und sogar Großeltern das soziale Netzwerk für sich entdeckt. Die OZelot-Lokalreporter wollten es wissen und fragten junge Leute: Wie seht ihr den Wandel, den Facebook in den letzten Jahren durchlebt hat?

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OZelot Reporter fragen nach: Nerven Eltern und Großeltern in den sozialen Netzwerken?

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Nele Pfeil (15) findet den Generationswechsel nicht sehr angenehm: „Meine Mutter hat auch Facebook und das nervt mich schon sehr, da sie alles sehen kann, was ich so mache.“ Die 15-Jährige ist eigentlich ganz gern auf der Social-Media-Plattform unterwegs, will aber nicht, dass ihre Familie alles mitbekommt, worüber sie und ihre Freunde reden. Schließlich dient Facebook grundsätzlich immer noch zur privaten drahtlosen Kommunikation. Man würde seine Eltern ja auch nicht seine Telefonanrufe belauschen lassen. „Meine Großeltern haben zum Glück kein Facebook. Das würde ich auch ziemlich doof finden.", fügt die Richtenbergerin hinzu.

Charline Labrenz (16) hingegen sieht darin kein großes Problem: „Meine Eltern und Großeltern sind nicht bei Facebook angemeldet, aber das würde mich auch nicht groß stören. Man muss ja nicht so mit ihnen kommunizieren.“ Schließlich kann man bei Facebook durch Ablehnen einer sogenannten „Freundschaftsanfrage“ verhindern, dass ungewollte Personen die Posts sehen.

Charline hat einen ganz anderen Punkt zu kritisieren: „Mir ist auch schon aufgefallen, dass Facebook immer mehr zur Trödelmarkt-App wird, das nervt oft.“ In der Tat versuchen immer mehr Leute durch das breite Publikum, das auf der Plattform vertreten ist, ihre Sachen zu verkaufen. Besonders die ältere Generation macht bei diesem Trend mit. So wird der Sinn der Posts verfälscht, die eigentlich dazu dienen, Neuigkeiten über sein Leben schnell und komplikationslos mit seinen Freunden zu teilen und nicht etwas zu verkaufen.

Auch wird immer mehr Werbung geschaltet. Charline würde sich sehr freuen, wenn diese verschwinden würde. Allerdings wird das wohl nicht in absehbarer Zeit passieren, denn Facebook verdient damit sicher gut. Dennoch bleibt die Grimmnerin der Plattform treu: „Ich nutze seit fast vier Jahren Facebook. Hauptsächlich über die App fürs Handy, am Computer fast gar nicht. Auch meine Familie oder die nervende Werbung werden mich davon nicht abbringen.“

Jung und Alt gehen also für unterschiedliche Zwecke auf die Plattform. Während die Jugend mit ihren Freunden im Internet fast ausschließlich kommuniziert, wollen die Älteren sich über Veranstaltungen informieren und sich einen Überblick darüber verschaffen, was in der Welt so passiert. Das der ursprüngliche Sinn dabei verloren geht, ist sicher nicht beabsichtigt.

Darüber hinaus fühlen sich die Jugendliche durch die Präsenz ihrer Eltern und Großeltern bei Facebook beobachtet und sehen sich darin eingeschränkt, was sie alles posten und schreiben können, denn es könnte der Einstellung der Eltern widersprechen. So bekommt man sogar in seiner Freizeit von seinen Eltern diktiert, was man tun und lassen darf, und wird dabei auch noch kontrolliert. Die Jugend befindet sich also in einem Zwiespalt: Zum einen würden sie gerne Facebook weiter nutzen, wollen sich aber zum anderen frei ausleben können, ohne dass die Eltern hinein reden und jeden Post mitbekommen. Noch sind sie sich nicht sicher darüber, ob sie Facebook vielleicht verlassen sollen...

Raik Mielke, Ragna Stremlau, Henriette Jesse und C

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