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Hindernisse für Bau des Stadtarchivs

Greifswald Hindernisse für Bau des Stadtarchivs

Für den geplanten Baubeginn für ein neues Stadtarchiv im nächsten Jahr wird es eng.

Greifswald. Für den geplanten Baubeginn für ein neues Stadtarchiv im nächsten Jahr wird es eng. Das Vergabeverfahren für die Planung des Gebäudes ist formal noch nicht abgeschlossen, informiert die Pressestelle der Stadt auf OZ-Nachfrage. „Wir befinden uns auf einem guten Weg“, betont aber Sprecherin Andrea Reimann. Das neue Stadtarchiv soll in der Straße An den Wurthen gebaut werden.

Erst wenn das Büro feststeht, können genauere Planungen erarbeitet werden, die für die Einwerbung von erhofften Fördermitteln nötig sind. Grobe Schätzungen gehen von fünf Millionen Euro Kosten für den neuen Aktenspeicher aus.

Der Hintergrund: Eine Jury hatte 2015 den Entwurf des Dresdner Architekturbüros „Code Unique Architekten BDA Volker Giezek“ unter 36 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Er sah fünf Geschosse vor.

Gewünscht wurde in der Ausschreibung ein maximal dreigeschossiger Aktenspeicher. Der Zweit- und Drittplatzierte hielten sich daran. Der Juryvorsitzende, der Architekt Burchard Dreiseitel, argumentierte vergeblich, dass die Ausschreibung drei Geschosse nicht genau vorgeschrieben habe und Gestaltungsspielräume ließe.

Die Verwaltung konnte sich indes nicht dazu durchringen, den Auftrag zu vergeben und delegierte die Entscheidung an die Bürgerschaft. Die wollte auch nicht verantwortlich sein. Der damalige OB Arthur König (CDU) entschied zunächst, den Erstplatzierten nicht zu berücksichtigen. Aber um Beschwerden und Gerichtsverfahren zu vermeiden, wurden im Februar die drei Erstplatzierten ins Rathaus eingeladen. Der Sieger erhielt die Chance zur Überarbeitung.

Favorit für die Finanzierung des Aktenspeichers bleibe eine Kooperation mit Stettin, das auch ein neues Archiv plant, so Reimann. Mit der Oderstadt gemeinsam soll eine Förderung über das EU-Programm Interreg erreicht werden. Allerdings gibt es zwei Hindernisse. Stettin ist noch nicht Eigentümer des Grundstücks für das Gedächtnis der Stadt. Außerdem müsse die polnische Seite noch einen Lead-Partner präsentieren, der für dieses Projekt notwendig sei.

Falls die Stettiner diese beiden Voraussetzungen nicht in naher Zukunft schaffen können, hat Greifswald einen Plan B. „Die Stadt arbeitet alternativ an der Möglichkeit, das Bauvorhaben Stadtarchiv über Städtebaufördermittel zu finanzieren“, so Reimann.

Von eob

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