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Hochbeet liefert bald frisches Grün

Grimmen Hochbeet liefert bald frisches Grün

Schüler und Lehrer des Sonderpädagogischen Förderzentrums Grimmen verteidigen Titel „Umweltschule“

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Mit Eifer waren die älteren Schüler beim Bau des Hochbeetes dabei.

Quelle: Fotos: Privat

Grimmen. . Es wurde gewerkelt, Erde gesiebt, Kräuteröle und -quark zubereitet, experimentiert – der Titel „Umweltschule“ ist dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Grimmen sicher. Zum wiederholten Male. Das haben Schüler und Lehrer geschafft. Bereits zum dritten Mal verteidigten sie gemeinsam diesen Titel, den sie sich erstmals im Schuljahr 2014/2015 sicherten.

OZ-Bild

Schüler und Lehrer des Sonderpädagogischen Förderzentrums Grimmen verteidigen Titel „Umweltschule“

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„In diesem Jahr ging es um die Themen ’Wasser’ und ’Schulgarten’“, informiert der stellvertretende Schulleiter Michael Hammer. Die Aufgabenstellung dazu: Beide Themen vertiefend in einem Projekt behandeln. Das Ergebnis: Auf dem Schulhof des Förderzentrums steht nun ein Hochbeet, in dem zukünftig allerhand gesundes Grün wachsen soll. „Dies wurde hauptsächlich von den Schülern der Klassenstufen neun und zehn errichtet“, berichtet Hammer. Die Jungen und Mädchen legten sich dafür mächtig ins Zeug. Gemeinsam mit Vertretern des Vereins „Natur im Garten“ und dem Hausmeister bauten sie zunächst das Hochbeet aus feinmaschigem Drahtgeflecht, Holzpaletten und Folie zusammen. „Die Paletten hat uns das Grimmener Unternehmen Handelshof Vorpommern gespendet und damit unser Projekt unterstützt“, berichtet der stellvertretende Schulleiter. Alles, was die Schüler dann zum Befüllen brauchten – also Gartenabfälle, Kompost und Erde – fanden sie auf dem Gelände des Förderzentrums.

Reisig war schnell zusammengesammelt, Laub, im Herbst vom Hausmeister zusammengeharkt, wurde im Hochbeet verwertet und gute Gartenerde war auch schnell rangekarrt – nachdem sie gesiebt wurde. „Dieser Tag diente nicht nur dem Umweltbewusstsein. Gleichzeitig lernten die Schüler klassen- und altersübergreifend und stellten ihre Teamfähigkeit unter Beweis“, resümierte Lehrerin Regina Havemann den Tag überaus positiv.

Während die älteren Schüler mit dem Hochbeet die Grundlage schafften, dass auf dem Schulhof unter anderem frische Kräuter wachsen können, befassten sich die Drittklässler damit, was man aus aromatischem Grün zubereiten und wie man sie konservieren kann. Mit Eifer schichteten die Mädchen und Jungen Kräuter in Flaschen und gossen diese mit Öl auf. Andere bereiteten einen leckeren Kräuterquark zu. Da auch schon in naher Zukunft nicht auf frische Kräuter verzichtet werden soll, nutzten die Fünftklässler den Tag, um Rosmarin, Thymian und Co. in Töpfe zu pflanzen. „Ich glaube, jetzt wachsen in alle Klassenräume Kräuter“, meint Michael Hammer und drückt damit aus, wie ehrgeizig die Fünftklässler bei der Sache waren.

Mit dem Thema „Wasser“ beschäftigten sich die Klassenstufen vier, sieben und acht. Hinter die Kulissen des Grimmener Wasserwerkes durften die Älteren schauen. „Sogar Amöben haben wir unter dem Mikroskop gesehen“, berichten die Schüler nach ihrem Ausflug immer noch total beigeistert. Die Besichtigung sei wirklich sehr spannend gewesen.

All diese und andere Aktivitäten sollen aber keine Eintagsfliegen gewesen sein. „Es geht bei den Projekten um Nachhaltigkeit“, betont der stellvertretende Schulleiter. So werden im Fach Hauswirtschaft, das in den Klassenstufen fünf bis sieben fester Bestandteil des Lehrplans ist und in der achten und neunten Klasse als Wahlpflichtfach angeboten wird, zukünftig wohl öfter frische Kräuter verarbeitet. „Gesunde Ernährung spielt schließlich auch an unserer Schule eine wichtige Rolle“, betont Hammer. Und auch ein Besuch im Botanischen Garten in Greifswald steht für zwei Klassen auf dem Plan. Offiziell wird erst später bekanntgegeben, ob die Titelverteidigung erfolgreich war. „Frau Brandt, Mitarbeiterin des Schulamtes und Beraterin für Praxislernen, hat unsere Schüler und Lehrer den Tag über begleitet. Auch in der Vorbereitung haben wir zusammengearbeitet. Ich denke, das klappt schon“, macht Michael Hammer Hoffnung.

Anja Krüger

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