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Grimmen Hohenwarth und Stoltenhagen jetzt unter Beobachtung
Vorpommern Grimmen Hohenwarth und Stoltenhagen jetzt unter Beobachtung
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00:01 26.11.2016

. Auch die Grimmener Ortsteile Hohenwarth und Stoltenhagen zählen jetzt zum Geflügelpest-Beobachtungsgebiet. Grund dafür ist das Auftreten des H5N8-Erregers in einem Privatgeflügelbestand in Reinkenhagen (die OZ berichtete am Montag). Um alle Ausbruchsstellen bzw. Auffindeplätze von erkrankten oder verendeten Tieren muss jeweils ein Sperrbezirk im Abstand von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Abstand von zehn Kilometern festgelegt werden, begründet die Grimmener Stadtverwaltung diese nun erfolgte Maßnahme.

Als wichtigste Schutzmaßnahme vor einer möglichen Ansteckung der Hausgeflügelbestände wurde landesweit bereits seit 14 Tagen die Stallpflicht bzw. hilfsweise die Haltung des Geflügels in ausreichend überdachten und geschlossenen Volieren angeordnet. Mit dieser Vorsorgemaßnahme soll verhindert werden, dass durch an- oder überfliegende Vögel infektiöses Material in die Voliere gelangt oder durch seitlich eindringende Kleinvögel ein direkter Kontakt zum Hausgeflügel eine Übertragung der Krankheit ermöglicht.

Geflügelhalter sollten zudem sicherstellen, dass Futtermittel und Einstreumaterial vor dem Kontakt mit Wildvögeln und anderen Tieren geschützt gelagert werden.

Für die Hausgeflügelhalter im Geflügelpest-Beobachtungsgebiet in den Ortsteilen Hohenwarth und Stoltenhagen gelten darüber hinaus folgende Einschränkungen: Sowohl gehaltene Vögel als auch deren Erzeugnisse und oder deren Abfall- und Nebenprodukte dürfen bis auf Widerruf aus dem Beobachtungsgebiet nicht ein oder ausgeführt werden. Fahrzeuge, Behälter oder Gegenstände, die in Kontakt mit dem Geflügel, deren Erzeugnissen und oder deren Abfall- und Nebenprodukten kommen, sind unverzüglich nach dem Gebrauch bzw. vor jedem neuen Kontakt mit dem Hausgeflügel zu reinigen und desinfizieren.

Jedes Betreten der Ställe durch fremde Personen ist zu vermeiden. Sollte dies in Ausnahmefällen nicht zu verhindern sein, ist dafür Sorge zu tragen, dass die fremde Person den Stall nur in entsprechender Schutzkleidung betritt und diese nach Verlassen unverzüglich ablegt. Die Schutzbekleidung ist nach dem Gebrauch zu reinigen und desinfizieren. Verwendete Einweg-Kleidung ist nach Gebrauch unschädlich zu beseitigen.

Weil frei umherlaufende Hunde und Katzen Kontakt zu Kot oder Kadavern toter Wildvögel haben können, ist es möglich, dass diese das Virus in die Geflügelbestände verschleppen. Daher gilt zusätzlich in Wildvogelgeflügelpest-Sperrbezirken und -Beobachtungsgebieten ein Verbot des Freilaufenlassens von Hunden und Katzen.

Zum Schutz der eigenen Tierbestände sollte jeder Geflügelhalter Desinfektions-Matten vor den Ein- und Ausgängen der Ställe anlegen und deren ausnahmslose Benutzung sichern, rät die Stadtverwaltung.

Tauben seien nachweislich bisher nicht am aktuellen Geflügelpestvirus erkrankt, und deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht von der Stallpflicht betroffen.

Beobachtungen über gehäufte Todfunde von Vögeln sollten an die zuständigen Behörden weitergeleitet werden.

OZ

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