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Hoikenrade: Fast die Hälfte aller Gärten steht leer

Grimmen Hoikenrade: Fast die Hälfte aller Gärten steht leer

Nicht nur der fehlende Nachwuchs ist Schuld an diesem Zustand

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Hoikenrade: Fast die Hälfte aller Gärten steht leer

Ein verwilderter Garten in Hoikenrade wird zur Müllkippe. Ein Problem, mit dem es die Gärtner zu tun haben.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Leerstehende Gärten werden immer mehr zum Problem in Grimmen. Spätestens am vergangenen Sonnabend, als strahlender Sonnenschein für traumhaftes Frühlingswetter sorgte, zog es die Grimmener wieder in ihre Parzellen. Klar, die Laubenpieper kennen die Vorteile, die ihre grünen Oasen mit sich bringen. Doch ein Blick in die Statistik des Leerstandes, verdeutlicht, was mancherorts auch zum Teil liebevoll bewirtschaftete Parzellen nicht mehr verbergen können.

„Die Zahl nicht bewirtschafteter Parzellen wird immer größer — das ist klein Geheimnis“, weiß Hartmut Barkowski, Vorsitzender des Regionalverbandes der Kleingärtner und Vorstandsmitglied in Hoikenrade. Jener Anlage, in der seit Jahren mit Abstand der größte Leerstand zu verzeichnen ist.

„In Hoikenrade gibt es insgesamt vier Vereine mit 423 Parzellen“, informiert Barkowski. Es stehen im Durchschnitt 46 Prozent der Gärten leer. „Insgesamt sind es in Grimmen durchschnittlich 26 Prozent“, sagt der Vorsitzende des Regionalverbandes.

In Hoikenrade II ist die Situation besonders extrem. Hier stehen 64 Prozent der Gärten, oder anders gesagt, 114 von 179 Pachtflächen frei. „Es gibt Laubenpieper, die zu beiden Seiten keine Nachbarn mehr haben und inmitten verwilderter Flächen zu Einzelkämpfern geworden sind“, weiß Hartmut Barkowski.

Dabei sind die Gründe sehr unterschiedlich. Es hängt nicht nur mit dem fehlenden Nachwuchs zusammen. „Es sind diverse Faktoren“, betont Barkowski. So haben zahlreiche Laubenbrände in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass zuvor gut bewirtschaftete Parzellen plötzlich nicht nicht mehr zur Verfügung standen. „Klar ist, dass sich heute niemand mehr einen Garten nimmt, in dem keine Laube steht“, sagt Barkowski. Und werden Flächen über ein oder zwei Jahre nicht bewirtschaftet, verwildern sie und können ebenfalls nur noch selten wieder verpachtet werden. In vielen Vereinen versuchen die Pächter die leerstehenden Parzellen mitzubewirtschaften. „Dies geht aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Denn oftmals sind auch sie schon im fortgeschrittenen Alter und haben zu tun, ihre Gärten in Ordnung zu halten“, erklärt Hartmut Barkowski. In Grimmen und den fünf Vereinen der Nachbarschaft gibt es insgesamt 1449 Gärten. 352 davon stehen leer. Damit der rasante Anstieg zumindest eingedämmt werden kann, gibt es in den Vereinen verschiedene Herangehensweisen. So werden neben Seniorengärten, inzwischen auch Schnuppergärten angeboten.

Was aus der Statistik aber deutlich hervorgeht, ist die Abhängigkeit zur Lage der Gartenanlage. So gibt es im einwohnerstärksten Stadtgebiet Südwest auch drei Anlagen, in denen kein Leerstand zu verzeichnen ist.

So hat auch der gesamte Regionalverband, der aus 46 Vereinen besteht, derzeit etwas mehr als 19 Prozent nicht verpachteter Gärten.

1446 Parzellen gibt es in Grimmen und Umgebung

1243 Gärten gibt es in den 16 Vereinen der Stadt. Zählt man die fünf Vereine des Grimmener Umlandes dazu, sind es sogar 1449 Parzellen.

317 Parzellen in Grimmen und 352 insgesamt stehen leer.

26 Prozent aller Gärten im Stadtgebiet sind aus den unterschiedlichsten Gründen nicht besetzt.

195 leere Gärten befinden sich allein in Hoikenrade. In Hoikenrade II sind sogar knapp 64 Prozent der Flächen unbewirtschaftet.

Von Raik Mielke

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