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Grimmen Hubertushütte in Bremerhagen soll erhalten bleiben
Vorpommern Grimmen Hubertushütte in Bremerhagen soll erhalten bleiben
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00:10 10.03.2016
Während die Hubertushütte erhalten werden soll, muss das Sanitärgebäude aus baulichen Gründen abgerissen werden. Quelle: Claudia Noatnick

Die Hubertushütte, idyllisch im Bremerhagener Forst gelegen, ist noch immer Streitobjekt zwischen dem ehemaligen und jetzigen Eigentümer. Per 1. Oktober vergangenen Jahres ging die Hütte, die einst zu DDR-Zeiten von Mitgliedern der Jagdgenossenschaft errichtet und für Zusammenkünfte genutzt wurde, in das Eigentum der Landesforst über.

Seitdem gibt es Diskussionen zwischen der Forstbehörde und der Gemeinde Sundhagen als vorherigem Besitzer. Der Grund ist in einem sogenannten Gestattungsvertrag verankert. Dort wurde festgelegt, dass die Hütte nach Ablauf des Vertrages zurückgebaut werden müsse. Und zwar vom einstigen Eigentümer. In Zeiten klammer Kassen aber weigert sich die Gemeinde seitdem, ihren Vertragspflichten nachzukommen. Zudem hängen an der Hubertushütte viele Erinnerungen, weshalb Rückbaupläne vor allem bei Jägern mit gemischten Gefühlen einhergehen.

„Wir haben allerdings beschlossen, die Hubertushütte zu erhalten und weiterhin für jagdliche und waldpädagogische Zwecke zu nutzen“, sagt Thomas Gottlob, Chef des Forstamtes Poggendorf. Das dazugehörige Sanitärgebäude allerdings entspreche nicht mehr den gültigen bautechnischen Bestimmungen: „Die 40 Jahre alte Trinkwasserleitung ist marode, die Abwasserleitung desolat, das Reetdach undicht“, zählt Thomas Gottlob auf. Allein für die Erneuerung des Reetdaches müssten Gelder in Höhe von mindestens 10000 Euro aufgebracht werden, schätzt der Forstamtschef. Rechne man die Beseitigung aller weiteren Mängel dazu, würden die Kosten für eine Erneuerung des Gebäudes die eines Abrisses weit übersteigen. Und dafür sei eben laut Vertrag die Gemeinde Sundhagen zuständig.

Die allerdings ist ihren Pflichten bis heute nicht nachgekommen, obgleich im Gestattungsvertrag festgelegt war, dass ein Rückbau spätestens drei Monate nach dem Eigentümerwechsel zu erfolgen habe.

Diese Frist ist mittlerweile um über zwei Monate überschritten. Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger (CDU) begründete das Nicht-Handeln der Gemeinde während einer Gemeindevertretersitzung mit klammen Kassen. Sundhagen hätte in seinem überschuldeten Haushalt zum einen kein Geld für den Rückbau übrig und zum zweiten andere Prioritäten, wie den den geplanten Schulneubau.

Zwar zeigt man bei der Forst durchaus Verständnis dafür, dass die Gemeinde in Zeiten finanzieller Nöte ihr Augenmerk zuerst auf die wichtigen Themen wie eben den Schulneubau lege. Dennoch: Vertrag bleibe Vertrag und diesen habe Sundhagen zu erfüllen.

Informationen

1958 wurde die Hubertushütte im Bremerhagener Forst auf Staatsland errichtet.

Mit der Wende wurde der Komplex Eigentum der Gemeinde Wilmshagen, die heute zu Sundhagen gehört.

Zum 1. Oktober 2015 ging das Gelände in das Eigentum der Landesforst über.

In einem Gestaltungsvertrag von 1990 war festgelegt, dass die Gemeinde in diesem Fall die Hütte auf eigene Kosten zurückbauen müsse.

Die Forst möchte die Hubertushütte für jagdliche und waldpädagogische Zwecke erhalten, das dazugehörige Sanitärgebäude jedoch muss aus bautechnischen Gründen abgerissen werden.

Von Claudia Noatnick

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