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Weihnachtstanne schmückt seit gestern den Marktplatz

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Falschparker behindern Tannen-Transport

Die größte der vielen Hürden: Zwei geparkte Pkw – abgestellt trotz Parkverbots – behinderten die Baumfällung in der Karlstraße.

Grimmen. . Falsch geparkte Autos, ein schiefes Tor und eine Ordnungsamtsmitarbeiterin, die es „aus Sicherheitsgründen“, wie sie erklärt, ganz genau nehmen muss – reibungslos laufen das Schneiden und der Transport der Tanne für den Grimmener Markt nicht. Gestern jedoch ist es aus vielerlei Hinsicht ein Geduldsakt. Aus der Karlstraße – von Bärbel und Helmut Nack – kommt das diesjährige Prachtexemplar, das gestern so einige Nerven gekostet hat, bis es endlich fest verankert auf dem Markt steht. Nach immerhin mehr als drei Stunden.

OZ-Bild

Weihnachtstanne schmückt seit gestern den Marktplatz

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Erste Hürde: Falschparker

Bereits um 10 Uhr stehen die fünf Mitarbeiter des Grimmener Stadtbauhofes in der Karlstraße bereit. 45 Minuten später trifft Markus Pietsch mit dem großen Kran samt Auflieger von der Grimmener Firma Kran-Lange ein, manövriert das Gefährt rückwärts von der Friedrichstraße aus in die Karlstraße. Auf Höhe von Hausnummer 3, wo Nacks wohnen, parken zwei Autos. Sie hindern den 22-jährigen Kranfahrer daran, die Stützen vom Auflieger auszufahren. Das Ordnungsamt wird informiert, ein Abschleppunternehmen organisiert.

Zeitgleich versucht Birgit Woytke vom Ordnungsamt, die Fahrzeughalter doch noch ausfindig zu machen – ohne Erfolg. „Das wird sie nun 25 Euro wegen der Behinderung kosten. Hinzu kommen die Kosten für das Abschleppunternehmen“, berichtet Birgit Woytke. Mitarbeiter vom Autohaus Gerds transportieren die Pkw schließlich ein Stück weiter. Weil dies aber einige Minuten in Anspruch nimmt, serviert Bärbel Nack den inzwischen zahlreichen Schaulustigen heißen Punsch und Kaffee. Aufgeregt sei sie, gesteht die Rentnerin. „Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Wir geben die Tanne nur schweren Herzens her. Sie war 1990, als wir das Haus kauften, unsere erste Investition“, erzählt sie. Um 11.50 Uhr sind schließlich beide Autos beiseite geräumt. Dann geht alles ganz schnell. Die Säge heult auf. Keine fünf Minuten später schwebt die Nordmanntanne über dem Nack’schen Grundstück.

Zweite Hürde: Schräges Tor

Inzwischen auf dem Markt angekommen, warten bereits einige Schaulustige auf die Tanne. Von den Polizisten Klaus Nehls und Klaus Niebuhr wird die Sundische Straße samt Stralsunder Tor gesperrt. Markus Pietsch steuert auf die Durchfahrt durchs Tor zu, stoppt plötzlich. Inzwischen ist es 12.15 Uhr. Der Kranfahrer stößt sein Gefährt ein Stück zurück. „Ich bin gerade auf die Tordurchfahrt zugefahren, aber das Tor steht etwas schräg. Ich musste den Auflieger nachjustieren, sonst wäre ich am Tor angeeckt“, erzählt er.

Dritte Hürde: Perfektion

Endlich! 12.28 Uhr fährt Markus Pietsch auf den Grimmener Markt. Der Stammdurchmesser wird gemessen: 36 Zentimeter. Erleichterung. Wenigstens diesbezüglich gibt es keine Probleme. „Die Hülse hat einen Durchmesser von 39 Zentimetern. Wir müssen den Stamm also nicht verjüngen“, erzählt Bauhofmitarbeiter Bernd Höflich. Um 12.42 Uhr steht der Baum – noch am Kranhaken – in der Hülse. Nur stehen, damit gibt sich Birgit Woytke nicht zufrieden. „Es muss ein Stück vom Stamm ab“, verkündet sie. Denn schließlich reichten die Zweige in den Vorjahren immer bis fast auf den Boden und so soll es auch in diesem Jahr sein.

40 Zentimeter kürzer steht Nacks Tanne dann um 12.50 Uhr fest verkeilt. Markus Pietsch fährt den Kranarm ein, die Stadtbauhofmitarbeiter fegen die Sägespäne zusammen, Birgit Woytke wirft einen letzten prüfenden Blick auf den von vielen Passanten gelobten Weihnachtsbaum. „Er steht schief“, lautet ihr Fazit. Markus Pietsch fährt den Kranarm wieder aus. Die Keile, die den Baum fixieren, werden wieder rausgeschlagen, der Baum gerichtet. Um 13.02 Uhr gibt Birgit Woytke schließlich ihr Okay und gesteht: „Ein wenig schief ist der Baum wohl gewachsen.“

Hürde für die nächsten Jahre

Schief, zwei Kronen – die Bürger werden in den kommenden Jahren Abstriche hinnehmen müssen, was das Aussehen der Weihnachtsbäume auf dem Markt betrifft. „Die Leute sind von den sehr schönen Bäumen der vergangenen Jahre verwöhnt, aber wir haben nicht mehr viele Angebote“, erzählt Birgit Woytke. Viele Faktoren müssen bei der Auswahl nämlich berücksichtigt werden. Einer ist die Entfernung zwischen Baum-Standort und der Stadt. „Wir sind sehr dankbar, dass das Unternehmen Kran-Lange der Stadt den Transport sponsert. Wir wollen diese Großzügigkeit nicht überstrapazieren, indem wir einen Baum wählen, der viele Kilometer entfernt steht“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. „Aber wir werden ganz sicher eine Lösung finden.“

Viele Spender

12 Meter misst die Edel-Nordmanntanne auf dem Grimmener Markt. Damit toppt sie nicht das 2011er-Prachtexemplar Die Grimmener Weihnachtsbäume der vergangenen Jahre und ihre Spender:

2010 Colorado-Tanne – 11 Meter – von Familie Murswiek aus Leyerhof 2011 Colorado-Tanne – 15 Meter – von Familie Genzmann aus Reinkenhagen 2012 Fichte – 14 Meter – von Familie Sanow aus Grimmen 2013 Nordmanntanne – 12 Meter – von Familie Wiech aus Holthof 2014 Douglasie – 12 Meter – von Familie Krasz aus Kandelin

2015 Nordmanntanne – 8 Meter – von Familie Giermann aus Bartmannshagen

Anja Krüger

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