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Grimmen „Ich liebe meine Arbeit seit 36 Jahren“
Vorpommern Grimmen „Ich liebe meine Arbeit seit 36 Jahren“
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07:00 13.03.2019
Der 52-jährige Maximilian Friedrich erlernte 1983 den Beruf des Tischlers. Seit seiner Ausbildung ist der passionierte Handwerker in seinem Beruf tätig. Quelle: Raik Mielke
Grimmen

„Als ich 1983 eine Lehre als Tischler begonnen habe, war mir klar, dass ich diesen Beruf mein Arbeitsleben lang ausüben möchte“, sagt Maximilian Friedrich. Der 52-Jährige ist ein passionierter Handwerker, der seit seiner Lehrzeit in ein und dem selben Betrieb tätig ist.

Als Meister arbeitet er in der Grimmener Tischlerei U.P.R. Hatunschek von Inhaber Thomas Scherlach. „In diesem Betrieb habe ich bereits 1983 begonnen und in einer zweijährigen Ausbildung den Beruf des Tischlers erlernt“, beschreibt er. Zuvor besuchte er die Polytechnische Oberschule der Stadt. „Ich war mit meinem Vater zuvor schon häufig mal in der Tischlerei. Der ganz besondere Geruch, der entsteht wenn man Holz aufschneidet, hatte es mir angetan“, sagt er und man merkt sofort, dass Maximilian Friedrich seine Arbeit liebt. Nach der Schule, als es dann darum ging eine Ausbildung zu beginnen, hatte der heute 52-Jährige klare Vorstellung, was er machen wollte. „Mir war es wichtig eine kreative Arbeit mit geregelten Arbeitszeiten auszuüben“, sagt er und findet, dass er gute Voraussetzungen für das Tischler-Handwerk mitbrachte: „Man braucht ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, eine gewisse Fingerfertigkeit und Kreativität und zudem gute Mathe-Kenntnisse.“ Da er diese Kriterien erfüllte, stand einer erfolgreichen Ausbildung nichts im Wege. „Ich habe mir immer viel von meinen Kollegen abgeschaut und es dann einfach selber ausprobiert“, erklärt er.

Ein wahres Meisterstück: Mit dieser Anfertigung bekam Maximilian Friedrich 1995 seinen Meistertitel. Quelle: Raik Mielke

Nach einigen Jahren beruflicher Erfahrung, entschließt sich Maximilian Friedrich dann Anfang der 1990er Jahre seinen Meister zu machen. „Ich habe dies berufsbegleitend gemacht und in dieser Zeit viel Urlaub aufgespart“, beschreibt er. Denn der Tischler aus der Trebelstadt ist ein Perfektionist. „Ich arbeite nach einem ganz einfachen Prinzip. Wenn ich etwas anfertige, muss ich zu 100 Prozent damit zufrieden sein, dann ist es nach meiner Erfahrung auch der Kunde“, betont er. Darum nimmt er sich vor der Anfertigung seines Meisterstückes auch fünf Wochen Urlaub. „Diese Zeit habe ich auch gebraucht, um eine für mich perfekte Vitrine zu errichten“, erklärt der Handwerker. Mit Erfolg, denn 1995 bekommt er seinen Meistertitel verliehen. „Für mich war es sehr wichtig, diesen Schritt zu gehen. Man beweist sich hiermit ein Stück weit, dass man in seinem Beruf die nötige Qualität mitbringt“, findet der in Stralsund lebende Tischler.

Maximilian Friedrich vergleicht seine Arbeit mit der eines Bäckers. „Wir haben beide die gleiche Vorgehensweise“, findet er und beschreibt: „Ein Kunde kommt zu uns und erläutert uns seinen Wunsch. In einem gemeinsamen Gespräch wird dann aus der Idee ein klarer Plan. Und dann geht es so richtig los. Wie ein Bäcker, der seine Zutaten einkauft, besorgt auch ein Tischler die gewünschten Materialien und fertigt aus diesen dann das gewünschte Objekt an.“

Spezialisiert hat sich der Tischler auf den Möbelbau. „Aber als Tischler geht es nicht nur um die Arbeit mit Holz. Man muss rundum handwerklich begabt sein. Ich habe in meiner täglichen Arbeit mit Glas, Farbe, Montagetechniken von Türen und Fenstern und natürlich auch der Bearbeitung und Pflege von Holz zu tun“, zählt er auf.

Seit Anfang der 2000er hat sich vieles in dem klassischen Handwerk verändert. „Viele Arbeitsprozesse sind heute computergesteuert. Dadurch kann man noch genauer und sauberer arbeiten. In gewissem Maße ist man heute auch Programmierer. Man gibt alle erforderliche Daten in den Rechner ein und dieser führt die gewünschten Arbeiten dann aus“, beschreibt er. Weniger körperlich ist die Arbeit dadurch aber nicht. „Früher bin ich nach der Arbeit noch zum Sport gegangen. Dies schaffe ich heute nicht mehr“, sagt er. Die Liebe zu seiner Tätigkeit ist aber nach wie vor ungebrochen.

Raik Mielke

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