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Grimmen Im Amt Miltzow kommt das schnelle Internet
Vorpommern Grimmen Im Amt Miltzow kommt das schnelle Internet
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00:00 04.12.2017
Wittenhagen

Dass die Gemeinden Wittenhagen, Elmenhorst und Sundhagen internetmäßig so schlecht ausgestattet sind, kann sich jetzt positiv für ihre Einwohner auswirken. Wahrscheinlich kommen sie fixer an schnelles Internet als andere im Land. Denn die drei Gemeinden des Amtes Miltzow bilden einen Cluster, der jetzt bevorzugt mit Breitband versorgt werden soll, informierte Nico Dröse, der im Amt Miltzow unter anderem für den Breitbandausbau verantwortlich ist.

Jahrelang hat der Kreis Vorpommern-Rügen für die Breitband-Ausstattung gekämpft, jüngst stellte der damals zuständige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dem Kreis 77 Millionen Euro dafür zur Verfügung. Die Ausschreibungen sind gelaufen, die Telekom habe den Zuschlag bekommen, sagte Dröse vor Einwohnern und Gemeindevertretern der Gemeinde Wittenhagen.

Im Land Mecklenburg-Vorpommern soll zukünftig flächendeckend eine Übertragungsleistung von 50 Megabit pro Sekunde möglich sein, erläutert der Breitbandbeauftragte. Vorrang hätten all jene Gebiete, in denen weniger als 30 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Und dazu gehöre der sogenannte Cluster Wittenhagen, Elmenhorst, Sundhagen. Mit dem jetzt angestrebten Glasfaserausbau, der zu 100 Prozent bis in jedes Haus erfolgen soll, seien bis zu 1000 Megabits pro Sekunde möglich. „Das alles soll bis November 2019 fertig sein“, sagt Nico Dröse.

Damit aber diese zukunftsträchtige Technologie von der Trasse an der Straße auch in die einzelnen Häuser gelangen kann, müsse die Genehmigung jedes Grundstückseigentümers vorliegen, informierte Dröse weiter. Jeder Hauseigentümer bekomme deshalb jetzt von der Telekom eine Broschüre, die einen Auftrag enthalte, der zu erteilen sei. Damit sei dann die unentgeltliche Herstellung des Telekommunikationsnetzes gewährleistet.

„Tarifabschlüsse sind damit nicht verbunden“, betonte Dröse. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass auch derjenige gut beraten sei, sich diese Anschlüsse bis ins Haus legen zu lassen, der das schnelle Internet derzeit nicht bräuchte. „Einerseits wird wohl die Telekom auf Dauer nicht beide Netze, also das neue und das herkömmliche, betreiben“, warnte er. Und außerdem sei die Installation eine Wertsteigerung, für die man nichts bezahlen müsse.

Da dort zuerst gebaut werde, wo der vollständige Ausbau zuerst möglich sei – also dort, wo die Eigentümer eines abgeschlossenen Gebietes zuerst vollständig ihre Zustimmung gegeben hätten – „sollten die Anwohner schnell handeln“, rät der Amtsmitarbeiter.

Almut Jaekel

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