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„Im Raum Rakow haben wir nur noch vier Kameraden“

Süderholz „Im Raum Rakow haben wir nur noch vier Kameraden“

Löschzug der Gemeinde Süderholz rückte zu 34 Einsätzen aus

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Das Feuer im Stallgebäude in Hildebrandshagen war für die Einsatzkräfte der Gemeinde Süderholz der größte Brandeinsatz.

Quelle: Foto: Raik Mielke

Süderholz. Hinter den aktiven Mitgliedern des Löschzuges Süderholz liegt ein ereignisreiches Jahr. Die Retter hatten es mit diversen Einsatzszenarien zu tun.

 

OZ-Bild

Wir haben mit 58 aktiven Kameraden schon recht viele. Jedoch sind diese im Laufe des Arbeitstages nur in sehr begrenztem Maße verfügbar.Torsten Schwebke Gemeindewehrführer Süderholz

Quelle: Foto: Anja Krüger

Auszeichnungen und Ehrungen

Beförderung zum/zur:

Feuerwehrfrau:

Martina Weiß und Jeanette Dehn

Feuerwehrmann:

Dennis Thoms und Seven Dabels

Löschmeister:

Markus Krohn Oberfeuerwehrmann:

Alexander Briese

Oberlöschmeister:

Wolfgang Hauth

Hauptlöschmeister:

Jörg Krüger

Aufnahme in Ehrenabteilung:

Wolfgang Hauth, Jörg Krüger, Daniel Lück Auszeichnung für:

10 Jahre:

Rico Bahls 25 Jahre:

Jörg Krüger und Dieter Degen 40 Jahre:

Manfred Bücker

Gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG erklärt Gemeindewehrführer Torsten Schwebke, welche Einsätze die Aktiven besonders forderten und welche neuen Herausforderungen auf den Löschzug warten.

Wie intensiv war das Einsatzjahr 2017 für ihren Löschzug?

Torsten Schwebke: Von den Zahlen her war es ein durchschnittliches Jahr. Wir hatten 34 Einsätze, darunter beispielsweise acht Brände, fünf Verkehrsunfälle und 13 Baumsperren. Dennoch waren es zum Teil sehr intensive Einsätze, die unseren Kameraden alles abverlangt haben. Der schwierigste Einsatz war mit Sicherheit der Verkehrsunfall im Mai in Poggendorf. Wenn verletzte Menschen beteiligt sind, ist dies für unsere Leute neben der physischen mit einer hohen psychischen Belastung verbunden.

Sind Sie für diese Anforderungen denn gut aufgestellt?

Wir haben 58 aktive Mitglieder, von denen 40 regelmäßig ausrücken. Dies klingt gar nicht so schlecht, ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Das große Problem ist die Verfügbarkeit dieser aktiven Kameraden zu bestimmten Tageszeiten. Am Wochenende und in der Nacht sind viele Leute vor Ort. Im Laufe des Tages oder in der Woche sind die wenigsten in der Gemeinde. Es gibt zudem Ortschaften in unserem Einsatzgebiet, wie beispielsweise der Raum Rakow und Bretwisch, in denen wir nur noch vier Einsatzkräfte haben.

Was haben Sie unternommen, um trotzdem den Brandschutz in diesem Bereich sicherzustellen?

Wir arbeiten dort mit der Freiwilligen Feuerwehr Grimmen zusammen, die im Einsatzfall sofort ausrückt. Dies war ein notwendiger und sehr wichtiger Schritt. Es zahlt sich aus, dass wir mit den Feuerwehrleuten aus Grimmen seit Jahren gut zusammenarbeiten und auch gemeinsame Ausbildungen durchführen. Das Wichtigste ist aber, dass wir immer wieder motivierte Leute gewinnen, die bereit sind, ihre Freizeit zu opfern und sich weiterzubilden. Und dies sowohl körperlich, weil wir bei vielen Einsätzen sehr gefordert werden, als auch einsatztaktisch durch die angebotenen Ausbildungen.

Ein wichtiger Schritt hierbei ist sicherlich weiterhin die kontinuierliche Jugendarbeit?

Ja, unbedingt. Wir haben momentan 17 Jugendfeuerwehrleute, die immer wieder bei Wettkämpfen fordere Plätze belegt haben. Dies spricht für eine ausgezeichnete und hochwertige Arbeit in diesem Bereich.

Zudem führen wir an unserer Grundschule eine Brandschutz-Arbeitsgemeinschaft durch, die mit 18 Jungen und Mädchen sehr gut angenommen wird. Es ist enorm wichtig, diese Nachwuchsarbeit immer weiter voranzutreiben. Es muss unser Ziel sein, immer wieder Nachwuchsretter aus der Jugendabteilung in den Löschzug zu übernehmen.

Interviewe Raik Mielke

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