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Grimmen Immer mehr können sich Kita nicht leisten
Vorpommern Grimmen Immer mehr können sich Kita nicht leisten
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00:00 18.11.2016

. Die sozialen Härtefälle in den Familien nehmen zu – ein Blick in den 2017er-Haushalt des Kreis-Jugendamtes lässt daran keinen Zweifel. Ein Fakt ist besonders schockierend: Rund 60 Prozent der Eltern von Rambin über Richtenberg bis Ribnitz und Grimmen können sich den Kita-Platz für ihren Nachwuchs nicht leisten. 7936 Mädchen und Jungen sind davon betroffen. Für sie springt der Kreis ein – und zahlt deren Platz komplett. Kosten: 6,84 Millionen Euro.

Damit hat sich die Situation weiter zugespitzt. Im letzten Jahr waren 7832 Kinder betroffen, für die 6,5 Millionen Euro vom Kreis bezahlt wurden. 2014 musste der Kreis 5250 Betroffenen den kompletten Elternbeitrag bezahlen.

Und das ist noch nicht alles: „Es gibt ja noch die Eltern, die wir mit einem Zuschuss entlasten. Das sind bei den unter Dreijährigen 1988 Fälle, im Kindergarten 1337 Betroffene“, sagte Jugendamtsleiterin Dörte Heinrich, die den Haushalt im letzten Jugendhilfeausschuss so aufbereitet hatte, dass auch Laien das Zahlenwerk verständlich wurde. Für diese so genannte Elternentlastung stehen noch einmal drei Millionen Euro im Plan. Auch hier ist die Tendenz in den letzten Jahren steigend. Rechnet man die Zahlen zusammen, kommt man auf rund 11000 Kinder, deren Platz teilweise oder ganz bezuschusst wird. Das sind bei insgesamt 14365 Mädchen und Jungen, die in Vorpommern-Rügen eine der 164 Kitas besuchen, rund 80 Prozent...

2127 Mädchen und Jungen gehen in die Krippe, 6533 in den Kindergarten und 5025 in den Hort. Hinzu kommen 680 Knirpse in der Tagespflege, die von 161 Tagesmuttis oder -vätern betreut werden. Mit Zuschüssen für pädagogische Arbeit, frühkindliche Bildung und integrative Hortbetreuung summieren sich die Ausgaben für die Förderung des vorpommerschen Nachwuchses auf zwölf Millionen Euro.

Insgesamt gibt der Landkreis rund 81 Millionen für seine Kinder und Jugendlichen aus. Nach Abzug der Landeszuschüsse bleiben da 40 Millionen, die aus der Kreiskasse berappt werden müssen. Das sind trotz vier Millionen Nachschlag Ende 2016 noch mal zwei Millionen Euro mehr als geplant.

Größter und ständig wachsender Brocken im Jugendhaushalt bleiben mit 18 Millionen Euro die Hilfen zur Erziehung – gezahlt für ambulante Angebote, Einzelbetreuung oder Heimunterbringung. Wegen der steigenden Fallzahlen hat die Kreisverwaltung reagiert und speziell im sozialpädagogischen Dienst noch einmal 2,5 Stellen geschaffen. Somit kümmern sich hier jetzt 42 Mitarbeiter um die Sorgenkinder.

Ines Sommer

OZ

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