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Immer weniger Adebare in der Region

Grimmen Immer weniger Adebare in der Region

Das Storchenpaar im Grimmener Heimattierpark (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist bereits am Brüten. Insgesamt jedoch sinkt die Anzahl der Langbeiner in Vorpommern.

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Der Storch kehrte bereits im Februar in den Grimmener Heimattierpark zurück.

Quelle: Almut Jaekel

Grimmen. Das Brutgeschäft im Grimmener Heimattierpark läuft. Zumindest beim Storchenpaar, dass sich dort in diesem Jahr eingefunden hat. Das Männchen, das dort schon jahrelang beobachtet wird, war diesmal ganz zeitig da, weiß die Storchenbeauftragte Erika Leek, die insgesamt zwölf Storchenhorste in und um Grimmen betreut. Schon am 21. Februar traf es im kleinen Zoo ein, seine „Frau“ ist wenig später gelandet. Und sie ist ein alter Schwede, pardon, ein Schwedin. Und ganz so alt ist sie auch nicht. Denn die Störchin ist 2011 in Schweden geschlüpft und am 8. Juli 2011 in Veberöd in Schweden beringt worden.

Ihre Ringe erhalten Störche ausschließlich als Nestlinge, weiß die Storchenbeauftragte. Frau Störchin wird also in diesem Jahr sechs Jahre alt. Bis zu 30 Jahre alt können die Langbeiner werden. Das Storchenmännchen im Tierpark hat übrigens keinen Ring und deshalb weiß auch niemand, woher es stammt.

Dass Störche standorttreu seien und immer wieder ins gleiche Nest fliegen, sei ein Ammenmärchen. Ein Beispiel dafür sei die schwedische Tierparkstörchin. Denn nach ihrer Registrierung im Jahr 2011 in Schweden wurde sie am 22. April 2014 wiedergefunden - in Vorland. Jetzt sei sie zwar wieder in der vorpommerschen Region, aber eben in Grimmen. Der Storch, der gegenwärtig in Hohenwieden wohl noch auf seine Partnerin wartet, war zuletzt 2011 in Moeckow in Ostvorpommern gesichtet worden. Im vergangenen Jahr war er allerdings auch schon in Hohenwieden. Die Horster Störchin allerdings - sie ist schon mehr als 20 Jahre alt - ist dort bereits viermal gesichtet worden. Von der Abstammung der Grimmener Storchenfrau erfuhr die Storchenbeauftragte jetzt bei einer Tagung, die regelmäßig alle zwei Jahre für alle Verantwortlichen in Mecklenburg-Vorpommern stattfindet. Dabei werden Beobachtungsergebnisse ausgetauscht.

Nicht nur die Standorttreue der Störche sei nicht wahr sondern auch, dass die Population hierzulande größer werde. Das Gegenteil sei der Fall. Die großen Vögel hätten einfach nicht genug Futter. Und nur, weil die hungrigen Tiere an Autobahnstreifen nach Futter suchen würden und deshalb dort öfter anzutreffen seien und, weil sie sich im Spätsommer vor dem Abflug in den Süden sammeln und dann in Scharen auftreten, habe man den Eindruck, es gäbe viele in Vorpommern.

Nahrung ist der Schlüssel zum Bruterfolg

Zwei Jungvögel pro Jahr muss ein Storchenpaar aufziehen, um den Bestand zu sichern. Das wurde landesweit 2008 zuletzt erreicht. Fällt der Wert darunter sinkt der Brutbestand.

Jahrzehntelang galt der Bestand in MV als stabil, bei etwa 1200 Brutpaaren. 2005 brach er auf 834 Paare ein. Der Weißstorch wurde in der Roten Liste auf „stark gefährdet“ hochgestuft.
2016 sank der Wert weiter auf 721 Paare.

Die Verfügbarkeit der Nahrung ist der Schlüssel zum Bruterfolg. Ein Brutpaar mit fünf Jungen muss täglich etwa 4 kg Nahrung fangen.

Claudia Noatnick

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