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In Zarrentin wurde ein Mörder gesucht

Zarrentin In Zarrentin wurde ein Mörder gesucht

Gutshaus im Ort hatte am Wochenende erstmals zum Krimi-Dinner gebeten / Der Andrang zu den zwei Veranstaltungen war groß

Zarrentin. Es ist ein regnerischer Freitagabend und trotzdem sind viele Autos unterwegs in Richtung Zarrentin. Viele der Gäste tragen Trauerkleidung. Sie werden von den Hotelbesitzern Dorlis und Berhard Lunkenheimer herzlich im Gutshaus begrüßt. Die Besucher, die in Trauerkleidung nach Zarrentin gekommen sind, gehören zum EGN-Baumarkt in Grimmen. Für sie war die Fahrt praktisch ein Betriebsausflug.

Aber was ist nun der Anlass für den traurigen Abend? Stiefmutter, Tante, Großtante, Cousine und Großcousine Elfriede Sawatzki ist plötzlich und unerwartet verstorben. Sogar aus dem Elsass ist Stiefsohn Berthold Sawatzki angereist. Spätestens mit seinem Auftritt wird allen Beteiligten aber nun klar, dass es hier um ein Theaterstück geht. Es trägt den Namen „Eine Mords-Erbschaft“. Gestaltet wird es von der Theatergruppe „Küsten Krimi Games“. Diese gibt es seit sieben Jahren.

„Wir haben uns damals im Theater kennengelernt, als es solche Krimi-Dinner noch nicht gab. In Stralsund haben wir damit angefangen“, erzählt Thilo Klang, von dem auch das Stück stammt, dass kurz danach in Zarrentin aufgeführt wird. Zehn Mitglieder hat seine Gruppe heute. Vier davon sind in Zarrentin am Abend mit dabei. Am 26. November gibt es übrigens die nächste Premiere in Stralsund. Im Brauhaus in der Knieperstraße wird zu „Ein Mords- Wahlkampf“ eingeladen. „Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig“, sagt Klang schon mal entschuldigend vorab.

Nun aber zu dem ungewöhnlichen Kriminalfall: Weinend trägt Berthold die Urne von Elfriede in den Saal, stellt sie neben das mit Tauerflor geschmückte Bild. Er entzündet eine Kerze. Auch Dascha (Elena Grunke) adoptiertes Kind der Elfriede, ist dabei und Wihelmine Guttenstein-Sawatzki (Martina El Dugla), kam als Tante aus Berlin angereist.

Bereits nach kurzer Zeit kommt es zu Streitereien zwischen den Anwesenden. Hier beginnt dann das Krimi-Dinner für die Gäste. Es wird Lauch-Kartoffel-Suppe mit Speckcroutons „Sherlock Holmes“

gereicht. Mit Spannung erwartet das Publikum nun die Testamentseröffnung, zu der ein Notar aus dem Publikum gewählt wird. Kurzentschlossen wird dafür Werner Dillner, ehemaliger Betriebsleiter des EGN, ausgewählt. Und ihm fällt dann die Aufgabe zu, die für die anwesenden Familiennitglieder unerfreulichen Nachrichten zu verlesen.

Und da kommt es: Denn der größte Teil des Erbes soll der Naturschutzbund für den Bau eines Krötentunnels unter dem Rügendamm erhalten. Es gibt riesigen Protest und ein zweites Testament. Darin soll Theodor Sawatzki, lange verschollener Ehemann der Elfriede, bedacht werden.

Das laute Gelächter, was daraufhin erschallt, bricht ganz schnell ab, als der Verschollene plötzlich auftaucht. Angesichts dieser Überraschung kommt es nun zu gegenseitigen Vorhaltungen.

Die Gemüter beruhigen sich erst wieder, als plötzlich ein Schrei ertönt und Theodor erschossen auf dem Boden liegt. Gäste werden gebeten, den Toten aus dem Saal zu tragen. Daraufhin folgt der Hauptgang des Menüs: Rollbraten mit hausgemachtem Rotkohl und Kartoffeln „Pater Brown“.

Jetzt erscheint Pastor Gnadenreich (Thilo Klang), der den Fall aufklären will. Dascha hatte Theodors Waffe in seinem Jackett gefunden, Wilhelmine trug ihre Pistole in der Handtasche und Berthold hatte den Saal zuvor verlassen. Wer war nun der Mörder?

Der Pastor befragt die Familie und bittet die Gäste um ihre Mitarbeit. Jeder der Anwesenden muss einen Zettel ausfüllen und darauf auch die Strafe festlegen. Inzwischen gibt es Glühweinbirnen mit Schoko-und Vanilleeis „Miss Marple“.

Dann wird das Ergebnis der Aufklärung verkündet: Es ist erstaunlich: 12 Stimmen gibt es dabei für Wilhelmine, Dascha erhält 14, Berthold mit 17 die meisten. Gar drei Zuschauer sind sogar der Meinung, der Pastor sei der Mörder. Und wie hat es sich nun wirklich verhalten? Tatsächlich hat doch der Stiefsohn vom Flur aus durch die leich geöffnete Tür die Stiefmutter erschossen.

Es war ein toller Abend. Vor allem auch für Anja Kaden Hansen. Sie hatte den Zarrentiner Hotelleuten zuvor den Tipp gegeben. Das wurde ihr mit einem Präsent durch Bernhard Lunkenheimer gedankt. „Ein super Abend im wunderschönen Ambiente“, fand auch Dr. Elke Kopsch aus Grimmen.

Walter Scholz

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Zum Krimi-Dinner wird morgen und am Sonnabend in das Landhotel Gut Zarrentin eingeladen. Während der morgige Abend schon komplett ausgebucht ist, sind für Sonnabend noch Restkarten zu haben.

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