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Jäger im Unklaren über neue Gebühren

Greifswald Jäger im Unklaren über neue Gebühren

Veterinäramt des Kreises beklagt Ungereimtheiten bei Wildbretuntersuchung

Greifswald. Sechs statt sieben Euro; dazu ein Rückumschlag, der nicht hinreichend frankiert ist: Die vom Landkreis vor Wochen verkündete neue Gebührenregelung für die Untersuchung erlegter Wildschweine auf Fadenwurmbefall (Trichinellen) hat sich unter Weidmännern ganz augenscheinlich noch nicht herumgesprochen.

Von „aktuell beobachteten Unklarheiten“ ist im Veterinäramt die Rede. Nach wie vor würden Jäger den alten, niedrigeren Preis zahlen, um das Fleisch von ihnen erlegter Schwarzkittel auf Parasitenbefall kontrollieren zu lassen. Statt der neu verlangten sieben Euro legten sie ihren Proben sechs Euro bei. Mitarbeiter des Veterinäramtes würden die Fehlbeträge dann aus privater Tasche ausgleichen. Ärgerlich auch: Nicht selten waren mit den Proben zugesandte Umschläge, in denen das Veterinäramt sein Untersuchungsergebnis postalisch mitteilen sollte, nicht ausreichend frankiert worden.

In der Behörde will man nun keine Nachsicht mehr üben: Proben ohne ausreichende Frankierung oder mit nicht ausreichender Gebühr würden ab sofort nicht mehr bearbeitet, erklärte Kreis-Veterinär Holger Vogel. Alle Proben, die bisher ohne unzureichende Gebühr oder ohne Frankierung eingegangen seien, könnten nun im Veterinäramt am Standort Pasewalk abgeholt werden, allerdings nicht ohne den Fehlbetrag auszugleichen. „Wir weisen darauf hin, dass zu jeder Probe eine Telefonnummer des Ansprechpartners anzugeben ist. Umschläge, Geld und Probe sind außerdem getrennt voneinander verpackt abzugeben – das sollte eigentlich jedem Jäger klar sein“, erklärt Holger Vogel.

Weil Wildschweine im Landkreis zur Plage geworden sind, empfehlen Fachleute ihren vermehrten Abschuss. Vor allem der Jungtierbestand müsse reduziert werden. Damit Weidmänner dieser Empfehlung folgen, hat der Landkreis die Untersuchungsgebühr für erlegte Jungtiere von einst sechs auf nunmehr zwei Euro heruntergesetzt. Ob das allein reicht, muss sich erweisen. Fakt ist, das Schwarzwild hat sich stark vermehrt. Ein Auslöser dieser Entwicklung ist die gängige Landwirtschaft: In riesigen Raps- und Maisfeldern leben Schweine wie die Made im Speck. Die Kulturen bieten ihnen energiereiches Futter. Das Ergebnis: Die Tiere vermehren sich stärker und sind zudem frühreif. Inzwischen bekommen schon Sauen unter einem Jahr Nachwuchs.

Sven Jeske

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