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Grimmen „Jeder Tag ist eine neue Herausforderung“
Vorpommern Grimmen „Jeder Tag ist eine neue Herausforderung“
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11:02 10.03.2019
Regine Spillner betreibt in Ahrendsee in der Gemeinde Sundhagen eine Töpferei. Am Wochenende konnte sie zahlreiche Besucher begrüßen. Quelle: Raik Mielke
Grimmen

Am Wochenende luden deutschlandweit Keramiker dazu ein, ihre Werkstätten, Studios und Ateliers zu besuchen. An der 14. Auflage des Tages der offenen Töpferei beteiligte sich auch Regine Spillner. Die Töpferin aus Ahrendsee präsentierte ihre Arbeiten und bot den Besuchern die Möglichkeit sich selber einmal an der Töpferscheibe auszuprobieren.In unserer Serie „Gesichter und Geschichten“ sprachen wir mit der sympathischen Frau aus der Gemeinde Sundhagen über die Anfänge ihrer Arbeit, das Leben in einem kleinen Dorf und die Entwicklung im Töpfer-Handwerk.

„Gar nicht so einfach einen Ausbildungsplatz zu ergattern“

„Blau ist meine Farbe“, sagt Regine Spillner und zeigt auf Vasen, Tassen, Krüge, Teller und allerhand mehr in den Regalen ihrer Werkstatt. Trotz großer Bescheidenheit merkt man ihr an, wie stolz sie auf ihr Handwerk ist. Dass es für die Sundhagenerin ein handwerklicher und zugleich künstlerischer Beruf werden würde, war schon zu Jugendzeiten klar. „Nach der Schule habe ich zuerst eine Lehre als Dekorateurin gemacht“, sagt sie und erzählt: „Damals war es gar nicht so einfach einen Ausbildungsplatz als Töpferin zu bekommen, weil der Beruf und Keramik als Industrieprodukt in der DDR sehr gefragt war. Doch es klappt und so beginnt Regine Spillner in Saal ihre Ausbildung.

Im Herbst 1989 den Wohlfühlort auf dem Lande entdeckt

„Mit der Wendezeit stand hinter dem Beruf der Töpferin plötzlich ein großes Fragezeichen“, erinnert sich Regine Spillner zurück. Mit der Wiedervereinigung gab es plötzlich ein Überangebot durch große Produktionsstätten und auch ich stellte mir die Frage, ob es Sinn macht in diesem Beruf weiter tätig zu sein, beziehungsweise ob das Töpfer-Handwerk überhaupt eine Zukunft hat“, beschreibt sie. Im Herbst 1989 zieht die künstlerisch begabte Frau dann nach Ahrendsee. „Ich habe dort ein Haus gefunden, in dem zuvor ein Stellmacher lebte. Zudem kannte ich den kleinen Ort, weil meine Großeltern dort lebten“, erzählt Regine Spillner. Voraussetzungen, eine eigene Töpferei aufzumachen, hatte sie damals aber nicht. Erst sechs Jahre später, also 1995, wagt sie dann den Schritt in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Töpferei. „Ich habe mir damals eine kleine Werkstatt, in der ich bis heute tätig bin, aufgebaut. Von einem Schlosser aus dem Nachbardorf habe ich meine erste Töpferscheibe bekommen und von meinem ehemaligen Ausbilder einen ersten Gasofen“, zählt sie auf.

„Reine Töpfermärkte sind die beste Möglichkeit seine Arbeit zu präsentieren“

Von Beginn an will sich Regine Spillner nicht auf eine Linie festlegen. „Dafür ist das Spektrum einfach zu groß. Ich habe einfach große Freude daran, immer mal wieder auch etwas Neues auszuprobieren“, beschreibt sie. In der Regel fertigt die Töpferin aber Gebrauchskeramik und sehr gerne Teekannen an. In ihrer Werkstatt in dem kleinen Dorf der Gemeinde Sundhagen arbeitet sie an manchen Tagen auch mal acht bis zehn Stunden. Aber dies ist nur ein Teil der beruflichen Tätigkeit als Töpferin. „Man muss seine Sachen ja auch verkaufen. Hier, quasi mitten in der Natur, lebt man natürlich nicht von Laufkundschaft. Darum ist es für mich sehr wichtig, immer wieder interessante Märkte zu finden und zu besuchen“, erklärt sie und sagt: „Am besten sind reine Töpfermärkte. Diese werden von Leuten besucht, die gezielt nach Keramik suchen.“ Aber eben auch Aktionen, wie der „Tag der offenen Töpferei“ helfen. „Ich nehme seit Jahren gerne teil, weil es ganz einfach hilft, bekannter zu werden“, sagt die Töpferin.

Raik Mielke

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