Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Jetzt wird es richtig riesig
Vorpommern Grimmen Jetzt wird es richtig riesig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 28.07.2018
Grimmen

Kolossal und prächtig: Wer meint, die seit Wochen anhaltende Hitze und Trockenheit sorgt für eine schlechte Ernte der KIeingärtner der Region, irrt gewaltig. Und auch so manch Staude wächst in diesem Sommer über sich hinaus. So nimmt jetzt die diesjährige Gartenolympiade der Grimmener OZ-Redaktion so richtig Fahrt auf.

Prächtige Blumenstauden und riesiges Gemüse: Rekordsommer sorgt trotz Hitze und Trockenheit für stolze Kleingärtner in der Region.

Kleiner Mann mit Vorliebe für große Sonnenblume

„Sonnenblumen sind Felixs Lieblingsblumen“, erzählt Diana Meier. Ihr neunjähriger Sohn durfte in diesem Jahr deshalb auch selbst die Sorte wählen. „Im Kik fand er eine Tüte mit Kernen. ’Biene Maja’

stand drauf. Die wollte er haben“, erzählt die Frau aus Groß Lehmhagen. Mittlerweile sind Felixs Sonnenblumen über 3,20 Meter hoch und sein ganzer Stolz. Ende der Fahnenstange ist da eventuell aber noch nicht.

Canna-Pracht und Zucchini-Koloss in Griebenow

Auf seinem 4000 Quadratmeter großen Grundstück in Griebenow hat Adolf Saltzer (79) so einiges an gärtnerischen Prachtexemplaren zu zeigen. Erst vorgestern hat er eine kolossale Zucchini geerntet.

Vier Kilogramm und 190 Gramm zeigt seine alte Ladenwaage an. „Bei den Zucchinis habe ich zwei Wochen lang nicht mehr durchgeschaut und war selbst überrascht, was da plötzlich für eine Riesenfrucht zwischen den Blättern zum Vorschein kam“, sagt Saltzer.

Selbst besonders beeindruckt ist er in diesem Jahr allerdings von seiner Canna, die derzeit prächtige Blüten zeigt und obendrein noch eine gigantische Größe hat. „Vor fünf, sechs Jahren haben wir zwei Pflanzen bei der Grünen Woche in Berlin gekauft“, erzählt Saltzer. Eine derartige Größe hätten sie aber noch nie erreicht. Cannas gehen zum Winter hin ein. Die Wurzeln überwintern am besten im Haus. Im Frühjahr darauf treibt die Pflanze wieder aus. Adolf Saltzer zeigt auf eine kleinere Canna-Pflanze. Sie steht an der Scheune. „Dort scheint die Sonne nur bis zum Mittag, danach steht die Canna im Schatten“, erzählt er. Die Pracht-Canna dagegen scheint den vollsonnigen Platz auf dem Rasen zu genießen. „Dafür will sie aber auch genügend Wasser. Morgens und abends bekommt sie zehn Liter Brunnenwasser“, erzählt der rüstige Senior. Brunnenwasser sei viel besser als Regenwasser, ist der Griebenower überzeugt. Darauf, auf die heißen Temperaturen und seine selbst erzeugte Komposterde führt er zurück, dass die Canna in diesem Jahr so prächtig gedeiht. Auf seinen Komposthaufen komme nicht jeder biologische Abfall, berichtet er. Saltzers hätten auch Biotonnen und die seien bei der 14-täglichen Leerung auch meist voll.

„Er wuselt hier den ganzen Tag draußen rum“, erzählt Adolf Saltzers Frau Hanni. Und das trotz seiner angeschlagenen Gesundheit. „Es lenkt mich ab und lässt mich nicht an meine Krankheiten denken“, begründet Adolf Saltzer. Für ihn sei es schon schlimm genug, dass er und seine Frau, die auch auf ihre Gesundheit achten muss, keine Hühner mehr halten können. So erfreuen sich die Senioren eben an ihren Blumen und dem Garten. Bereits jetzt kündigt Saltzer an, auch mit seinen Tomaten bei der diesjährigen Gartenolympiade der Grimmener OZ-Redaktion mitmischen zu wollen. „Die Früchte müssen aber erst noch reifen“, sagt er.

Nach Radieschen nun

Riesengurken aus Leyerhof

Richarda Zamzau aus Leyerhof kam in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in die Grimmener Redaktion in der Bahnhofstraße. Nach riesigen Radieschen vor knapp fünf Wochen holte sie diesmal eine Salatgurke aus dem Beutel. Nicht überdimensional lang. Aber satte 2045 Gramm bringt sie auf die Waage. „Die reicht wohl für mehr als einen Salat“, scherzt sie. Gurkensalat mag sie am liebsten klassisch süß/sauer – mit Zucker und Essig zubereitet, etwas Salz, ein klein wenig Pfeffer und Petersilie. Kurioses tat sich inzwischen bei ihren Einlegegurken. Dort wuchsen zwei zusammen.

Paprikaschoten sind der Hit

bei Ihlenfelds

Zitronenbäumchen, Kaffeepflanzen, der Garten von Doris und Gerald Ihlenfeld hat einiges an exotischen Früchten zu bieten. Besonders beeindruckend finden die Grimmener allerdings ihre Paprika-Ernte.

Drei riesige gelbe Früchte schneidet die 61-jährige Doris Ihlenfeld von der Pflanze im Gewächshaus. „Sonntag gibt es gefüllte Paprikaschoten“, verkündet ihr 62-jähriger Mann. Vorher müssen die Schoten allerdings einzeln auf die Waage. 270 Gramm wiegt das schwerste Exemplar. Einen Umfang von 36 Zentimetern hat die größte Schote. „ Da passt allerhand Gehacktes rein“, meint Gerald Ihlenfeld und lacht. Obwohl das Paar viele Gemüsepflanzen allein aus Samen zieht, hat sie sich bei Paprika in diesem Jahr dazu hinreißen lassen, Pflanzen beim Händler zu kaufen. „Lumos“, so der Name der Sorte.

Mitmachen!

Die Gewinner folgender vier Kategorien werden gesucht:

- Schwerstes Gemüse

- Größtes Gemüse

- Kurioses und Raritä-

ten

– Blumen- und Blüten-

pracht Sie haben Rekordverdächtiges im Garten?

Rufen Sie uns doch an

(☎ 038326 / 460 65). Wir besuchen Sie gern. Oder schicken Sie uns eine E-Mail an grimmen@ostsee-zeitung.de Sie können uns auch ein Foto ihres Rekordgemüses oder Ihrer Rekordblüten per E-Mail schicken. Wichtig: Ihre Kontaktdaten dazuschreiben und die Sorte des Gemüses.

Anja Krüger

Bike-Rock-Car-Weekend steigt vom 10.-12. August im Grimmener Hexenkessel

28.07.2018

Alle Bundesländer haben Ferien: An diesem Wochenende werden viele Autofahrer vermutlich wieder stundenlang am A-20-Loch warten müssen.Sie sollten sich gut vorbereiten und nach Möglichkeit die Hauptstoßzeiten meiden, raten Automobilclubs.

27.07.2018

Bei Drescharbeiten auf einem Acker bei Barkow (Landkreis Vorpommern-Rügen) entzündete sich am späten Donnerstagnachmittag das Weizenfeld. Durch setzen einer Brandschneise konnte ein Ausdehnen verhindert werden.

27.07.2018