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Grimmen Jugenddiakon für neun Kirchengemeinden
Vorpommern Grimmen Jugenddiakon für neun Kirchengemeinden
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10:01 05.11.2018
Jugendliche des Übernachtungsfestes zum Reformationstag gemeinsam mit Jugenddiakon Albrecht Stegen (vorn Mitte) im Pfarrhaus Abtshagen. Quelle: Almut Jaekel
Abtshagen

Noch ist das Büro von Albrecht Stegen im Pfarrhaus in Abtshagen recht leer. Doch das wird sich ändern: Der 34-Jährige wird ab jetzt viel mehr Arbeit haben, denn seine Stelle als Jugendmitarbeiter wurde jetzt, ab dem 1. November für zwei Jahre von 50 auf 75 Prozent erhöht. Albrecht Stegen wird damit in neun Kirchengemeinden der Region aktiv werden können.

„Das große Anliegen und der damit verbundene Wunsch, die Jugendarbeit in der Propstei Stralsund zu stärken und zu fördern, bewegt die Kirchengemeinden in der Region Propstei Stralsund Süd schon länger“, sagte Pastorin Viviane Schulz, zuständig für die Kirchengemeinden Elmenhorst und Abtshagen und derzeit auch für Brandshagen und Reinberg. Um in puncto Jugendarbeit vorwärts zu kommen, haben sich einige der Kirchengemeinden zusammengeschlossen und Pastor Matthias Bartels (Leiter des Regionalzentrums des Pommerschen Kirchenkreises in Greifswald) um Unterstützung gebeten. „Pastor Bartels hat finanzielle Mittel des Kirchenkreises möglich gemacht und die neun Kirchengemeinden Brandshagen, Horst, Reinkenhagen Franzburg, Richtenberg, Steinhagen, Tribsees, Semlow-Eixen, Abtshagen-Elmenhorst haben gemeinsam konkret ebenfalls ihre finanzielle Unterstützung zugesagt“, erklärt die Pastorin, wie diese „Aufstockung“ möglich wurde.

So können wir jetzt viel mehr anschieben als bisher“, freuen sich Viviane Schulz und Albrecht Stegen. Jugendarbeit gibt es in den Gemeinden durchaus auch bisher, aber jetzt soll es eben noch mehr und intensiver werden. Der Startschuss fiel am vergangenen Reformationstag, als Stegen ein Übernachtungfest „Viva La Reformation!“ gemeinsam mit Jugendlichen aus der Region organisiert hatte. „Es ist so wichtig, dass beispielsweise auch nach den Konfirmationen, in den Gemeinden etwas für die Jugendlichen angeboten wird“, sagt die Pastorin.

Um weitere neue Ideen zu entwickeln, trifft sich ein Jugendausschuss zweimal jährlich –erstmals geschah das bereits am 5. Oktober. Chancen und Möglichkeiten einer stärker ausgebauten Jugendarbeit sollen so in den Blick genommen, neue Ideen entwickelt und ein Konzept für die Jugendarbeit 2019 vorgelegt werden. Konkret bedeute das, so Viviane Schulz, dass die Konfirmandenarbeit in zwei großen regionalen Gruppen durchgeführt werde. Anschließend anknüpfende Angebote der Teamerausbildung in Sassen mit Begleitung von Praxiseinsätzen in den Gemeinden, die wöchentlichen Treffen der Jungen Gemeinde (bisher in Reinkenhagen und in Abtshagen), die Jugendfreizeit im Sommer, die drei geplanten Jugendgottesdienste, die Fahrt zum Kirchentag 2019 nach Dortmund, die Jugend-Übernachtungswochenenden und vieles mehr ergänzen das. Ein vorhandener Jugendbus des Kirchenkreises ermöglicht es Albrecht Stegen, die vielen Entfernungen in die einzelnen Gemeinden zu meistern und auch Jugendliche zu Veranstaltungen mitzunehmen.

Einer der zentralen Standorte dabei wird eben das Pfarrhaus in Abtshagen sein. „Mit seinen großzügigen und vielseitigen räumlichen Möglichkeiten und zentral mittig in der Region gelegen, bietet es sich geradezu an“, sagt Albrecht Stegen. Viel sei dort in den vergangenen Jahren baulich geschehen. Küche und Toiletten seien neu, die Jugendräume sind gemacht. Einiges wird gemeinsam mit den Jugendlichen und auf deren Anregung hin noch verändert.

„Albrechts Arbeit ist schon bisher toll. Er befähigt die Jugendlichen, selbst zu handeln“, sagt Viviane Schulz. Und wenn aus ehemaligen Konfirmanden nach der Teamerausbildung Mitarbeiter werden, die sich mit neuen Ideen einbringen, sei das für sie lebendige Kirche wie sie sie sich vorstelle. Albrecht Stegen: „Da muss man manchmal eben auch lernen, dass etwas ganz neu, ganz anders angepackt wird als bisher.“

Im Laufe der Zeit wird sicher auch das Büro des Jugenddiakons bewohnter, mit Akten und Geschichten lebendiger werden. „Und der große Tisch soll wieder rein“, plant Stegen. Denn der wurde dieser Tage in der oberen Etage gebraucht als es hieß: „Futtern wie bei Luthern“.

Almut Jaekel

Elisa Rakow (24) aus Kreutzmannshagen ist Gemüsegärtnerin. Schulklassen, Kindergartengruppen und auch Privatpersonen erläutert sie die Vorteile eines eigenen Gemüsegartens.

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