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Jugendliche feiern Ende der Kinderzeit

Grimmen Jugendliche feiern Ende der Kinderzeit

30 Mädchen und Jungen der Grimmener Regionalschule erleben die Feststunde im Kulturhaus

Grimmen. Aufregung, feierliche Musik, Blitzlichtgewitter, ein buntes Programm, einige Tränen und viele Gratulationen. Unglaublich schnell verging der Moment, dem so mancher Jugendweiheteilnehmer wochenlang entgegen gefiebert hatte. Doch wurden die 30 Jungen und Mädchen der Regionalen Schule Robert Koch auch so schnell von einem Kind zum Erwachsenen?

„Fühlt sich eigentlich nicht wirklich anders an“, stellte anschließend Christian Zygmund mit einem Schmunzeln auf den Lippen fest. Gerade zuvor war der 14-Jährige als einer von insgesamt 30 Teilnehmern bei der ersten Jugendweiheveranstaltung dieses Jahres im Grimmener Stadtkulturhaus „Treffpunkt Europas“ in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen worden.

„Eine einzige Feierstunde und plötzlich soll sich so viel verändern?“, fragte auch Festredner Dietmar Bartsch (Die Linke) in die Runde und versuchte, seine Frage gleich zu beantworten. „Für viele von euch ist es vielleicht ein Tag, wie jeder andere. Aber vor allem, wenn ich in die Augen eurer Eltern schaue, sehe ich nachdenkliche Gesichter. Denn ihnen wird heute bewusst, dass ihr in einen neuen Lebensabschnitt startet und gar nicht mehr die kleinen Jungen und Mädchen seid“, erklärte das Mitglied des Deutschen Bundestages und traf in seinen Ausführungen wahrscheinlich genau den Gedankengang des einen oder anderen Elternteils. Mit den Worten: „Es gibt immer nur einen richtigen Weg – deinen eigenen“, beendete er seine Festrede und nahm anschließend die feierliche Aufnahme in den Erwachsenenkreis vor. Doch zuvor gab es noch ein paar rockige Klänge der dreiköpfigen Band „Nachtisch“ aus Stralsund. Mit dem Song „Lieblingsmensch“ stimmten sie die jungen Leute auch rein musikalisch auf den großen Moment ein. Bei diesem wurde jeder Regionalschüler dann ins Scheinwerferlicht auf die große Kulturhausbühne geholt.

„Vor allem die Aufregung stand heute im Mittelpunkt. Viele Gedanken, was sich jetzt ändern wird, habe ich mir noch gar nicht gemacht. Ich denke, das Erwachsenwerden ist ein langfristiger Prozess", fand die 14-jährige Cora Kühnel Worte für ihre Eindrücke von der Feierstunde. Nach der Jugendweihe fühlt man sich nicht wirklich anders, aber es war eine tolle Feier", freute sich Maria Schönberg, die sich stellvertretend bei den Eltern für die Unterstützung im bisherigen Lebensabschnitt bedankte.

Nach dem Ausmarsch hatten sich die Jugendweiheteilnehmer im Foyer des Stadtkulturhauses nochmals aufgereiht, um die Glückwünsche der Eltern, Großeltern und Freunde entgegen zunehmen. „Als Opa ist man natürlich sehr stolz. Die Kinderzeit vergeht viel zu schnell, dies wird einem an solch einem Tag wieder bewusst", fand Peter Wiese.

Beim zweiten Durchgang wurden dann Schülerinnen und Schüler aus Tribsees, Richtenberg und Franzburg im hiesigen Stadtkulturhaus „Treffpunkt Europas“ feierlich in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Raik Mielke

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